Die Autorin hat mit 31 Jahren innerhalb weniger Wochen ihre Mutter an Krebs verloren. Sie beschreibt in diesem Buch sehr eindrücklich ihre Trauerzeit, von der sie drei Wochen auf Lanzarote verbringt. Auf dieser Reise durch ihre Trauer dürfen wir Britta Buchholz begleiten. Diese Teile lesen sich wie ein Roman in Tagebuchform. Darüber hinaus gibt es viele nützliche Informationen und Gedanken zum Thema Trauer.
Mich hat dieses Buch sehr berührt und gefesselt. Insbesondere, weil es nicht das "klassische Trauerbuch" ist, in dem Verstorbene auf einen goldenen Thron gehoben werden und die eigene Beziehung zum Verstorbenen kaum eine Rolle zu spielen scheint. Hier ist es definitiv anders. Britta Buchholz reflektiert sehr ehrlich ihre Beziehung zu ihrer Mutter und was ihr Tod für ihr Weiterleben bedeutet. Sie erlebt die Berg- und Talfahrt der Trauer und teilt offen beides mit uns.
Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen. Das Thema Trauer und vor allem die Trauer um die eigene Mutter betrifft uns alle. Auch, wenn jemand kein gutes Verhältnis oder keinen Kontakt mehr zu der eigenen Mutter hat, ist das in gewisser Form ein Verlust und eine Trauer. Der Schreibstil ist sehr authentisch und gut lesbar, sodass jeder für sich etwas mitnehmen kann. Leider ist das Thema immer noch ein Tabu in unserer Gesellschaft - dieses Buch hilft es weiter zu enttabuisieren. Trauer ist keine Privatsache, Trauer geht uns alle an. Eine klare Empfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐ von mir.