Eine Amerikanerin in Paris: Ihr Studium an einer berühmten Modeschule führt die 19-jährige Emma nach Paris. Gemeinsam mit einer Studienfreundin ist sie in einer Bar im 10. Arrondissement, als plötzlich bewaffnete Männer das Lokal stürmen und in die Menge feuern. Emma und der 23-jährige Lucien sind gerade zufällig im hinteren Teil der Bar, gemeinsam können sie sich in einem Lagerraum verschanzen. Stundenlang lenken sie sich dort mit Gesprächen von der Panik ab. Doch als das Leben weitergeht, erweist es sich ein ums andere Mal als hart für die beiden, die mit sich und ihren Gefühlen ringen.
Auf dieses Buch habe ich mich echt total gefreut, da das letzte Buch von Jennifer mich vollkommen emotional zerstört hat. Bei dieser Geschichte hatte ich andere Erwartungen, aber leider konnten diese nicht ganz eingehalten werden. Ich mochte Emma und Lucien und trotzdem konnte ich nicht so eine gute Bindung aufbauen. Außerdem ging es mir die Klärung des Problems zum Schluss etwas zu schnell und einfach. Es war gut zu lesen, aber leider konnte es mich nicht ganz von sich überzeugen. 😢 3,5 Sterne
Die Geschichte wird aus Emmas und Luciens Perspektive erzählt. Emma mochte ich als Protagonistin wirklich gern, weil sie pragmatisch ist und “anpackt”, gleichzeitig aber auch sehr nahbare Emotionen zeigt. Lucien war mir manchmal etwas zu sprunghaft, nachdem man aber hinter seine Fassade blicken konnte, habe ich auch ihn schnell ins Herz geschlossen. Gemeinsam haben die beiden definitiv Vibes, die einen beim Lesen mitreißen. Neben den beiden nehmen vor allem Luciens und Emmas Freunde viel Raum ein. Vor allem Emmas Mitbewohnerin Sharon ging mir wahnsinnig auf die Nerven, da sie sehr biestig und direkt war, teilweise mMn sogar verbal übergriffig. Mathis und Pascal dagegen mochte ich sehr, vor allem Pascal ist einfach ein Goldstück.
Die Geschichte beginnt am Abend des in der Zusammenfassung bereits erwähnten Anschlags. Dabei wird für mich ein eindeutiger Bezug zu den Terroranschlägen im November 2015 in Paris hergestellt (Infos dazu hier). Grundsätzlich war ich zunächst unschlüssig, wie ich es finde, dass Anschläge egal an welchem Ort als Grundlage für einen Roman gewählt werden. Beim Lesen musste ich dann feststellen, dass der Anschlag an sich nach den ersten drei Kapiteln nur noch in Nebensätzen Erwähnung findet. Hier hätte ich mir mehr – auch kritische! – Auseinandersetzung gewünscht. Da wurde für mich einiges an Potenzial verschenkt, denn im Endeffekt ist es zwar eine schöne Liebesgeschichte – aber mehr eben auch nicht. Am Ende gibt’s nochmal ein bisschen Drama und natürlich gibt es die eine oder andere Hürde zu überwinden, diese haben aber nichts mit dem Anschlag oder der Verarbeitung desselben zu tun.
Sprachlich mochte ich Jennifers Roman wieder sehr, man kommt flüssig durch und fliegt geradezu durch die Seiten. Auch die französischen Begriffe und Einschübe mochte ich gern, so gab’s nochmal mehr Paris-Atmosphäre. Die neuen Cover von Moonnotes finde ich spannend und mag dieses auch wirklich gern – wobei ich die Schlüsselanhänger mit Handschellen und Patrone nicht so gelungen finde.
Mein Fazit
Insgesamt konnte mich die Geschichte also leider nur in Teilen überzeugen. Pluspunkte gibt es für die Darstellung von Emma und Lucien und ihre Annäherung aneinander, vor allem der Druck, der von Eltern ausgehen kann, wird hier schön verdeutlicht. Die Thematik mit dem Anschlag bzw. vor allem dessen traumatische Auswirkungen auf Menschen kommen für mich zu kurz. Für die Handlung ist es kaum relevant und hätte zum Beispiel auch durch einen Überfall ohne Terrorhintergrund ersetzt werden. Schade!
Daher bewerte ich “Tell me tomorrow” mit 3 Sternen.
Durch die schicksalhafte Begegnung von Emma und Lucien während eines terroristischen Anschlages auf ein Pariser Café und dem daraus resultierende Trauma bietet dieser New Adult Roman einen ganz neuen Stoff, durch den sich das Buch von vielen anderen des Genres abhebt. Genau hier steigen wir ein, wodurch man von Anfang an mitgerissen wird. Hier hätte ich mir allerdings etwas mehr Atmosphäre und Emotion gewünscht, der psychologische deepe Touch hat mir etwas gefehlt. Emma weint viel und dann sind sie auch schon wieder frei – hier hätte ich mir etwas mehr erhofft. Auch die erste gemeinsame Nacht ging mir etwas zu schnell – mit der Begründung, sie wolle nicht allein sein, nimmt sie einen Wildfremden mit in ihr Bett anstatt sich mit ihren guten Freundinnen die Ereignisse zu verarbeiten. Dennoch geht es spannend weiter. Ich habe Lucien und Emma gern dabei begleitet, wie sie einander näherkamen und sich schließlich ineinander verliebten. Der Romance Faktor dieses Romans ist ganz großes Kino – und ebenso spicy. Letzteres auf beeindruckende feministische Weise! Was mir etwas gefehlt hat, war das „Darumherum“. Gern hätte ich viel mehr von Paris erlebt, die meiste Zeit aber wird im Restaurant verbracht – schade. Die Sightseeing Passagen beschränken sich auf die Nennung von Touristenattraktionen, ohne diese richtig zu erleben und zu beschreiben. Auch von Emmas Studium und Luciens Leben bekommt man so gut wie gar nichts mit. Die Modewelt á la Emily in Paris hätte hier sehr gut hineingepasst. Das Handeln von Luciens Vater war etwas vorhersehbar, Emmas Rolle nicht besonders groß – der Aufprall zweier Welten war minimal. Positiv war, wie Lucien durch Emma und Mathis zur Einsicht kam und es ihm gelang, zu sich und seinen Wünschen zu stehen – und das auch durchzuziehen. Emma hingegen ist eine starke Protagonistin, die weiß, was sie will – wenngleich ich etwas fraglich finde, Lucien immer nur dann in ihrer Nähe zu haben, wenn sie „nicht allein sein/schlafen“ will. Die französischen Passagen haben der Story ein wundervolles Flair gegeben – da aber nicht alles übersetzt wurde, fehlt nicht Französisch sprechenden LeserInnen jedoch das eine oder andere Sätzchen.
Insgesamt hat der Roman wirklich viel Potenzial und ich finde die Autorin auch ganz wundervoll. Doch wurde für mich einfach zu vieles nur sehr oberflächlich abgetan, 100 Seiten mehr hätten das Buch wahnsinnig bereichert. Dennoch habe ich es mit einem Rutsch durchgelesen, weil mich die Lovestory wirklich gefesselt hat.
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Klappentext Eine Amerikanerin in Paris: Ihr Studium an einer berühmten Modeschule führt die 19-jährige Emma nach Paris. Gemeinsam mit einer Studienfreundin ist sie in einer Bar im 10. Arrondissement, als plötzlich bewaffnete Männer das Lokal stürmen und in die Menge feuern. Emma und der 23-jährige Lucien sind gerade zufällig im hinteren Teil der Bar, gemeinsam können sie sich in einem Lagerraum verschanzen. Stundenlang lenken sie sich dort mit Gesprächen von der Panik ab. Doch als das Leben weitergeht, erweist es sich ein ums andere Mal als hart für die beiden, die mit sich und ihren Gefühlen ringen.
Cover und Schreibstil Der Schreibstil ist toll und hat mich nach dem Einstieg auch gefesselt, die Autorin schafft es die Gefühle so gut zu transportieren. Ich finde das Cover ist schön, es passt zum Buch und ist farblich toll gestaltet.
Fazit und Inhalt Ich war vom ersten Drittel des Buches so begeistert aber dann hat es leider nachgelassen. Es war so stark weil viel die Autorin es schafft, den Anschlag zu beschreiben wovon ich eine Gänsehaut bekommen habe. Es war so authentisch und voller Emotionen, danach ging es so gut wie gar nicht mehr darum. Das fand ich schade weil es nur noch um die Liebesgeschichte und andere Dinge ging. Ich fand echt, dass das Buch sehr stark angefangen hat und dann nachgelassen. Das Setting rund um Paris war so toll, es kommen so viele Sehenswürdigkeiten vor und noch kleine Cafés. Das war wirklich schön und hat mich sehr begeistert. Das Ende war dann doch etwas zu schnell und auch nicht so richtig abgeschlossen. Ich fand einiges vorher auch schon nicht wirklich gut aber ich möchte niemanden den Lesespaß nehmen. Das Buch bekommt von mir 3 Sterne wegen des wirklich starken und berührend Anfang. Ich danke Netgallery für das Rezi Exemplar welches meine Meinung nicht beeinflusst hat.
Vielen Dank an #NetGalleyDE für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Ich verspreche, dass sie meine Meinung zum Buch nicht beeinflusst hat.
Das Cover, der Titel und der Klappentext hatten mich zunächst sehr angesprochen. Letzterer ließ mich glauben, dass zwei junge Menschen aufgrund eines Attentats (fast) ein ganzes Buch lang in einem Raum verbringen würden und mich auf diese Weise eine eher charakterbasierte Geschichte erwartet. Darauf hatte ich mich sehr gefreut. Zu meiner Enttäuschung war dem aber nicht so. Tatsächlich verbringen sie nur eine verhältnismäßig kurze Zeit in dem Raum und die Geschehnisse und Gefühle des Attentats lösen sich danach fast schon in Luft auf. Zurück blieb ich mit dem Eindruck, dass nur nach einem sonderbaren Grund für das Aufeinandertreffen der Charaktere gesucht wurde.
An keiner Stelle konnte ich mit den Charakteren mitfühlen und mitfiebern, was vermutlich zum Teil an der Erzählweise liegt. Hier hätte ich mir eine Technik á la "Show, don't tell" gewünscht, um die Emotionen nachvollziehbarer darstellen zu können. Dazu gesellt sich das Trope zwischen unseren ProtagonistInnen, welches leider genauso aufgesetzt wirkt wie der Grund für das Kennenlernen.
Somit war dieses Buch leider überhaupt nichts für mich und ich brach es bei 30% ab.
Die Idee dieser Geschichte gefällt mir: wie umgehen, wenn man eine schreckliche Tat gemeinsam erlebt? Nur ist der Aufhänger dieser Geschichte so gar nicht der zentrale Punkt. Es hat zwar immer mal wieder einen kurzen Nebenauftritt oder wird auch am Ende nochmals erwähnt - aber richtig rund ist es nicht. Dazu kommt, dass ich bereits eine Geschichte in dieser Form gelesen habe, und ich es dort viel mehr gefühlt habe, es war wichtig und das zentrale Thema.
Der Schreibstil ist echt gut, man liest es flüssig. Ich liebe ja Paris, und dass immer wiedrr französisch gesprochen wurde, hat mir top gefallen. Aber ich habe mich den Protas nie nah gefühlt. Zusammengefasst ist es ein reicher, privilegierter Junge der sich gegen seinen Vater durchsetzen muss. Das ganze ist wirklich sehr NA mässig beschrieben und es hat einige Szenen darin, die für mich einfach nicht gematcht haben. Ich habe über das ganzen Buchs auf einen Moment gewartet, der die Geschichte lesenswert macht, aber es plätschert einfach so dahin. Wobei ich dann den Epilog einfach unpassend empfinde. Die Nachricht von dieser Geschichte? Ich weisses leider nicht...
Also eine sehr gute Idee, aber die Umsetzung ist leider gar nicht meins und konnte mich nicht erreichen. Follow me on Insta: deblioteca
Puh, so viel verschenktes Potential! Aber zuerst: Das Cover finde ich sehr schön. In einem Buchladen hätte ich es auf jeden Fall in die Hand genommen. Auch den Klappentext finde ich spannend. Vor allem durch die Sache mit dem Amoklauf. Aber jetzt, da ich das Buch gelesen habe, bin ich etwas enttäuscht. Für meinen Geschmack ist alles zu schnell abgehandelt worden. Die Charaktere haben auch nach dem Abend kaum einen Gedanken daran verschwendet, einzig und allein eine Therapie kam mal zur Sprache. Nur hatte ich null das Gefühl, dass der Anschlag sie irgendwie mitgenommen hätte. Keiner der Personen hat das je nochmal richtig thematisiert. Die ganze Story ist dann einfach ins null acht fünfzehn, armes Mädchen mit reichem Typen und seiner schweren Familie abgedriftet. Da war nichts Neues oder „muss jemand unbedingt lesen“ dran. Einfach super schade, man hätte so viel draus machen können, für mich war das leider ein Flop, so ungern ich so wenig Sterne gebe, ich kann’s einfach nicht weiter empfehlen.
Gutes Buch und einfach zu lesen. Habe noch nie einen ähnlichen Plot gelesen also war es für mich was neues aber sehr spannend. Etwas spice, teilweise komisch aber all in all 4 Stern