Wann sind wir wirklich zufrieden?: Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld - Mit neuen Daten und einem Kapitel zur Zufriedenheit in der Corona-Krise
Ein sehr interessantes Buch und eine klare Empfehlung! Wissenschaftlich gearbeitete Daten, die der gefühlten Wahrheit nicht immer entsprechen.
Meine drei Aha-Momente: • „Angesichts dessen, wie viel wir über das Für und Wider des Kinderkriegens diskutieren, ist das vielleicht die überraschendste Nachricht: Entspannen Sie sich. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Es ist egal, ob man Kinder bekommt, denn die Vor- und Nachteile von Kindern heben sich gegenseitig auf. Kriegen Sie Kinder, lassen Sie es bleiben - für Ihre Lebenszufriedenheit macht das kaum einen Unterschied.“ • „Sparen geht also wirklich mit höherer Zufriedenheit einher. Doch wer mehr als circa 30 Prozent seines Einkommens spart, wird dadurch nicht mehr signifikant zufriedener.“ • „Es zeigte sich, dass Geld für etwas auszugeben, das einem Zeit erspart, besonders zufrieden macht.“ (Essen gehen, Haushaltshilfen)
Zwei Kritikpunkte gibt es aber: 1. Mir fehlt ein wenig Einordnung über den sozialwissenschaftlichen Tellerrand hinaus. Alkohol trinken macht zufrieden(er)? Mag ja stimmen, aber ist das wirklich die „ganze Wahrheit“? 2. Ostdeutsche sind unzufriedener und stecken andere damit an. „Vielleicht war es besser, dass wir damals in Hannover geblieben sind.“ Ob es diesen Kommentar wirklich gebraucht hätte? Ich wage es zu bezweifeln.
Seit 1984 wurden Menschen befragt.- nämlich 700.000 Befragungen bilden die statistische Grundlage für Auswertungen zu verschiedenen Themen. Und zu meiner Überraschung gibt es nur wenig Überraschendes. Das Gesundheit ein großes Thema ist hat mich nicht überrascht, dass Kinder oder keine Kinder keinen großen Unterschied macht jedoch schon.