Paloma: Das Buch trägt den Namen der Tauben im Flieder, der geflügelten Boten im Azur. 99 Briefe auf der Kreisbahn eines Jahres, von Mai 2006 bis April 2007: "lieber Freund, die weiszen Lilien, die du mir zur Tür gelegt hast, sind eine grosze Lust mein Schreibzimmer voll Glanz und Duft : das wird mich anfeuern zu schreiben", hebt der erste von ihnen an, in den Frühling geschrieben, den dichtenden Vögeln nach. "Fern Schreiben" sind es, an den Freund, den Leser und an ihn, den abwesenden Verbündeten, der dahin ist und doch nie gegangen. Während draußen die Gegenstände wie Bühnenkulissen wechseln und das Leben sich im Fenster vis-à-vis spiegelt, hält Friederike Mayröcker Zwiesprache mit sich selbst: "bin den ganzen Tag am Lauschen : Worte, Wortbilder, Sätze, (…) fliege immer wieder auf und nieder, hierhin und dahin." Paloma ist ein kühnes, poetisches, wildes Buch über den Umgang mit sich und die "Menschen Verhältnisse", die Generalinventur einer großen Dichterin. Über das Schreckgespenst des Alters, die Geisteszerrüttung, den Schwindel siegt eine tiefe Lebenslust, die Glut des Schreibenwollens und die rücksichtslose Hingabe an die alles verwandelnde, tragende, die zum Himmel auffahrende Sprache: "Möchte saphirene Texte schreiben tatsächliches Blau."
Friederike Mayröcker (born 20 December 1924 in Vienna) is an Austrian poet. From 1946 to 1969 Mayröcker was an English teacher at several public schools in Vienna. In 1969 she took a release from working as a teacher and in 1977 she retired early.
She started writing as a 15-year-old. In 1946, she meet Otto Basil who published some of her first works in his avant-garde journal Plan. Mayröcker's poems were published a few years later by renowned literary critic Hans Weigel. She was eventually introduced to the Wiener Gruppe, a group of mostly surrealist and expressionist Austrian authors.
Friederike Mayröcker is recognized as one of the most important contemporary Austrian poets. She also had success with her prose and radio plays. Four of them she wrote together with Ernst Jandl, with whom she lived together from 1954 until his death in 2000.
Her prose is often described as autofictional, since Mayröcker uses quotes of private conversations and excerpts from letters and diaries in her work.
Mayröcker describes her working process as follows: "I live in pictures. I see everything in pictures, my complete past, memories are pictures. I transform pictures into language by climbing into the picture. I walk into it until it becomes language."
A German biographical movie documenting Mayröcker's life and work was released in 2008
Ich mag Friederike Mayröcker eh , was ich interessant finde in der leserfahrung ist dass mir nach dem lesen nicht viel inhalt hängenbleibt und ich das Gefühl hbe die Sprache zwingt in ?gegenwärtigkeit? + ist nur in dem lese moment verständluch + ich mag es sehr weil dadurch die inhaltsebene weit + macht die Sprache so ?roh? Oder der lese process fällt mit der Sprache zusammen + weiß wie es schlau klingt + ich merke dass ich immer sonst das Bedürfnis habe beim lesen aufzudröseln + nach dem lesen sagen zu können um was es geht , und kann ich hier nur auf eine andere art , das bringt mich HIER bei dem buch der Sprache+Sprache näher + eher so wie musikstück wo man weiß was man gehôrt hat aber eben nicht …
auch hier: sehr inspirierender schreibstil. um das ganze buch in einem schlag zu lesen fehlte mir die handlung. ich habe es ausgelehnt. wenn es mir wäre, würde ich es ab und zu aufschlagen und einen beliebigen brief lesen, wenn ich inspiration zum schreiben oder nachdenken bräuchte…