Deutschland in der nahen Der Algorithmus Cyb hat die Anzahl der Verbrechen auf ein Minimum reduziert. Seine Berechnungen basieren auf der Analyse Tausender persönlicher Daten im Internet. Cyb greift ein, noch bevor die Tat verübt wird. Und mit jedem erfolgreichen Fall lernt die KI dazu. Visionär Micah ist mit der Programmierung des Codes zum Helden des modernen Cyber-Zeitalters geworden, und dank seines Geschäftspartners Kyle zu einem der reichsten Männer der Republik. Doch als die Journalistin Lotta Schwarz ungeheuerliche Vorwürfe gegen Cyb erhebt, gerät Micah in einen Strudel aus Machtpolitik und Intrigen ...
Micah hatte einen Traum oder eine Vision. Er wollte ein System erstellen, dass sich ganz der Verbrechensbekämpfung widmet – und sie verhindert, bevor es passiert.
Doch sein Partner Kyle drängt ihm immer mehr zur Schnelligkeit. Ihr Sponsor bekommt immer weniger Anteile, je schneller sie arbeiten. Das möchte er natürlich für sich nutzen.
Als all sein Drängen nicht fruchtet, beginnt Kyle an einem Plan B zu arbeiten. Und manipuliert nach und nach ein paar Daten, bis sie jemanden für ihren Prototypen haben …
Wenn das ans Licht kommt, könnte ihr Algorithmus Cyb allerdings in Verruf kommen …
Auf der anderen Seite haben wir Lotta, die für ihren Kollegen – Ravi Korrapati die Wahrheit ans Licht bringen will.
Er Wettlauf mit der Zeit beginnt für alle.
Wir erleben mehrere Seiten gleichzeitig, was echt gut ist. Denn nur Daten ohne Kontext zu haben, kann zu schwerwiegenden Konsequenzen führen und das muss Ravi am eigenen Leib spüren.
Was passiert mit Cyb, wenn die Wahrheit ans Licht kommt? Was ist die Wahrheit?
Ein spannender Cyber Thriller – oder auch Techno-Thriller. Bis zur letzten Seite war ich echt fasziniert davon, was alles geschehen konnte und wie weit dieses Programm in die Privatsphäre eindringt …
Wenn du nur eine reine Audiodatei hat, kannst du eben nicht wissen, wieso du genau solche Gespräche hörst. Du hast nicht das Bild dazu.
Ravi mochte ich übrigens sehr. Er riskiert so viel, um die Wahrheit zu erfahren. Ravi ist Journalist und geht weiter als andere Menschen und genau das ist sein Verhängnis!
Was, wenn Straftaten von einer KI vorausgesehen werden, und die potentiellen Täter noch vor der Tat in das Gefängnis kommen? Klingt nach einer sicheren Welt, oder? Aber was, wenn die KI die falschen Schlüsse zieht?
Die Grundidee des Romans von Solveig Engel gefällt mir wirklich gut, nur hatte ich persönlich leider ein paar keine Probleme mit der Geschichte: - Der Roman ist im Präsens geschrieben. Das liest sich für mich etwas sperrig und ungewöhnlich. Wen das aber nicht stört, sollte flüssiger durch die Geschichte kommen. - Die Namen der Protagonisten: Kyle und Micah heißen die beiden Köpfe von Cyb-Systems, einer deutschen Firma. Warum dann solch englische Namen? Und dagegen heißt die Journalistin einfach nur Lotta Schwarz. Allgemeiner geht es nicht. - Die Beschreibung der Protagnisten: ich wurde nicht warm mit dem knallharten Finazmensch Kyle und dem Programmieren Micah. Auch der Umgang mit der Kollegen und Partnerinnen ist teilweise unmöglich. - Achtung, Spoiler! Der Journalist, der die Recherche über Cyb-Systems aufgetragen bekommt, ist ZUFÄLLIG auch das erst Opfer der KI. Aber aus ganz anderen Gründen. Wenigstens hier hätte man einen Zusammenhang schaffen können.
Aber ansonsten erwartet einen hier eine Geschichte, die unterhält, wenn auch nicht längerfristig im Gedächtnis bleibt. Pluspunkte gibt es für das Setting in Deutschland und der nicht allzu nerdigen Sprache, so dass man auch als Laie recht gut versteht, was Cyb denn so macht.
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Ein solider Tech-Thriller. Ich mochte, dass er auf unterschiedlichen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, dadurch wird es richt dynamisch und es macht wenig, dass man vieles schon früh erahnen kann. Die Charaktere waren mir etwas zu stereotyp, bis auf Ravi sind alle eher eindimensional. Der Schluss war für mich auch etwas zu abrupt bzw zu offen, aber insgesamt gesehen hat mich der Roman schon gut unterhalten, daher drei Sterne.
Wehe, wenn die Algorithmen losgelassen... Und wenn der Mensch für den input verantwortlich ist, braucht man sich über den Mist beim output nicht wundern.