Tell me where you live and Ill tell you who you are. Never before has ones home been such an important part of self-presentation, and never before have there been so many advice books that want to enlighten the public on this topic. How we live is anything but a private affair. On the contrary: nothing more accurately reflects the state of a country and the lifes delusions of its inhabitants than the home furnishings of the Germans. These are the most public of stages, and acted out on them are absurd dramas and grotesque comedies. While reading Peter Richters view of the German household madness, we dont know whether we should be laughing or crying. In the struggle for individuality, everyone is on his or her own. Yet the same questions are posed to everybody: hospital, or holistic birthing house? Rent, or own? And on through life, all the way to: urn, casket, or mausoleum? Press PressOpinions Author Peter Richter was born in Dresden in 1973 and grew up there. He studied in Hamburg and Madrid, earning his doctorate in art history. He presently lives in Berlin, working as an author and columnist for the Frankfurter Allgemeine Zeitung, Monopol, and Deutschland Radio, among others. His first book, Blossoming Landscapes, also published by Goldmann, was a sensational success.
Einfach köstlich. Vom Geburtshaus bis zum Friedhof wird jede Wohnstätte, die man im Laufe eines Lebens haben kann, beschrieben und aufs Korn genommen. Nicht nur macht sich Richter über die TV-Einrichtungsshows lustig, sondern zeigt auch wie Architektur und Wohndesign stets versuchen zu erziehen und den Bewohner in ihre Dienste zu stellen statt ihm wirklich zu nutzen. Man muss Richter nicht immer zustimmen, aber sein Sprachstil ist einfach brillant-bissig. Über die Mode des Dielen-Abziehens (seiner Meinung nach mit der Rucola-Salat-Mode vergleichbar) sagt er: Es ist ein Akt der Grausamkeit; Wer Dielen „abzieht“, häutet im Zweifel auch im Menschen. und über die letzte Ruhestätte:
„Mich könnt ihr von mir aus in die Mülltonne hauen“, hat ein Freund von mir verkündet, und es versteht sich von selbst, dass es sich um einen Sozialdemokraten handelte. Traditionsbewusste Sozialdemokraten müssen so sein. Der betont unsentimentale Umgang mit den sogenannten Letzten Dingen gehört sozusagen zu den Grundwerten der deutschen Sozialdemokratie, genauso wie die soziale Frage und die Wohnungsfrage, er ist gewissermaßen die Konsequenz aus beidem.
Selten, wirklich selten, lese ich Bücher nicht zuende. Hier habe ich nach 80 Seiten aufgegeben. Ein einziges Gejaule und Gezeter, das kritisch sein will, aber doch einfach nicht fertig bringt, Zuneigung zu irgendwem zu zeigen. Sich in verbalen Finessen ergehend wird hier jegliche Wohnkultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert zertrümmert. Es scheint, als seien die Häuser selbst dafür verantwortlich, dass sie zu hohe oder zu niedrige Decken haben. Noch schlimmer ist nur noch, dass in ihnen auch Menschen leben. Die Linken sind viel zu links, die Rechten viel zu rechts, die Wessis viel zu reich und dumm, und die Ossis viel zu spießig. Aha. ... Na und?!