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Enja, Tochter der Highlands #3

Der Clan der Highlanderin

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Schottland, 1314: Enja führt mit ihrem Ehemann, dem Schotten James ein Leben zwischen Krieg und Tod im Kampf gegen die Engländer. Doch trotz ihrer großen Liebe wird Enjas Vertrauen erschüttert, als eine schwangere Frau aus James’ Vergangenheit auftaucht. Enja stürzt sich mit den Schotten in den Kampf um Irland und begegnet einem Söldner, der ihr auffallend ähnlich ist. Er stammt aus dem Dorf, in dem sie aufgewachsen ist, und schürt in ihr die Sehnsucht nach der Heimat. Doch ihr Herz schlägt für die Highlands, für ihren Clan – und für James. Sie muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen.

508 pages, Kindle Edition

First published October 11, 2022

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About the author

Eva Fellner

21 books35 followers
Eva Fellner, whose full name is Eva Fellner von Feldegg, was born in 1968 in Murnau, upper Bavaria, and initially worked as editor-in-chief of a specialist trade magazine. She founded a digital marketing agency and traveled extensively. China and South Africa became a second home for her. In addition to Asian martial arts, she has always been interested in history, strong women and the world of the Middle Ages. She is convinced that the most beautiful stories are written by life.

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Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Sophia Wordworld.
1,239 reviews23 followers
November 10, 2022
Als die Autorin Eva Fellner sich bei mir meldete und "Der Clan der Highlanderin" ankündigte, war ich sofort Feuer und Flamme, dass die Geschichte um die Kämpferin Enja in eine weitere Runde gehen wird. Schon in "Die Highlanderin" und "Der Weg der Highlanderin" hat Eva Fellner auf eindrucksvolle und unterhaltsame Art und Weise bewiesen, dass es möglich ist, eine Geschichte über Assassinen, Medikusse und Highlander vor der Kulisse des schottischen Unabhängigkeitskrieges am turbulenten Anfang des 14. Jahrhunderts zu erzählen und hat mich total süchtig nach dieser verrückten Mischung werden lassen. Band 3 der Reihe, "Der Clan der Highlanderin" führt nun wieder hochspannend, komplex und gut recherchiert durch die schottische Historie und führt uns dabei zu den Wurzeln unserer besonderen Heldin...

Das Cover des Aufbau Verlags zeigt wieder eine Frau mit wehendem Kleid und roten offenen Haaren, die von einem schroffen Felsen auf eine raue, gewitterumwölkte Landschaft hinabblickt, über der der Titel in großen, goldenen Letter schwebt. Auch wenn diese Aufmachung sehr typisch für das Genre ist, gefällt mir die Gestaltung als Ganzes wieder sehr gut. Schade ist nur, dass die abgebildete Frau nur sehr wenig an unsere Protagonistin Enja erinnert, die zum einen sehr helle, fast schon weiße Haare hat und zum anderen keine Kleider trägt. Innerhalb der Buchdeckel ist die Geschichte in 16 größere Kapitel geteilt, die abwechselnd an unterschiedlichen Schauplätzen spielen. Jene Kapitel sind dann nochmal in kürzere Szenen gegliedert, sodass man auch als Fan von kurzen Kapiteln auf seine Kosten kommt.

Erster Satz: "Die kalte Winternacht war früh über der Burg Caerlaverock hereingebrochen und ließ die Menschen schon weit vor Mitternacht einen warmen Schlafplatz aufsuchen."

Am besten starten wir den inhaltlichen Teil der Rezension mit einer kleinen Rekapitulation, wo wir zu Beginn der Handlung von "Der Clan der Highlanderin" stehen und wo Band 2, von dem ich damals dachte, dass er das Finale der Reihe sein sollte, gestoppt hat. Wir beginnen in Schottland auf Enjas Burg Caerlaverock im Januar 1315. Enja hat sich nach ihrer schweren Rückverletzung und der Geburt ihrer Tochter überraschend von ihrer Lähmung erholt und ist zu ihrer alten Form als Kriegerin und Clanführerin zurückgekehrt. Als sie sich für einen Auftrag und die Suche nach ihrem in Irland verschollenen Freund Cathal abermals in ein fremdes Land aufmacht, weiß sie noch nicht, dass sie nicht nur zwischen die Fronten eines lokalen Machtkampfes gerät und abermals für den schottischen König kämpfen muss, sondern auch einen Mann aus ihrer Heimat die Rätsel ihrer Herkunft neu aufleben lassen wird...

Wie schon bei Band 1 und 2 hat mir wieder sehr gut gefallen, dass man die Geschichte sowohl als historischen Roman, als auch als Abenteuerroman lesen kann, da "Der Clan der Highlanderin" sich zu keinem Zeitpunkt in langen Ausführungen oder Erklärungen des politischen Klimas verliert, sondern sich stark auf die Erlebnisse der Protagonisten konzentriert. Spannend ist auch, dass Eva Fellner hier Wahres mit Fiktion mischt und vergangene Zeiten auf eher moderne Einstellungen treffen lässt. Was genau nach historischen Überlieferungen wirklich passiert ist und welche Ereignisse ihrer eigenen Fantasie entstammen, erklärt die Autorin in einem kurzen Nachwort. Die Frage, ob alles, was hier im Laufe der Handlung passiert, wirklich realistisch ist, fegt die Autorin dabei sehr geschickt vom Tisch, in dem sie die Figuren selbst erkennen lässt, dass Enja erstaunlich viel Glück zu haben scheint. "Der Clan der Highlanderin" landet zwar nicht wirklich in der Mystik-Schiene, die Enjas weitsichtige Instinkte oder ihr Talent, sich wahnsinnig schnell anzupassen, oder zu heilen, mit Magie zu erklären versucht. Durch das Einbinden von Vorsehung, Schicksal und Religion wird das unwahrscheinlich Erscheinende jedoch passend eingebettet, sodass es im Gesamtkontext stimmig wirkt.

Mit Irland bekommen wir hier einen neuen Schauplatz präsentiert, wodurch der Konflikt zwischen Schottland und England deutlich komplexer wird. Dadurch braucht die Handlung eine ganze Weile, um in Schwung zu kommen und die historischen Fakten wirkten im Gegensatz zu den vorherigen Bänden, die durch die unterschiedlichen Zeitebenen abwechslungsreicher waren, manchmal ein wenig träge. Dafür hat Band 3 gegenüber den vorherigen Bänden eine andere große Stärke: Mein Hauptkritikpunkt in meinen Rezensionen zu Band 1 und 2 waren der zeitweise fehlende rote Faden. In "Der Clan der Highlanderin" haben wir nun zum ersten Mal einen von vorn bis hinten runden Handlungsaufbau und einen abgeschlossenen Spannungsbogen, was die Geschichte deutlich leichter zu lesen macht. Mit der komplexen und verschachtelten Erzählweise und den irritierenden Perspektivwechsel kann ich mich allerdings nach wie vor nicht anfreunden. Denn statt durchgängig aus der Sicht der Protagonistin Enja zu erzählen, wechseln sich hier Er-Erzähler aus den Perspektiven von wichtigen Nebenfiguren wie Hal oder James und auktoriale Zwischenepisoden mit dem personalen Ich-Erzähler ab. Dazu kommt, dass die Autorin hier nicht nur mit ihren Erzählperspektiven jongliert, sondern der Roman wie bereits erwähnt auf verschiedenen Zeitebenen und an unterschiedlichen Spielorten rangiert. Durch den nüchternen, aber flüssigen Schreibstil der Autorin gehen die einzelnen Motive der Handlung - Wikinger, Orient, Medicus, Harem, Assassinen, Highlander, Provinzkönige, Krieg, Piraten, Klöster und Pest - überraschend flüssig ineinander über und man gewöhnt sich mit der Zeit an die verschachtelte Erzählweise.

In dieser Fortsetzung rückt nun die Protagonistin und deren Herkunft stärker in den Vordergrund. In meiner Rezension zu Band 1 hatte ich kritisiert, dass sich die Autorin während ihrer komplexen Handlung nicht genügend Zeit für die Gefühle ihrer Figur nimmt und uns die spätere stahlharte Kriegerin emotional ferner bleibt als die junge Enja, die wir in den Rückblicken erleben. Während sie in Band 2 emotional stark gereift ist und auch Verletzlichkeit und Komplexe gezeigt hat, präsentiert sie hier wieder einige kalte Seiten an sich. Schon als sie zu Beginn des Buches ihr neugeborenes Kind und ihren Ehemann ohne viel Federlesen verlässt, um in ein neues Abenteuer aufzubrechen, wird klar, dass für sie ihre Identität als Kriegerin, Clanführerin und Heilerin an erster Stelle steht. Ehefrau und Mutter ist sie nur halbherzig und auch in anderen Situationen wie beispielsweise ihrer Affäre mit Ragnar tritt sie gefühlskalt und skrupellos auf. Das hat für mich aber sehr gut zu ihrem Charakter gepasst, der zwar mit Selbstbewusstsein, Stärke und Cleverness überzeugt, aber auch teilweise arrogant und egozentrisch erscheint. Übelnehmen können wir das dieser starker Frau, die sich im gegebenen historischen Kontext emanzipiert, sich für Heilkunde, Fortschritt und Forschung einsetzt und stark aus dem Klischee der Historien-Protagonistinnen ausbricht, aber nicht. Nicht zuletzt da die Autorin immer wieder einwirft, dass wir über ihr Verhalten anders urteilen würden, wenn es sich bei ihr um einen Mann handeln würde...

"Warum habe ich so eine Frau wie dich noch nie getroffen?", flüsterte er mir jetzt ins Ohr (...) "Weil die Welt nicht mehr als eine Frau wie mich erträgt."

Das Ende der Geschichte findet nach einem Showdown, in dem sich alle Handlungsstränge begegnen ein ausreichend abgeschlossenes Ende, das jedoch Lust auf mehr macht. Ob es einen vierten Band der Highlanderin geben wird, ist noch nicht ganz sicher, mich würde es aber auf jeden Fall freuen!


Fazit:

"Der Clan der Highlanderin" führt wieder hochspannend, komplex und gut recherchiert durch die schottische Historie und führt uns dabei zu den Wurzeln unserer besonderen Heldin... Dieser dritte Band ist zwar etwas weniger abwechslungsreich und abenteuerlich als die Vorgängerbände, kann dafür aber mit einem runden Handlungsaufbau, einem durchgängigen roten Faden und einen abgeschlossenen Spannungsbogen punkten, weshalb es trotz kleiner Schwächen mein bisheriger Lieblingsband der Reihe ist.
Profile Image for Klusi.
86 reviews
December 29, 2022
Der dritte Band dieser großartigen Reihe schließt sich sehr eng an den Vorgänger an. Er spielt im Jahr 1314. Enja hat sich von den Folgen ihrer Verletzungen nach der Schlacht um Bannockburn weitgehend erholt und ist schon wieder dabei, sich für die Rechte der Schwächsten einzusetzen und Unrecht an Frauen zu rächen. Als ihr Ehemann eines Tages eine schwangere Dame mit nach Caerlaverock bringt, zieht sie allerdings ihre eigenen Schlüsse, mit weitreichenden Folgen...
Wenig später bricht sie zu einer Reise nach Irland auf, um nach ihrem alten Freund und Kampfgefährten Cathal zu suchen. In Irland erwartet sie und ihre Gefährtinnen Winnie und Kalay eine lange, abenteuerliche Reise. Enja gerät immer wieder in Gewissenskonflikte zwischen ihren Eigenschaften als Heilerin und als Kriegerin. Beides lässt sich nicht immer so einfach vereinbaren. Von ihren Kameradinnen muss sie sich sehr bald trennen, denn sie fühlt sich verpflichtet, den Menschen zu helfen, die in einem Dorf erkrankt sind. Kalay und Winnie setzen inzwischen die Reise fort. Ein weiteres Mal wird Enjas Heilwissen gebraucht, als sie einen schwer verletzten Söldner findet. Ragnar ist ein Gallowglass, und Enja spürt eine eigenartige Verbundenheit zu dem rauen Mann. Durch ihn wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Auch dieser dritte Teil um Enja hat mich wieder fasziniert. Er hat jede Menge Abenteuer und fesselnde Situationen zu bieten. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr und auch die Art und Weise, wie sie historische Gegebenheiten in ihren fiktiven Plot sehr gekonnt einfügt. Die politischen Wirren rund im Robert Bruce, der seinen Bruder Edward in Irland als Hochkönig einsetzen möchte, bekommt man quasi spielerisch durch Dialoge der Protagonisten vermittelt. In diesem dritten Band stehen zwei von Enjas Gefährtinnen stärker im Mittelpunkt. Winnie und Kalay sind zwei interessante Frauen, die schier Unmögliches vollbringen aber durchaus auch ihre schwachen Seiten haben. Vor allem Winnie muss einiges aushalten.
Wie schon bei den ersten beiden Bänden, so hatte mich die Handlung auch hier sofort gepackt und nicht mehr losgelassen. Eva Fellner schreibt genau die Art historische Abenteuergeschichten, wie ich sie liebe, mit starken, mutigen Frauen und einem authentischen historischen Hintergrund. Auch der dritte Band ist großartig, keine Frage! Und doch muss ich gestehen, dass mich der Schluss etwas verwirrt hat, denn da habe ich Enja von einer ganz anderen Seite kennengelernt, mit der ich mich nicht so ganz anfreunden konnte. So ist und bleibt der zweite Teil mein unangefochtener Liebling aus diesem Romanzyklus. Allerdings gibt es auch einen kleinen Cliffhanger, der vielleicht auf einen vierten Band hoffen lassen könnte, worüber ich sicher nicht böse wäre.
Profile Image for Elizzy.
477 reviews26 followers
November 28, 2022
Seit dem ersten Band Die Highlanderin bin ich ein grosser Enja Fan. Tatsächlich habe ich erst dank Enja und Eva Fellner das Genre „historischer Roman“ schätzen und lieben gelernt. Denn auch Der Weg der Highlanderin konnte mich von sich überzeugen und umso mehr freute ich mich nun auch den dritten Band der Reihe lesen zu dürfen.

Wir befinden uns auf der Burg Caerlaverock in Schottland. Es ist Januar des Jahres 1315 und wir können die düsteren Gedanken des Medicus lesen. Bereits nach den ersten paar Zeilen wird man wieder in diese Welt und diese Zeit hineingezogen.

Enja erhält gleich zu Beginn einen Auftrag, der sie diesmal nach Irland führt! Ein neues Land und damit neue Abenteuer und Hindernisse. Auf der Suche nach ihrem verschollenen Freund Cathal verkleidet sie sich diesmal als männlicher Medicus und trifft alsbald auf Ragnar. Ein Söldner, der mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun hat, als man zu Anfangs denkt.

Schnell spitzt sich die Situation zwischen den beiden zu und es folgen einige spicy Szenen. Doch neben der Geschichte rund um Enja erfährt man auch diesmal viel historisches Hintergrundwissen. Aus der Sicht von Irland wird der Konflikt zwischen England und Schottland nochmals in ein anderes Licht gerückt. Ich mochte es sehr, wie Eva es schaffte, mich durch die historischen Fakten zu lotsen und mir dabei doch gute Unterhaltung mit Enja bot.

Enja ist nach wie vor ein starker Charakter der sicherlich nicht jedem sympathisch erscheinen mag. Doch genau dies macht sie in meinen Augen so interessant.

Seit ich ihm erklärt hatte, dass ich meine medizinischen Kenntnisse im Orient erworben hatte, beobachteten die Mönche jeden meiner Handgriffe genau.

Der Clan der Highlanderin | S. 295

Und wirft für mich die Frage auf; Muss der Protagonist / die Protagnistin einem immer sympathisch sein? Auch in diesem Band gibt es wieder viele Perspektivenwechsel und wir erhalten nicht nur Einblick in Enjas Welt sondern auch in die von James, Hal und weiteren Nebenfiguren.

Dies kann die Geschichte durchaus etwas schwer erscheinen lassen und an einigen Stellen, war es für mich doch etwas schwierig der Handlung zu folgen. Da fand ich den Stil von Band 1 mit den verschiedenen Zeiten doch etwas übersichtlicher.

Nichtsdestotrotz mag ich den Mix aus Assasinin, Highlander und Könige. Ich mag das man mit vielen Charakteren spielt, das Wikinger, Medicuse und Klöster nebeneinander bestehen können. Ich mag wie das alles flüssig ineinander fliesst und meine Fantasie beflügelt.

Es ist beeindrucken wie es Eva immer wieder schafft historische Fakten mit Fiktion zu vermischen und den Leser damit absolut zu fesseln. Besonders gut finde ich dazu auch ihr Nachwort, das einiges näher erklärt und auch die Schwierigkeit rund um die Geschichte der damaligen Zeit erklärt.

Das Buch macht auf jeden Fall wieder Lust auf mehr und ich bin mir fast sicher – hoffe ja – das es noch einen weiteren Band geben wird!
Schreibstil & Cover

Der Schreibstil war mir teilweise leider etwas zu langatmig und die Sätze zu verschachtelt. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen. Ich fand Band 1 wesentlich leichter zu lesen und hoffe, dass sie im nächsten Buch wieder den Stil etwas ändert. Das Cover ist wirklich schön und passend zum Genre ausgesucht. Doch leider spigelt es nicht wirklich Enja wieder, in meinen Augen stelle ich mir sie ganz anders vor 😀
Würde ich das Buch Empfehlen?

Ja aber man sollte meiner Meinung nach die Vorgeschichte von Enja auf jeden Fall kennen. So wäre es also von Vorteil die Bücher der Reihe nach zu lesen. Eva ist wieder ein spannender Roman gelungen, mit heissen Szenen, gewalttätigen Kriegsplätzen und jeder Menge historischem Wissen. Ein Mix, der viele Leser anziehen wird!

Bewertung
Plot ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)
Profile Image for GI LA.
445 reviews5 followers
January 9, 2023
Der Clan der Highländerin von Eva Fellner

Die Bände bauen aufeinander auf und es ist deshalb zu empfehlen, sie der Reihe nach zu lesen.

Ich habe mich sehr auf den dritten Teil gefreut und bin innerhalb weniger Sätze wieder in die Handlung eingetaucht.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht neben Enya auch ihr langjähriger Weggefährte Cathal.
Dieser konnte nicht mit ansehen, wie Enya mit dem Tod kämpft und anstatt ihr beizustehen, flüchtet er und macht sich auf die Suche nach seinen Wurzeln.

Enya hat sich jedoch von ihren schweren Verletzungen, die sie nach der Schlacht um Bannockburn erlitten hat, erholt und führt auf Burg Caerlaverock in der Abwesenheit ihres Ehemannes James Douglas den Clan an.
Doch dann bringt James eine schwangere junge Frau auf die Burg. Enya ist verletzt und enttäuscht. Gemeinsam mit Winnie und Kalay, reist sie, verkleidet als Mann und Medicus für König Edward II als Spionin nach Irland, um Cathal zu suchen.

Es gibt zwei Handlungsstränge. Einmal begleiten wir Enya bei ihren Abenteuern durch die traumhafte Kulisse der schottischen Highlands und durch Irland und im zweiten Handlungsstrang verfolgen wir, wie Cathal, auf der Suche nach seinen Wurzeln zwischen die Fronten und mitten in die Fehde der Engländer, Iren und Schotten gerät.

Etwas Probleme hatte ich zu Beginn mit dem Wechsel der Erzählperspektiven.
Die Abschnitte von Enya wurden im Gegensatz zum zweiten Handlungsstrang in der Ich-Form geschrieben. So fiel es mir leicht, mich in ihre Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen.
Sie ist eine emanzipierte Frau, die sich im Laufe der Bände konstant weiterentwickelt hat und akzeptiert und ernst genommen wird.

Enya gefiel mir in den ersten Bänden in der Rolle der emanzipierten Frau sehr, aber im dritten Teil fand ich sie nicht mehr so sympathisch. Sie ist teilweise kalt, berechnend und brutal in ihren Handlungen.
Eva Fellner hat ihre Hauptprotagonistin als furchtlose Kriegerin, Heilerin und Heldin gestaltet, die alles und jeden besiegen kann. Ich hätte mir gewünscht, dass sie vielleicht auch einmal in ihre Schranken gewiesen worden wäre.

Und es gibt noch eine Sache, die ich ihr übel genommen habe.
Obwohl sie inzwischen Mutter ist, lässt sie ohne zu zögern ihr Kind zurück und macht sich auf den Weg nach Irland. Sie weiß weder, wann, noch ob sie überhaupt zurückkehrt. Da hätte ich mir gewünscht, dass sie zumindest ein paar Tage unschlüssig ist und darüber nachdenkt.

Die anderen Protagonisten fügen sich gut in die Handlung ein. Egal ob es sich um Cathal, Ragnar, Wimmie, Kalay oder Liam handelt. Sie wirken alle sehr lebendig und haben Ecken und Kanten.

Eva Fellner spart im dritten Teil nicht mit erotischen Begegnungen, die allerdings für meinen Geschmack teilweise etwas zu sehr im Fokus standen.

Wie schon in Teil 1 und 2 hat die Autorin wieder gekonnt geschichtliche Informationen in die Handlung einfließen lassen und mich so immer wieder mit interessantem Hintergrundwissen versorgt. Durch ihren flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil hatte ich die Highlands und Irland bildhaft vor Augen und es ist ihr gelungen, die Atmosphäre wunderbar einzufangen.

Auch wenn mich die Geschichte gut unterhalten hat, ist der dritte Teil ist auf jeden Fall ruhiger als seine Vorgänger.
Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung und 4 Sterne
Profile Image for Sabine.
771 reviews20 followers
November 24, 2022
Der erste Teil um die Highlanderin Enya hatte mich total begeistert, der zweite dann leider ein wenig enttäuscht – daher war ich neugierig, was mich im dritten erwartet; mit den richtigen Erwartungen ist es eine unterhaltsame und spannende Geschichte. Nur den Klappentext sollte man vorher nicht lesen, da er viel zu viel verrät.


Dieser dritte Teil der Reihe um die Heldin Enya baut auf den ersten beiden auf, daher empfehle ich, unbedingt vorher die Vorgänger zu lesen. In diesem Band gibt es zwei parallel laufende Erzählstränge – einmal einen um Cathal, der einst treue Gefährte Enyas, der aber ihren drohenden Tod nicht ertragen konnte und deshalb geflüchtet ist; er macht sich auf die Suche nach seinen Wurzeln und gerät in die Fehde zwischen Iren, Schotten und Engländern. In dem anderen Erzählstrang macht sich Enya als Mann und Medicus verkleidet auf die Suche nach ihrem Freund Cathal. Und auch sie hat dabei wieder einige Abenteuer zu bestehen.


Man sollte das Buch eher als Abenteuerroman sehen und weniger als historisches Werk. Zwar hat die Autorin gut recherchiert und die tatsächlich bestandene Fehde zwischen Iren, Schotten und Engländern auch in die Geschichte verwebt, diese Passagen aber wirkten eher wie eine Aufzählung von geschichtlichen Fakten. Im Vordergrund der Geschichte stehen vielmehr die Abenteuer von Enya und Cathal – neben den Kämpfen, in denen Enya immer wieder als Heldin hervorgeht und bei denen sie übermenschliches leistet, gibt es auch einige Liebesabenteuer zu bestehen. Und wie schon im zweiten Band werden diese von Eva Fellner auch detailliert beschrieben bzw. ausgeschmückt – wenn man das mag, wird man auf seine Kosten kommen, wenn nicht, wird es einem vielleicht an der einen oder anderen Stelle zu viel werden. 


Enya wirkt in diesem Band etwas gereifter und tritt nicht mehr ganz so naiv und unbedarft in jeden sich bietenden Fettnapf. Sie ist eine starke und selbstbewusste Frau, die – zugegebenermaßen als Mann verkleidet – auch in einem testosterongeschwängerten Haufen gut dasteht. Die Autorin lässt keine Gelegenheit aus, ihren stählernen Körper und ihre ausgefeilte Kampfeskunst zu erwähnen – genauso wie ihre attraktiven, weiblichen Züge. Sie ist einfach mit ganzer Seele Kriegerin und Heilerin – und erst an zweiter Stelle dann Mutter und Ehefrau. Und auch wenn ihre Figur völlig unrealistisch gezeichnet ist, mochte ich sie gerne und habe sie in ihrem Abenteuer gerne begleitet. Cathal war in den Vorbänden mein heimlicher Held und Liebling, diesmal wirkt er insgesamt etwas blasser, dafür aber kommen Seiten an ihm zutage, die ich niemals gedacht hätte – denn Cathal zeigt in diesem Band wahre Führer-Qualitäten. 


Der Schreibstil ist sehr modern, flüssig, lebendig und leicht zu lesen. Für mich passt er nicht richtig in einen historischen Roman, da ich das Ganze aber eher als Abenteuergeschichte gesehen habe, konnte ich das verschmerzen. Leider wurden manche Beschreibungen und Attribute immer und immer wiederholt – das fand ich schon ein wenig anstrengend. Irgendwann hatte ich verstanden, dass das schiefe Lächeln attraktiv auf Frauen wirkt… Die Erzählperspektiven wechseln nicht nur zwischen den beiden Erzählebenen, sondern auch zwischen Enya, die als Ich-Erzählerin ihr Erleben berichtet, und einem personalem und auktorialen Erzähler. Ich hatte damit keine Probleme, auch wenn ich manchmal über die raschen Wechsel gestolpert bin.


Der rote Faden der Geschichte war manchmal sehr locker, und es sind die Kämpfe und Abenteuer, die im Vordergrund stehen, weniger die Motivation zu den Schlachten oder das politische Kalkül. Das Ende hat mich überrascht und ich bin nicht sicher, ob ich es mochte, da Enya hier sehr kalt und berechnend rüberkommt. Auf jeden Fall aber lässt es eine Fortsetzung zu – und darauf freue ich mich schon. Diesem Band gebe ich knappe 4 von 5 Sternen.


Mein Fazit
Sieht man den Roman als Abenteuergeschichte und nicht als reinen historischen Roman, dann bietet er gute Unterhaltung und spannende, wie auch erotische Lesestunden. Enya als Heldin, Kriegerin und Heilerin mochte ich gerne und habe sie bei ihrem Abenteuer gerne begleitet. Diesem Buch gebe ich knappe 4 von 5 Sternen.
Profile Image for Andrea Karminrot.
306 reviews6 followers
February 23, 2023
Die Saga um die Highlanderin geht weiter. Obwohl Enja von Caerlaverock im zweiten Teil schwer verletzt wurde und nicht sicher war, ob sie überleben würde, steht sie im Der Clan der Highlanderin, wieder auf den Schlachtfeldern Schottlands.
Der Clan der Highlanderin
Enja ist genesen. Doch das heißt nicht, dass in den schottischen Highlands endlich auch mal Ruhe eingezogen wäre. Die Frage, wer der Hochkönig werden soll, ist noch lange nicht geklärt und die verschieden Clans werden sich niemals konsequent unterwerfen. Und schon gar nicht den Engländern gegenüber, die immer wieder versuchen, die Oberhand zu gewinnen. Enja vermisst ihren besten Weggefährten Cathal der, nachdem Enja dem Tode geweiht schien, verschwunden war. Inzwischen weiß sie, dass er in Irland ist und dort versucht sein eigenes Königreich wieder zurückzuerlangen.
Hätte Enja’s Ehemann James Douglas nicht seine Geliebte nach Caerlaverock geholt, wäre vielleicht noch alles gut gewesen. Doch die Burgherrin kann nicht damit umgehen, dass die schwangere Frau auf ihrer Burg lebt. So beschließt sie Cathal zu suchen und ihn im Kampf zu unterstützen. Dieser hat genug zu tun und trauert insgeheim um seine beste Freundin, die er für tot hält. Was hilft da besser, als sich ins Kampfgetümmel zu stürzen. Seine ganze Wut und Depression mit dem Schwert abzuarbeiten.
Die Geschichte Schottlands
Ich mag die Geschichten um die kampferprobte Enja. Auch das dritte Buch macht immer noch Freude zu lesen. Am Ende bekommt man auch endlich heraus, woher die Highlanderin tatsächlich stammt.
Was mich aber immer wieder anstrengt (und das ist nicht nur in diesem Roman so. Die Geschichte England/ Schottland/ Irland ist nun mal so verzwickt!) sind die vielen schottischen und englischen Herrscher, Clanoberhäupter, Kämpfer. Ich verzweifle daran manchmal ein wenig und lese einfach über die ganzen Verstrickungen hinweg. Dabei glaube ich, wenn man sich einmal richtig damit auseinandersetzen würde, würde man das ganze Kuddelmuddel vielleicht ein bisschen besser verstehen. (Die Autorin schreibt in ihrem Nachwort selber, dass die Geschichte Irlands, Schottland und England sehr verwirrend ist. Das machen die Namen der Herrscher nicht einfacher, da manche sogar doppelt vergeben sind.) Aber auch wenn man darüber hinwegliest, hat man wieder ein wahres Lesevergnügen.
Die Autorin Eva Fellner hat mit der Highlanderin eine Figur geschaffen, die mich immer wieder fesselt. Die mutige und kämpferische Frau, die keine Ahnung hat, wer sie in Wirklichkeit ist, macht auf eine Art süchtig. Dabei steht Enja nicht alleine im Fokus. Cathal,ihr Kampfgefährte seit Kindertagen, kann endlich seine Geschichte abschließen. Und auch einige Clanmitglieder haben spannende Geschichten, die den Leser sehr unterhalten. Das Ende lässt wieder hoffen, dass die Eva Fellner noch nicht genug von ihrer gewandten Kämpferin Enja hat. Mal sehen, ob ich recht habe.
5 reviews
October 26, 2025
In Schottland tobt 1314 der Krieg gegen die Engländer weiter. Der schottische König Robert I. plant einen Überraschungsangriff auf Irland, bei dem Enja eine wichtige Rolle spielen soll. Enja stürzt sich in diese neue Aufgabe, die für sie zur richtigen Zeit kommt. Das Vertrauen in ihren Ehemann James Douglas wurde durch die Ankunft einer schwangeren Frau aus James‘ Vergangenheit erschüttert. In Irland trifft sie einen Söldner, der ihr auffallend ähnlich sieht und die Sehnsucht nach dem unbekannten Ort ihrer Kindheit weckt.

Enja beweist wieder einmal, welch unglaubliche Kriegerin sie ist. Sie ist aber nicht nur eine Kämpferin, sie ist auch eine hochtalentierte Heilerin. Sie gibt gerne ihr Wissen an junge Frauen und Männer weiter und ihr Lebenswerk ist es, ein Mittel gegen den Wundbrand zu finden. Ein Abschnitt des Romans beschreibt ihren Kampf gegen eine Pandemie.

Enja besteht immer wieder neue Abenteuer und kann sich in einer Männerwelt behaupten. Enja ist eine starke und selbstbewusste Frau, mir ist sie manchmal zu perfekt. Sie wirkt nicht immer glaubwürdig, aber das ist in einem Abenteuerroman nicht so wichtig. Ich finde sie trotzdem sympathisch.

Enja hat eine ungewöhnliche Biografie. Sie ist in Island geboren, hat aber nur wage Erinnerungen an ihre Heimat. Als Kind hat sie ein Schiffsunglück überlebt und ist im Orient aufgewachsen. Dort lernte sie ihren besten Freund Cathal, genannt Hal, kennen. Zusammen kamen sie nach Schottland und kämpften gegen die Engländer, bis Cathal nach Irland aufbrach, um nach seinen Wurzeln zu suchen.

Der Roman ist in einem bildhaften Erzählstil gehalten. Die Charaktere sind lebendig und interessant und entwickeln sich weiter.
Wieder bildet der schottische Unabhängigkeitskrieg den Rahmen für Enjas Geschichte. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und es ist ihr eine gute Mischung aus Fakten und Fiktion gelungen. In einem Nachwort erläutert Eva Fellner die Fakten und sagt, welche künstlerische Freiheit sie sich erlaubt hat. 

Fazit
Der historische Roman “Der Clan der Highlanderin” erzählt Enjas Abenteuer fesselnd und temporeich und es bleibt bis zum Schluss offen, wie sich Enja entscheiden wird. Es hat mir Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen.
Profile Image for Hexenaugen.
163 reviews
October 15, 2022

Ich hatte die beiden ersten Bände bereits als außergewöhnlich gut empfunden und
deswegen freue ich mich über diesen dritten Band besonders.

Auch Band drei führt wieder hoch spannend, komplex und gut recherchiert durch die schottische Historie und dabei wird die Geschichte unserer Heldin zu Ende erzählt.
Es hat mir besonders gut gefallen, dass man das Buch sowohl als historischen Roman, als auch als Abenteuerroman lesen kann.
Das Ende ist wirklich rund und ein würdiger Abschluss von Enjas abenteuerlicher Reise.

Fazit:

Das Buch ist emotional und einfach fantastisch geschrieben, wobei es der Autorin auf jeden Fall gelungen ist, Fiktion und Historie gekonnt zu verschmelzen.
Es ist ein unbedingt lesenswertes Buch, was man unbedingt lesen sollte und es bekommt von mir eine ganz klare Empfehlung.
2,371 reviews7 followers
December 30, 2022
„Der Clan der Highlanderin“ von Eva Fellner ist der dritte Band ihrer abenteuerlichen historischen Saga um die außergewöhnliche Kriegerin Enya.
Enya ist von ihrem schweren Unfall genesen und führt ein Leben an der Seite ihres Ehemannes, des Clanführers James Douglas. Ihre kämpferische Natur kann sie auch als Ehefrau und Mutter nicht unterdrücken, was bei der immer noch bestehenden Bedrohung durch die Engländer auch nicht nötig ist. Als James eine schwangere Unbekannte ohne weitere Erklärung auf ihrer Burg einquartiert, ist Enya außer sich. Umso dankbarer nimmt sie den Auftrag des schottischen Königs an, für ihn als Spionin nach Irland zu gehen. Dort will sie gleichzeitig ihren engsten Vertrauten Cathal suchen, aber sie trifft auch auf eine Verbindung zu ihrer eigenen Vergangenheit.

Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn man die vorangegangenen Bände gelesen hat. Die komplizierte Dynamik zwischen Enya und James, aber auch die gemeinsame Vergangenheit mit Cathal, kann man mit Vorkenntnissen definitiv besser nachvollziehen.
Eva Fellner verknüpft geschickt historische Fakten mit ihrer spannenden Geschichte um die fiktive Heldin Enya. Enya hat mich seit dem ersten Teil absolut beeindruckt und ich kann dadurch auch ihre vielleicht nicht so glücklichen Entscheidungen verstehen. Die Handlung spielt diesmal ausschließlich im Jahr 1315 und führt nicht erneut in die Vergangenheit von Enya, die bereits ausreichend beleuchtet wurde. Es geht nach Irland, wo die Schotten nach den Siegen über die Engländer neuen Boden gewinnen wollen. Enya darf auf ihrer gefährlichen Mission mit ihren Erfahrungen als Spionin, Kriegerin und Medizinerin punkten. Doch sie bleibt auch Frau und Mutter, auch wenn dies zu schweren inneren Konflikten führt.
Ich mag diese außergewöhnliche und starke Frauenfigur, die ihren eigenen Weg geht und immer ihrer inneren Stimme folgt. Aber auch die übrigen Charaktere hat die Autorin vielschichtig und interessant angelegt. James bleibt diesmal eher im Hintergrund, während Cathal ganz neue Seiten zeigen darf. Ragnar ist für mich persönlich nicht nur der gefühllose Söldner, sondern hat auch seine weichen und emotionalen Seiten. Gerade diese Widersprüche machen die Geschichte lebendig.

Mein Fazit:
Das neue Abenteuer von Enya konnte mich wieder komplett fesseln und ich gebe eine klare Leseempfehlung!
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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