Die Fachsprache der Literaturwissenschaft, deren Kenntnis unverzichtbar ist im wissenschaftlichen Diskurs, sieht sich zwei Schwierigkeiten gegenüber: zum einen dem ›romantischen‹ Vorurteil, man könne Kunst und Literatur gar nicht begrifflich erfassen, zum anderen ihrer Herkunft aus antiken Traditionen, die vielen Schülern und Studentinnen heute nicht mehr geläufig ist. Um dem zu begegnen bzw. abzuhelfen bietet dieses Lexikon kurze und handhabbare Definitionen und Darstellungen der 100 wichtigsten Begriffe. Weiterführende Literaturhinweise runden das kurzgefasste »Reallexikon der Literaturwissenschaft«.
Das Werk hat teils gute Definitionen und Struktur Aufbau, aber eine Vielzahl der Begriffe wird doch nicht erklärt und nur 300 Jahren Kant/Arisotoles/etc etc. dazu beigetragen. Wenn man das Werk als nachschlage Möglichkeit benutzt, um selber zb. Im Internet zu recherchieren, dann ja, kann es gut sein. Aber dann entfällt seine Funktion. Das einzige sind die geschichtlichen Fakten. Wenn man nach einer wortdefinition sich noch fragt was das Wort eigentlich heißt, weil man noch mehr in die Unwissenheit geritten wurde, ist es leider kein gutes Lexikon. Der Preis ist das einzig gute. An sich frage ich mich über Lauer (hier nur Herausgeber), ob er wirklich Professor sein sollte? Seine Arbeit ist nicht zum ersten Mal ungenau. Man hätte doch Vorgaben geben können, oder wissenschaftlich am Ende noch einmal zusammenfassen. Wie es sich gehört, ich wette er hat schon mal von Freud oder Wissenschaft gehört… Ich bin enttäuscht.