Das ist in der Tat ein Leben, das der Mann da beschreibt. Wer immer den Begriff name-dropping erfunden hat, er muss an Riess gedacht haben. Als Kind geht es mit Werner Krauß los. Dann kommen Reinhardt, Garbo, Josephine Baker und dutzende, hunderte andere. Die Bekanntschaft mit jeder einzelnen dieser Personen würde einen Menschen mit Stolz erfüllen. Aber was hat er getan in dem Leben? Nun er war ein guter Sportreporter, sagt er, und schließlich Nur-Journalist. Natürlich immer am Puls der Zeit. Hat selbstverständlich die Greuel der Nazi (immer mit diesem Plural) aus der Emigration erlebt, da er, schlau, früh gegangen war. Bis auf seine Rückkehr, wo er als Spion, den Weltkrieg mitgewonnen hat. Klingt jetzt sarkastischer als es gemeint ist. Denn er hat ja mindestens ein gutes Buch über Hollywood geschrieben. Mit diesem zwei.