Bin selber in der Nähe des Ruhrpotts aufgewachsen und weiß deswegen, dass der Autor nicht übertreibt. Er liefert ein amüsantes Portrait des Ruhrpotts und es tauchen Gestalten auf, die mir so ähnlich auch begegnet sind (Grüße gehen raus an Frau Quambusch (R.I.P.) und Biggi aus Duisburg-Ruhrort). Ich mag auch den Plot, nur am Ende wirkt es etwas schräg, dass der Autor bei allem Gelsenkirchener Realismus es allzu dick und kitschig aufträgt mit dem Happy End. Es hieß doch die Menschen aus dem Ruhrpott würden Schönheit finden, wo andere nicht mal suchen? In diesem Sinne hätte es nicht geschadet, wenn Andi Sikorra wenigstens kurz mal in den Knast gegangen wäre. Abgesehen vom Gesagten ist der Roman ein großes Lesevergnügen.