»Vegan leben könnte ich nicht!« Das sagen viele, wenn es um vegane Ernährung geht. Denn am Anfang steht ein scheinbar unüberwindbarer Berg an Fragen – und die Angst, dass man von nun an auf alles verzichten muss, was schmeckt.
Carina Wohlleben zeigt, dass es gar nicht so schwer ist, vegan zu leben – und noch dazu unglaublich vielfältig, nachhaltig und gesund! Sie selbst ernährt sich und ihre Familie seit Langem vegan und hat eine Weiterbildung als vegane Ernährungsberaterin absolviert. Ihr Wissen und viele ihrer ganz persönlichen Erfahrungen teilt sie nun mit allen, die sich fragen, womit sie nun ihren Auflauf überbacken sollen, welche tierischen Inhaltsstoffe in Kosmetika stecken und wie man damit umgeht, wenn die eigene Ernährung mal wieder Diskussionsthema Nr. 1 wird. Sie gibt nützliche Tipps für den Alltag, stellt ihre veganen Basics vor – und sie räumt mit den gängigen Vorurteilen über vegane Ernährung auf. Das alles, ohne mit dem Finger auf andere zu zeigen, denn den »perfekten Veganer« gibt es nicht. Jeder Schritt zählt, so unbedeutend er auch scheinen mag.
Ein Rundum-Sorglos-Paket für alle, die sich für eine vegane Lebensweise und vegane Alternativen interessieren. Mit leichten und alltagstauglichen Rezepten für den Einstieg.
Ich lebe schon seit 25 Jahren vegetarisch, bis vor ein paar Jahren habe ich im Restaurant ab und an noch Fisch gegessen. Was mir so in den sozialen Medien und im Fernsehen an Informationen über Milchtierhaltung zufließt, schockiert mich allerdings in zunehmendem Maße, sodass ich mir vorgenommen habe, mich überwiegend vegan zu ernähren.
Immer wieder kamen mir jedoch Zweifel, wenn ich manche Argumente gegen den Veganismus hörte, ich brauchte kompakte Informationen und jemanden, der meine Zweifel widerlegen kann. Gefunden habe ich über den Kanal ihres Vaters (ihr wisst sicher, dass ich eine Anhängerin von ihm bin) Carina Wohlleben, die selbständig als vegane Ernährungsberaterin tätig ist. Es ist genau das Buch, das ich gebraucht habe.
Zunächst klärt Wohlleben den Begriff des Veganismus und seine Abgrenzung zum Vegetarismus. Sie geht auf die Schwierigkeiten der praktischen Umsetzung des veganen Lebensstils ein und äußert sich auch zum Thema Jagd. Und vor allem erörtert sie Argumente gegen den Fleisch- und Milchkonsum und schlüssige Antworten auf Gegenargumente die mich absolut überzeugen konnten.
Ein richtiger Wissensschatz ist das Kapitel über Nährstoffe, da habe ich so viel in kurzer und klarer Form gelernt! Ich habe jetzt viel bessere Grundlagen, um vegan zu werden, ich weiß, welche Nährstoffe ich brauche und worauf ich für eine vollwertige Mahlzeit achten muss. Auch erfährt man viel über vegane Produkte, von denen man vielleicht noch nichts wusste, sowie über den Sinn und den Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln.
Ganz wichtig auch das Kapitel über vegane Mythen, in dem Carina Wohlleben meine letzten Zweifel beseitigen konnte. Das Buch enthält außerdem viele praktische Tipps, etwa, wie man sich im Restaurant verhalten kann oder mit Streitfragen umgeht, die es leider unter Veganern häufig gibt.
Abgeschlossen wird das Buch durch einige vegane Rezepte, die Spaghetti Bolognese habe ich schon probiert und fand sie sehr lecker.
Ich muss einräumen, dass ich vorerst keine hundertprozentige Veganerin werde. Ich habe noch nichts gefunden, was mir den Fetakäse ersetzt und vor allem den Hartkäse (wobei ich Carina Wohllebens Rezept für eine vegane Alternative noch probieren muss). Da ich nicht in einer Großstadt lebe, gibt es in meinem Umfeld auch wenige Restaurants, die vegane Alternativen anbieten, da werde ich vorerst auf vegetarische Gerichte zurückgreifen, so wie ich es früher mit Fisch gemacht habe. Ich denke, es gilt, je veganer, desto besser.
Carina Wohlleben will Menschen für den Veganismus gewinnen, aber auch Menschen, die einfach nur weniger tierische Produkte konsumieren wollen, auch aus Umweltschutzgründen, können dieses Buch mit Gewinn lesen. Ich fand es unheimlich motivierend und freue mich sehr auf das ergänzende Kochbuch, das Ende dieser Woche erscheint.
Mit dem Thema selbst beschäftige ich mich schon länger, seit mein Sohn (27), seit einem Jahr Veganer, immer wieder mit mir über Massentierhaltungen und die Einflüsse redet, die diese auf unsere Natur haben. Ich denke mal, wir alle sind aufgewachsen mit Milch, Käse, Wurst und natürlich den üblichen Fleischgerichten und es ist einfach normal für uns, dass das auf den Tisch kommt. Hinterfragen tun es die wenigsten, warum auch? Ich selber hab mir schon ab und zu Gedanken gemacht: ich liebe Tiere und diese toten Fleischstücke in der Supermarkt-Theke waren so surreal, wenn ich dagegen Kühe auf der Weide stehen sehe. Aber damit beschäftigt habe ich mich nicht, man will es halt oft einfach nicht wissen.
Die Vegetarier und Veganer sind aber langsam auf dem Vormarsch. In sämtlichen sozialen Medien gibt es immer wieder Beiträge pro und contra, die zahlreich kommentiert werden und bei denen sich leider die Gemüter immer sehr erhitzen. Das ist nicht nur bei dem Thema so, sondern bei den meisten kontroversen Diskussionen, was etwas schade ist.
Carina Wohlleben ist ebenfalls mit dem üblichen Essen aufgewachsen ohne groß darüber nachzudenken. Dabei lebte sie auf einem Hof mit Tieren, die auch regelmäßig geschlachtet wurden und ja, als Kind taten ihr diese Tiere natürlich leid, weil sie es direkt vor Augen hatte wie sie getötet wurden. Der Umbruch kam bei ihr als sie "Cowspiracy" auf netflix gesehen hat. Wenn man das Tierleid so ungeschönt vor Augen geführt bekommt und auch die Auswirkungen der Haltung auf Umwelt und dadurch natürlich auch auf uns Menschen, da beginnt man halt doch etwas mehr darüber nachzudenken. Mir ging es so als ich "Seaspiracy" angeschaut habe - hier ging es um die Meerestiere und ganz ehrlich: danach hat man keine Lust mehr darauf etwas aus dem Meer zu essen. Die Zuchtstationen und das ganze drumherum, die Krankheiten, die Grausamkeit, das ist teilweise wirklich eklig.
Aber zurück zum Buch. Die Autorin beleuchtet das Thema von vielen Seiten und räumt vor allem mit den Vorurteilen auf, die sich hartnäckig halten. Es wäre teurer, zeitintensiver, unnatürlich oder führt zu Mangelerscheinungen etc. Sie erklärt sehr gut, warum diese Mythen nicht der Realität standhalten und hat viele Tipps in welchen Lebensmitteln wir die Nährstoffe finden, die wir tatsächlich brauchen.
Das fand ich dann für mich dann doch tatsächlich etwas kompliziert. Welche Vitamine brauch ich, wie viel davon und wo steckt was davon drin. Ich war noch nie ein Kalorienzähler oder hab auf Kohlehydrate geachtet oder sonstiges, das war mir immer zu zeitaufwändig. Allerdings muss man an sich einfach auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten mit viel Obst und Gemüse und Getreide. Sie hat auch Tipps parat für "Ersatzprodukte", um einen Umstieg leichter zu machen. Das fand ich schon sehr schön, dass hier niemand verurteilt wird und jeder Schritt, weniger Fleisch oder tierische Produkte zu konsumieren, zählt. Wenn jemand unbedingt sein gewohntes Geschmackserlebnis "Wurst" haben möchte kann er mittlerweile eben super auf die vegane Variante ausweichen, warum nicht? Und die Vorwürfe gegen große Konzerne, die jetzt mittlerweile damit werben und natürlich Profit machen wollen: warum nicht? Das Ergebnis zählt und je mehr Menschen darauf zurückgreifen, umso mehr Unternehmen werden umdenken.
Carina Wohlleben sagt zwar geradeheraus, dass es eine große Umstellung wird, da sich die ganze Lebenseinstellung ja mit ändert, aber manchmal wirkt es einfacher, als ich es selbst empfinde. Ich esse ja seit einigen Monaten vegetarisch, was tatsächlich keine Schwierigkeiten macht. Vegan ist aber für mich dann doch eine andere Hausnummer. Es gibt zum Glück viel Auswahl in den Supermärkten und wirklich guten Ersatz für Sahne z. B. oder auch überbackenen Käse. Aber es gibt eben auch viele versteckte tierische Zusätze, die man gar nicht kennt. Es war ein echter Schock für mich dass in Weichspüler z. B. tierische Fette u.ä. enthalten ist! Hier auf einen veganen umzusteigen war einfach und klar für mich. Anderes weiß man nicht weil sie diese ominösen Bezeichnungen haben wie E920 (Tierhaare, Federn) in Brot und Backwaren zum Beispiel oder E120 (gemahlene Schildläuse), oft der rote Farbstoff in Kosmetika oder Lollis/Zuckerstreuseln.
Die Autorin lebt mittlerweile völlig vegan und hat sich als Ernährungsberaterin ausgebildet. Aber sie beschreibt offen und ehrlich, wie auch sie anfangs manchmal "schwach" geworden ist während der Umstellung. Was ja auch nicht schlimm ist. Der Geschmack den wir uns angewöhnt haben muss sich auch erstmal umstellen, genauso wie unsere Verdauung und das braucht nun mal seine Zeit.
Ich fand das Buch jedenfalls sehr inspirierend und es gibt auch einige vegane Rezepte, die man gut ausprobieren kann.
Es sind sogar schon ein paar leckere Rezepte zum Ausprobieren im Buch zu finden.
Vor kurzem hat Carina Wohlleben dazu noch ein eigenes Kochbuch herausgebracht mit tollen bekannten Lieblingsrezepten - smart abgewandelt für Veganer. Das durfte nun auch noch bei mir einziehen. Die Bilder zu den Rezepten sehen so gut aus, dass auch überzeugte Fleischesser kaum einen Unterschied sehen - ich bin gespannt!
Carina Wohlleben nimmt die Mythen einer veganen Lebenseinstellung unter die Lupe. Hat man mit einer veganen Ernährung wirklich Mangelerscheinungen? Würde der Konsum von Soja durch Veganer:innen wirklich zur beschleunigten Abrodung des Amazonas führen? Darf man schmerz spürende Pflanzen konsumieren?
Sehr eindrücklich kontert Carina gegen die gängigsten Argumente von Mischköster:innen, die eine vegane Ernährung kritisieren.
On top gibt sie viele wertvolle Tipps zum Thema Nährstoffe, Einkaufsverhalten. Am Ende des Buches befinden sich viele gute Rezepte, die den Einstieg in die vegane Ernährung vereinfachen.
In "Ganz entspannt vegan" zeigt uns die zertifizierte vegane Ernährungsberaterin Carina Wohlleben wie der Einstieg in eine ausgewogene vegane Ernährung gelingen kann.
Nachdem sie in den ersten Kapiteln einige gute Gründe für eine vegane Ernährung vorgestellt hat, erklärt sie im Folgenden welche potentiell kritischen Nährstoffe es gibt und wie man diese mit den richtigen Lebensmitteln geschickt in seine Ernährung integriert. Sie räumt mit veganen Mythen auf und - dieses Kapitel fand ich besonders spannend - erläutert wie man die Herausforderungen in einem veganen Alltag meistert.
Für Menschen, die mit dem Gedanken spielen ihre Ernährung umzustellen, ist dieses Buch hervorragend geeignet. Es gibt einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Themen, die zu beachten sind und erleichtert einem den Umstieg damit ungemein. Carina Wohlleben erklärt wissenschaftliche Themen leicht verständlich und gibt zudem wertvolle Alltagstipps.
Da ich mich nun etwas über ein Jahr vegan ernähre, waren mir die meisten Dinge aus diesem Ratgeber bereits bekannt. Aber ich fand die Zusammenfassung dennoch sehr interessant und gerade die Kapitel über die kritischen Nährstoffe haben mich dazu veranlasst noch einmal einen genaueren Blick auf meine Ernährung zu werfen. Wie eben erwähnt hat mir das Kapitel über die Herausforderungen im Alltag besonders gut gefallen, da diese tatsächlich wesentlich größer sind als der private Umstieg (in den eigenen vier Wänden) selbst. Sei es ein Besuch im Restaurant, die besorgten Fragen von Bekannten, vor all diesen Herausforderungen stand die Autorin selbst schon viele Male und gibt wertvolle Tipps wie man mit diesen Situationen am besten umgeht.
Fazit: "Ganz entspannt vegan" ist ein umfassender Ratgeber, der Menschen perfekt bei ihrer Umstellung zur veganen Ernährung unterstützt.
3,5 In a relaxed, almost jolly tone, the author shares many anecdotes from her childhood and her life as an adult and mother. She tells openly why she switched to a vegan lifestyle and how she gradually integrated it into her everyday life. Talks about the often unexpected and sometimes unpleasant challenges and how she deals with them. The language and tone of voice are always friendly and easy to read. Even when it came to dietary supplements, she couldn't really convince me. As much as I liked the entertaining style, at some points it got too complicated or sounded very awkward.
Carina Wohlleben couldn't really convince me with this book. No question, it is pleasant to read and one or the other new piece of information was included for me. Nevertheless, some things in this non-fiction book sound complicated and some of the author's anecdotes sound anything but relaxed and easy. If you haven't read anything on this topic yet, you're sure to find out a lot of interesting and new things here. Personally, I expected a little more from the book.
Ein wundervolles und informatives Buch, perfekt für alle, die sich genauer mit dem Thema vegane Ernährung auseinandersetzen wollen. Carina Wohlleben räumt mit Vorurteilen und Mythen rund um Veganismus auf, erklärt das Prinzip der kognitive Dissonanz, auf das viele Veganer:innen stoßen, und gibt einen umfassenden Überblick über Nährstoffe (welche finden wir wo und wie viel brauen wir wovon?) und Tipps, um eine vegane Ernährung umzusetzen.
Ein kurzweiliges Buch für alle, die sich näher mit dem Thema auseinandersetzen wollen!