Erich Mühsams Tagebücher, jahrzehntelang unter Verschluss gehalten, zeigen den anarchistischen Schrifsteller, Bohemien und Revolutionär erstmals von seiner privatesten Seite. Zwischen 1910 und 1025 hielt Mühsam die kulturell und politischen Umbrüche einer bewegten Zeit fest, die er in vielfältiger Weise mitgestaltete. Mühsams Aufzeichnungen sind eine illustre Chronik der Münchener Boheme; sie schildern seine Affären, Begegnungen, Aktionen, seine Erfolge und Niederlagen, sein Wirken als Dichter und Agitator, seine Konflikte mit der Staatsgewalt.
Erich Mühsam (6 April 1878 – 10 July 1934) was a German-Jewish antimilitarist anarchist essayist, poet and playwright. He emerged at the end of World War I as one of the leading agitators for a federated Bavarian Soviet Republic.
Also a cabaret performer, he achieved international prominence during the years of the Weimar Republic for works which, before Hitler came to power in 1933, condemned Nazism and satirized the future dictator. Mühsam was murdered in the Oranienburg concentration camp in 1934.