Gewalt ist von der internationalen Politik bis in die alltagliche Erfahrung der Einzelnen. Nicht von ungefahr hat der Okumenische Rat der Kirchen das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends als "Dekade zur Uberwindung der Gewalt" ausgerufen. Der Aufruf findet in vielen Kirchen und ungezahlten Gemeinden starken Widerhall. Auch die theologische Wissenschaft und Religionswissenschaft sind gefordert, sich intensiv mit der Thematik auseinander zu setzen. In den Beitragen dieses Bandes wird deutlich, wie Spuren der Gewalt und Wege zu ihrer Uberwindung schon in der Bibel prasent sind, wie sie sich fortsetzen in 2000 Jahren Kirchengeschichte, wie sie immer neu reflektiert werden in christlicher Dogmatik und Ethik, wie virulent sie sind in der religiosen in der Christenheit nicht nur hierzulande, sondern weltweit und daruber hinaus auch in nichtchristlichen Religionen.