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Wie ich mir das Glück vorstelle

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Eine große Suche nach dem Glück und ein erstaunliches Debü Viktor ist ein Junge, der von Geburt an anders ist. Er muss ein Korsett tragen und auch in seinem Kopf scheint etwas nicht zu stimmen. Als der Krieg ausbricht, wird er von seiner Familie getrennt und wächst in einer Gebetsgemeinschaft auf. Später kehrt er zurück in die Stadt der Brücken, wo er sich mit einem Einbeinigen, einer Rothaarigen und einem Hund zu einer eigentümlichen Bande zusammenschließt. Eines Tages aber sind Viktors Weggefährten verschwunden und er macht sich auf zu seiner letzten großen Reise. Ein düsteres Märchen über die Kraft der Poesie und ein Bericht aus einer anderen Welt.

Paperback

First published February 3, 2014

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About the author

Martin Kordic

3 books11 followers

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Community Reviews

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1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Jürgen Thiede.
9 reviews2 followers
February 27, 2014
Martin Kordic, dessen Vater aus der Nähe von Mostar stammt und der selbst an der Universität Zagreb studiert hat, lässt einen jugendlichen Außenseiter vom Bosnien-Krieg erzählen. Das Ziel, ein Stück Geschichte aus den 90-er Jahren zurück ins Bewusstsein zu rufen, erreicht sein Debütroman bei mir nicht. Mit den Augen des kleinen Viktor, der Einsamkeit, Hunger und Angst erfährt, aber keine politischen Zusammenhänge versteht, will Kordic die Ereignisse nüchtern und wertfrei betrachten. An dem Paradox, schreckliche Geschehnisse eines Krieges zu beschreiben, die man eigentlich nicht beschreiben kann, scheitert allerdings die Sprache, in der er den Jungen erzählen lässt.

Dass das Buch durchgängig im Präsens verfasst ist (z.B. heißt es auf S. 41 über einen Friedhof: „Die Menschen, die da liegen, sterben alle in den gleichen Jahren.“), hat mich nicht in eine kindliche Perspektive versetzt und mit dem Jungen mitfühlen lassen, sondern mich je länger, je mehr verärgert. Gibt es für Kinder nichts als Gleichzeitigkeit? So kindlich ist die Perspektive dann doch wieder nicht, wenn das Kind Worte wie „digital“ (S. 84) benutzt.

Ein verstörendes, „düsteres“, „todtrauriges“ Buch - so Charakterisierungen in Feuilletons - über ein düsteres, todtrauriges Kapitel europäischer Geschichte lasse ich mir gefallen. Aber ich frage mich: Muss der Leser beim Lesen die Orientierung verlieren, um die Wirren eines Bürgerkrieges und die Orientierungslosigkeit des umherirrenden Jungen nachempfinden zu können? Muss man in einem rätselhaften Stil schreiben, um die Rätselhaftigkeit der Welt zu beschreiben?
Profile Image for Angela.
10 reviews16 followers
February 12, 2014
Ach, ich gebe einfach mal wieder fünf Sterne. Was ist schon perfekt?
Zunächst mal: Das Buch ist kurz, das ist an sich schon einen Stern wert. Außerdem habe ich sehr viel gelernt über diesen Krieg, der damals so weit weg für mich war, vielleicht gerade, weil er so unfassbar nah an uns war, praktisch mitten in Europa. Schäme mich ein bisschen dafür, dass ich damals so ignorant war und lese nochmal einiges nach. Dieses konsequente Präsens ist eigen, aber nur an wenigen Stellen dachte ich kurz, das hätte man doch einfacher haben können, es gibt doch unterschiedliche Zeiten. Funktioniert schon. Vor allem funktioniert die Kindersicht m.E. hier mal wirklich gut. Zu authentisch darf diese Sicht nicht sein, sonst ist es uninteressant, egal, das habe ich auch alles schon mal irgendwo geschrieben. Großartiger Protagonist. Den letzten Stern von vier ("eh gut") zu fünf gibt es für eine Schulterdystokie-Entbindung made by Oma mit dem großen Messer, KEIN Schmarrn aus gynäkologischen Gründen.
Profile Image for Barbara.
723 reviews27 followers
July 28, 2015
Inhaltlich gute 3 Sterne. Der Bosnienkrieg wird aus Viktors Sicht geschildert, einem Jungen mit angeborenem krummen Rücken und auch sonst wenig ansehlicher Gestalt, zuerst die frühe Kindheit in der Familie, dann in einem Heim und schließlich schlägt er sich auf eigene Faust durch und tut sich mit einem "Zigeunerjungen" zusammen. Aber ein Stern Abzug für das durchgehende Präsens (nur an 4 Stellen habe ich ein Perfekt entdeckt). Das hat mit kindlichem (oder minderbemitteltem?!) Erzählen nichts zu tun, sondern wirkt unnatürlich und erschwert das Verständnis der nicht chronologisch wiedergegebenen Geschichte.
Profile Image for Gwendolinepeepingtom.
149 reviews4 followers
May 20, 2014
Eine ergreifende Geschichte. Leider konnte ich mich nicht wirklich an den Stil gewöhnen. Der Versuch wie ein Kind zu klingen ist zwar gelungen, trotzdem liest es sich nicht besonders schön.
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

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