Nach dem großen Erfolg, den „Heilig Blut“, der aus dem Nachlass herausgegebene, zu Lebzeiten Elsners nur in russischer Übersetzung erschienene Roman im Frühjahr 2007 hatte, folgt nun eine zweite sensationelle Entdeckung: „Otto, der Großaktionär“, ein Roman Elsners, der in den Achtzigerjahren entstand und komplett fertiggestellt wurde, jedoch nie erschienen ist. Die Figur „Otto, der Großaktionär“, eine Randfigur in Elsners Roman „Das Windei“ von 1987, erhält hier ein eigenes Leben. Da er einige wenige Aktien an der Chemiefirma hält, in der er bei Tierversuchen zuarbeitet, glaubt Otto Rölz, ein älterer Arbeiter, es könne ihm nun nichts Schlimmeres passieren. Doch schon bald reicht das Geld nicht mehr, und um den Lebensstandart halten zu können, muss er sich lebensgefährlichen Medikamentenversuchen aussetzen. Doch selbst das verhindert nicht, dass er bald die erste seiner wenigen Aktien verkaufen muss. „Otto, der Großaktionär“ ist schon insofern eine Rarität, als sich Elsner hier erstmals mit der Lebenswelt der Arbeiter auseinandergesetzt hat. Und bedeutend ist diese Satire gerade jetzt, da „Volksaktien“ Wohlstand für alle versprechen, die Teilhabe am Unternehmen aber nicht vor der Entlassung schützt. In ihrem Nachwort ordnet die Herausgeberin Christine Künzel den Text in Elsners Werk und in die Gegenwartsliteratur ein.
Elsner was born in Nuremberg, Middle Franconia. In 1959, she went to Vienna to study philosophy, Germanic letters and drama.
Elsner then lived as a freelance writer in various places: Lake Starnberg, Frankfurt, in Rome from 1963 to 1964, in London from 1964 to 1970, then in Paris, Hamburg, New York, and finally in Munich.
She was among the members of Gruppe 47, which also included Günter Grass and Heinrich Böll.
In her 1970 novel Berührungsverbot, several couples try to transcend the limits of the bourgeois sexual mores of their middle-class background by engaging in group sex orgies. In Switzerland, a journal that published excerpts from the novel was banned, and in Austria it was attacked as harmful to children.
Elsner described herself as a Leninist. She was a long lasting member of the German Communist Party.
Elsner committed suicide by jumping out of a window, in Munich, on 13 May 1992.
Eine Art links geprägter CANDIDE ist dieser Roman, der satirisch durchaus beklagenswerte Dinge aufzeigt, dies aber meiner Ansicht nach mit einem starken Hang zu Plattitüden erzählt und dadurch seine Bitterkeit durch einen einfach gestrickten humoresken Ton übertönt.
Was alles insgesamt dann leider etwas mit etwas weniger Relevanz versieht, als es möglich und vielleicht auch nötig wäre.