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Die Salzpiratin

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Ursel ist die Tochter der Herren von Orth, die den lebenswichtigen Salzhandel auf dem Traunsee kontrollieren und die Händler vor Piraten schützen. Kurz nach der Sonnenwendfeier im Jahre 950 wird ihre Familie vom machthungrigen Grafen Wilhelm von Chiemgau überfallen. Nur Ursel und ihr Bruder können fliehen. Und Ursel schwört Rache. Als Mann verkleidet schließt sie sich den Salzpiraten an und wird bald zum gefeierten Mitglied der Räuberbande. Gegen ihren Willen verliebt sie sich in den Kaufmann und Gelehrten Steffen, den sie eigentlich als ihren Feind betrachtet. Als Ursels Tarnung aufgedeckt zu werden droht, geraten die beiden in große Gefahr.

Paperback

Published December 1, 2017

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Beate Maly

64 books76 followers
Beate Maly is an Austrian kindergarten teacher specializing in early intervention, and an author.

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Community Reviews

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1 (5%)
1 star
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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Julie J..
689 reviews37 followers
November 16, 2022

ENGLISH VERSION BELOW
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Die Salzpiratin hat mir besser gefallen als erwartet. Ich habe das Buch auch eindeutig zur richtigen Zeit gelesen. Ich wollte am Abend auf der Couch entspannen. Das Buch war in zwei Tagen gelesen. Es hat die richtige Prise an Romantik, aber auch an Abenteuer und historischem Wissen. Generell mag ich Geschichten, in denen sich Frauen als Männer verkleiden und wer mag bitteschön keine Piraten? Das Ende war in seinen Details zu erwarten, was aber nichts gemacht hat, da ich es mich tatsächlich gestört hätte, wer da jetzt noch wer gestorben oder hätte das Buch nicht ein Happy End.
Ich mochte die Hauptfigur Ursel. Beate Malys Schreibstil ist sehr angenehm, nicht zu übertrieben. Ihre Figuren und historischen Darstellungen wirken authentisch und nicht zu überzeichnet.
Den Einband, den alten (hier auf goodreads) wie auch den neuen, muss man bitte ignorieren.

Wer angenehme Lesestunden, Zerstreuung und Unterhaltung sucht, wird von Beate Maly nicht enttäuscht sein.

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I liked “Die Salzpiratin” better than I expected. I also definitely read the book at the right time. I wanted to relax on the couch in the evening. The book was read in two days. It has the right dash of romance, but also adventure and historical knowledge. I generally like stories where women dress up as men and who doesn't like pirates? The ending was to be expected in its details, but that didn't matter because I would have actually minded who died or if the book didn't have a happy ending.
I liked the main character Ursel. Beate Maly's writing style is very pleasant, not too exaggerated. Her characters and historical depictions seem authentic and not too overdrawn.
The cover, the old one (here on goodreads) as well as the new one, must please be ignored.

If you are looking for pleasant reading hours, diversion and entertainment, you will not be disappointed by Beate Maly.
Profile Image for DieArtderIdaGratias.
37 reviews1 follower
June 4, 2018
Wer heute den fast 200 m tiefen und knapp 25 qm großen Traunsee mit dem Raddampfer Gisela quert, vorbei am markanten Traunsteinmassiv, kann sich kaum vorstellen, dass dieses Idyll im 10. Jahrhundert von räuberischen Piraten beherrscht war.

Beate Maly konnte.

Die Handlung ihres neuen historischen Romans Die Salzpiratin spielt in dieser wunderschönen Landschaft im Salzkammergut. Eine Gegend, die nicht ohne Grund so heißt, hier wurde und wird Bergsalz abgebaut, das über die Salzstraßen, die auch über Wasser führten, gehandelt wurde. Salz, das weiße Gold, war lebensnotwendig zur Konservierung von Lebensmitteln in der Prä-Kühlschrankzeit und somit ein einträgliches Handelsgut.

Die historischen Herren von Orth, steirische Ministerialen, die im Seeeschloss, Schloss Orth, dass 909 erstmals urkundlich erwähnt wurde, bei Gmund am Nordufer des Sees residierten und den Salzhandel kontrollieren, dienten Maly als Vorlage. Ihre Protagonistin, die 16-jährige Ursel, ist die Tochter eines dieser Herren, sie wächst auf am Ufer des Traunsee zusammen mit ihrer Stiefmutter und ihren Brüdern, durch die sie auch früh lernt sich zu behaupten. Sie ist geübter im Bogenschnitzen als im Sticken, ist erfolgreicher als mancher Mann im Jagen und Fischen und wird wie ihre Brüder im Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet.

Am Nachmittag vor Fest zur Sommersonnenwende 950 auf die sich die Familie wie auch die Dorfgemeinschafte freute, geht Ursel mit ihrem jüngeren, geistig behinderten Bruder Nikolaus in den Wald. Auf dem Nachhauseweg stürzt sie, verletzt sich so, dass sie nur langsam voran kommen, daraufhin lässt sie schon in Sichtweite den ungeduldigen Jungen, der Angst hat, dass Wichtigste zu verpassen, vorlaufen. Sie selbst muss Minuten später mitansehen, wie eine Gruppe Söldner, bezahlt vom machtgierigen Grafen Wilhelm, Haus und Hof überfällt, mordet und alles niederbrennt, um an diesem Ort ein Kloster zu errichten, das von seiner Cousine Ata als Äbtissin geleitet werden soll. Kein Zeuge soll diese Schandtat überleben, doch als die Männer, den traumatisierten Nikolaus entdecken, rettet ihn, der Glaube des Grafen an die Symbolkraft, dass ein "Irrer" das schreckliche Unglück, als solches soll das Ereignis offiziell dargestellt werden, durch die Gnade Gottes überlebt hat und dass er als Stifter des Klosters den Jungen gnädig dort arbeiten lässt.

Nach dem ersten Schock und der Trauer ist Ursels Überlebenswille stärker als die Verzweiflung, sie erinnert sich an ein Arrangement ihres Vaters mit den Salzpiraten, die sich irgendwo im Wald verstecken. Sie beschließt sich ihnen unter dem Pseudonym ihres verstorbenen Bruders Hans anzuschließen, was ihr trotz ihres schwächlichen Aussehens gelingt, da ihre Fähigkeiten als Bogenschnitzer und Jäger überzeugen. In der Gemeinschaft der raubeiniger Männer, die alle ihre Gründe haben außerhalb der Gesellschaft leben, ist es nicht immer einfach für Ursel ihre Tarnung aufrecht zu halten, aber der Wunsch sich zu rächen, lässt sie auch die größten Schwierigkeiten meistern, bis die Piraten eines Tages den neue Sekretär des Grafen, Steffen, ins Lager bringen und der Anführer die Idee hat, Ursel mit einer Lösegeldforderung ins Kloster zu schicken.

Maly kreiert einen historisch interessanten und inhaltlich spannenden Plot, deren Fremdheit und Andersartigkeit des 10. Jahrhunderts mit seinen archaisch anmutenden Strukturen fasziniert, hinzu kommt das literarisch noch nicht oft bearbeitete Thema der Bergseepiraterie. Auch bei ihren Figuren mag Maly es ungewöhnlich, einen Jungen mit (wahrscheinlich) Trisomie 21 in einem im Mittelalter angesiedelt historischen Roman, der nicht einfach nur als der stereotype Narr dargestellt wird, sondern als Charakter. Mir hat neben dem unterhaltsamen Plot auch die malerische Landschaftsbeschreibung gefallen, mit der Salzpiratin hat sich Frau Maly eigentlich ein lebenslanges Anrecht auf ein unbezahltes Hotelbett im Salzkammergut erschrieben.
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