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Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut

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Wer Axel Hacke mag, wird Stefan Schwarz lieben. Denn drei Dinge beherrschen die zwei Schriftsteller und verheirateten Familienväter gleichermaßen: Sie haben ein Gespür fürs Besondere im Alltäglichen. Sie servieren ihre Episoden in appetitlichen Häppchen. Und sie verstehen es, ihre Geschichten mit einer ordentlichen Prise Humor zu würzen – etwa, wenn Schwarz vor dem Bankautomaten partout seine Geheimzahl nicht einfällt und die dafür vorbereitete Eselsbrücke auch nicht trägt. Und während der Münchner Hacke mit seinem Kühlschrank „Bosch“ spricht, weiß der Leipziger Schwarz genau so sensibel die Geräusche seines Staubsaugers zu deuten.

Schwarzens und Hackes Art und Weise, die Welt zu sehen, steht im schroffen Gegensatz zu einer Reihe aktuell schreibender Singles, deren schrille Figuren sich bei wilden sexuellen Experimenten an der deutschen Gesellschaft abarbeiten. Im Vergleich dazu kommen die schreibenden Papas ordentlich gesettelt daher. Kein Wunder, denn das familiäre Umfeld von Vater Schwarz ist geprägt von „Fragphasen-Trollprinzessinnen“ (Tochter), „Pubertisten“ (Sohn), der Teilschüchternheit seiner Frau und ungepoppten Maiskörnern. Und was für die Literaten gilt, dürfte auch auf die Leserschaft zutreffen.

Während Hacke im Magazin der Süddeutschen Zeitung seine Geschichten zum besten gibt, schreibt der knapp zehn Jahre jüngere Schwarz für das Berliner Magazin – auch „New Yorker des Ostens“ genannt. Der kleine Seitenstraßen-Verlag kam mit dem Drucken seiner Best-of-Kolumnen jedenfalls kaum nach. Konkret dreht es sich in den humorvollen Episoden um eine vorauseilende Vermisstenanzeige, die durchtriebene Taktik der Hauskatze oder darum, was Sex mit einem Bartträger verrät. Dabei kommen Schwarzens Notizen weniger ungezähmt und revolutionär, vielmehr geerdet und bodenständig daher. In jedem Fall steht der Autor im Deutschland heute überzeugend seinen Mann. Was bleibt dem Leipziger auch anderes übrig, wo Republikflucht seit gut 20 Jahren nicht mehr möglich ist?
– Herwig Slezak

141 pages, Paperback

First published November 1, 2008

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About the author

Stefan Schwarz

57 books7 followers

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Community Reviews

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1 star
5 (6%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
93 reviews
November 10, 2024
Wunderschöner Humor und erheiternde Wortjonglage für sehr viel Spaß beim Lesen.
Profile Image for Brina.
2,049 reviews122 followers
November 18, 2012
“Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut” war schon lange Zeit in meinem Bücherregal, bevor ich es letztendlich gelesen habe. Das Buch blieb lange von mir unbeachtet, weil ich mir nie sicher war, ob es mir wirklich gefallen könnte, da mich die Kurzbeschreibung nur bedingt überzeugen konnte. Jetzt, wo ich es endlich gelesen habe, kann ich nur sagen, dass man das Buch zwar lesen kann, aber absolut nicht muss, denn man würde nichts verpassen, wenn man es nicht lesen würde.

Die vielen kleinen Geschichten sind zwar an sich ganz unterhaltsam und konnten mich ab und zu auch zum Schmunzeln bringen, allerdings waren die Geschichten auch so dermaßen flach und stellenweise nichtssagend, sodass sämtliche Kapitel schnell wieder vergessen waren.

Oftmals werden Situation geschildert, die wohl jeder Leser irgendwann einmal, vielleicht auch nur in ähnlicher Form, erlebt hat. An sich eine gute Sache, denn so hat man schnell Leser gefunden, die sich mit den Figuren identifizieren können, allerdings konnte mich dies kaum beeindrucken, da die Situationen leider oft viel zu überspitzt dargestellt wurden.

Natürlich steht hier der Humor an erster Stelle und es sollte mit Sicherheit kein literarisches Werk sein, an das man sich noch in einhundert Jahren erinnern sollte, aber dennoch bin ich ein bisschen enttäuscht, da ich einfach etwas mehr erwartet habe. Humor muss nicht immer flach sein, von daher habe ich zumindest gehofft, dass im Schreibstil ein gewisses Niveau zu erkennen wäre, aber leider Fehlanzeige, da sich das Buch zu oft einfach nur runtergerattert angefühlt hat. Dadurch konnte ich mich auch mit keiner einzigen Figur identifizieren, was ich sehr schade finde, denn dies hat das Buch eigentlich nicht verdient, aber gut, manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

Allerdings ist das Buch nicht gänzlich schlecht. Humor ist, wie so viele Dinge, Geschmacksache und kann nicht jeden Leser gleichermaßen begeistern, von daher ist es auch mal ganz okay gewesen, einen anderen Humor kennen zu lernen, den man sonst eher nicht gewohnt ist. Dazu ist es interessant gewesen, mehr über ein paar (bislang unbekannte) Sichtweisen des Mannes zu erfahren. Zwar konnte ich auch diese nicht immer verstehen, vor allem, weil sie oftmals vollkommen zusammenhanglos waren, aber damit muss man wohl lesen, wenn man sich für so ein Buch entscheidet.

Das Cover gefällt mir dagegen relativ gut und passt auch zur Thematik. Die Kurzbeschreibung ist dagegen so eine Sache, denn sie verrät meiner Meinung nach bereits etwas zu viel, sodass ich mich kaum noch überraschen lassen konnte.

Insgesamt konnte mich “Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut” leider nicht so sehr begeistern, wie ich es im Vorfeld erhofft habt. Lieblos geschriebene Handlungen und Charaktere, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte, haben das Buch leider zu einer Enttäuschung gemacht. Jedoch möchte ich nicht sagen, dass das Buch nicht empfehlenswert oder gar eine Katastrophe ist, es ist einfach nicht mein Humor gewesen und ich denke, dass muss es auch nicht immer sein.
Profile Image for Liedzeit Liedzeit.
Author 1 book111 followers
September 14, 2018
Ein Kishon von heute, in kleinen Dosen sehr nett zu lesen. Er redet von den kleinen Misslichkeiten des Lebens, insbesondere der Familie, darüber, dass sein Sohn z.B. so ein schlechter Lügner ist, wie ihn die Nachbarin auffordert den Hollunderbaum zu beseitigen.
Profile Image for Brina.
2,049 reviews122 followers
November 4, 2012
"Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut" war schon lange Zeit in meinem Bücherregal, bevor ich es letztendlich gelesen habe. Das Buch blieb lange von mir unbeachtet, weil ich mir nie sicher war, ob es mir wirklich gefallen könnte, da mich die Kurzbeschreibung nur bedingt überzeugen konnte. Jetzt, wo ich es endlich gelesen habe, kann ich nur sagen, dass man das Buch zwar lesen kann, aber absolut nicht muss, denn man würde nichts verpassen, wenn man es nicht lesen würde.

Die vielen kleinen Geschichten sind zwar an sich ganz unterhaltsam und konnten mich ab und zu auch zum Schmunzeln bringen, allerdings waren die Geschichten auch so dermaßen flach und stellenweise nichtssagend, sodass sämtliche Kapitel schnell wieder vergessen waren.

Oftmals werden Situation geschildert, die wohl jeder Leser irgendwann einmal, vielleicht auch nur in ähnlicher Form, erlebt hat. An sich eine gute Sache, denn so hat man schnell Leser gefunden, die sich mit den Figuren identifizieren können, allerdings konnte mich dies kaum beeindrucken, da die Situationen leider oft viel zu überspitzt dargestellt wurden.

Natürlich steht hier der Humor an erster Stelle und es sollte mit Sicherheit kein literarisches Werk sein, an das man sich noch in einhundert Jahren erinnern sollte, aber dennoch bin ich ein bisschen enttäuscht, da ich einfach etwas mehr erwartet habe. Humor muss nicht immer flach sein, von daher habe ich zumindest gehofft, dass im Schreibstil ein gewisses Niveau zu erkennen wäre, aber leider Fehlanzeige, da sich das Buch zu oft einfach nur runtergerattert angefühlt hat. Dadurch konnte ich mich auch mit keiner einzigen Figur identifizieren, was ich sehr schade finde, denn dies hat das Buch eigentlich nicht verdient, aber gut, manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

Allerdings ist das Buch nicht gänzlich schlecht. Humor ist, wie so viele Dinge, Geschmacksache und kann nicht jeden Leser gleichermaßen begeistern, von daher ist es auch mal ganz okay gewesen, einen anderen Humor kennen zu lernen, den man sonst eher nicht gewohnt ist. Dazu ist es interessant gewesen, mehr über ein paar (bislang unbekannte) Sichtweisen des Mannes zu erfahren. Zwar konnte ich auch diese nicht immer verstehen, vor allem, weil sie oftmals vollkommen zusammenhanglos waren, aber damit muss man wohl lesen, wenn man sich für so ein Buch entscheidet.

Das Cover gefällt mir dagegen relativ gut und passt auch zur Thematik. Die Kurzbeschreibung ist dagegen so eine Sache, denn sie verrät meiner Meinung nach bereits etwas zu viel, sodass ich mich kaum noch überraschen lassen konnte.

Insgesamt konnte mich "Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut" leider nicht so sehr begeistern, wie ich es im Vorfeld erhofft habt. Lieblos geschriebene Handlungen und Charaktere, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte, haben das Buch leider zu einer Enttäuschung gemacht. Jedoch möchte ich nicht sagen, dass das Buch nicht empfehlenswert oder gar eine Katastrophe ist, es ist einfach nicht mein Humor gewesen und ich denke, dass muss es auch nicht immer sein.
Profile Image for Feodora.
538 reviews2 followers
June 17, 2012
Extrem kurzweilige Lekture, ein bischen Simon´s Cat und ein wenig Mittermeier, gespickt mit schön gepflegten Vorurteilen. Alles sehr Alltagstauglich.
Treffen fand ich die Bezeichnungen : Kronsohn und Trollprinzessin
Profile Image for Owl.
294 reviews36 followers
August 11, 2011
Kurzweilig und witzig. Sehr schnell zu lesen.
Ein netter Appetithappen für zwischendrin :)
15 reviews6 followers
January 25, 2012

Die ersten par Geschichten sind toll(wirklich!) und lassen auf lesespaß wie Horst Evers hoffen...
Das Buch kann dieses Niveau im weiteren Verlauf aber leider (bei weitem...) nicht halten.
Profile Image for Manuela.
39 reviews3 followers
May 8, 2015
DNF
Selten ein Buch gelesen in dem sich über alles ausgeheult wird. In diesem Buch ist das aber so. Und nicht mal lustig.
Profile Image for Lisa Langstrumpf.
75 reviews
March 23, 2018
Nach dem ich meinen Vater immer kichern beim Lesen von Stephan Schwarz beobachtet habe, musste ich auf einfach mal reinlesen.
Was soll ich sagen? 3,5 Sterne. Es liest sich schnell weg, es sind ein paar lustige Anekdoten dabei, schmunzeln konnte ich öfter mal. Sprachliche Gestaltung gefällt mir auch sehr gut, schöne Bilder, die er beschreibt. Aber reicht jetzt auch wieder 😂
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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