„Wir essen schweigend, was wahrscheinlich besser so ist, weil ich keine Ahnung habe, was ich ihr erzählen sollte, schon gar nicht, warum ich hergekommen bin. Ich weiß es ja selbst nicht. Trotzdem ist in dem Moment, in dem sie mir die Tür geöffnet hat, eine Veränderung in mir vorgegangen, als würde mein Herz schneller schlagen, und mein Kopf gleichzeitig zur Ruhe kommen. Das ist völlig absurd, ich weiß es selbst, aber in Bezug auf Julie war ich wahrscheinlich noch nie sonderlich rational.“
Julie Paige und Cedric Goodier verbindet seit ihrer Jugend eine tiefe Feindschaft. Die beiden haben einfach schon immer das Schlechteste bei dem jeweils anderen hervorgerufen. Fast zehn Jahre lang haben sie sich nicht mehr gesehen und sogar in verschiedenen Städten gewohnt, aber nun kehren sie beide nach Midway zurück. Cedric hat einen Vertrag als Goalie bei den Midway Icefoxes unterschrieben, und Julie kommt nach Hause, um ihre todkranke Tante Annie zu pflegen – wo die zwei erneut aufeinanderstoßen. Die Feindschaft zwischen Julie und Cedric ist nach wie vor vorhanden, aber auf einmal gibt es auch noch völlig andere Gefühle: Anziehung und Leidenschaft spielen plötzlich eine viel größere Rolle als ihre alte Abneigung. Und trotzdem sind die Wunden, die sie früher beim jeweils anderen hinterlassen haben, tief und scheinen unüberwindbar …
Ein prickelnder Liebesroman, der einen den Alltag für eine Weile vergessen lässt.
Hannah Kaiser: Schnulzenromanautorin – und stolz darauf.
Wer wird nicht einen Klopstock loben? Doch wird ihn jeder lesen? - Nein. Wir wollen weniger erhoben und fleißiger gelesen sein. (Lessing)
Wenn man erzählt, dass man gerne Liebesromane liest (oder noch schlimmer: Gerne welche schreibt), bekommt man von seinem Mitmenschen oft ein mitleidiges Lächeln geschenkt. In etwa so, als würde man als erwachsene Frau zugeben, dass man gerne mit Barbie-Puppen spielt. Dabei bin ich fest davon überzeugt, dass es deutlich besser für das Gemüt ist, von etwas Schönem zu lesen, als von Folter, Mord und Totschlag. Und so handeln meine Romane von einem Thema, das wohl so alt ist wie die Menschheit selbst, dennoch nie an Aktualität verliert. Nämlich der wahren, großen Liebe!
Auch wenn dieses Thema auf den ersten Blick stets dasselbe bleiben mag, ist der Weg dorthin immer unterschiedlich. Bis zwei Menschen zueinander finden, gibt es Missverständnisse, die ausgeräumt werden müssen; Ängste, die überwunden werden müssen. Es gibt Irrungen und Wirrungen, lustige sowie traurige Begebenheiten, prickelnde und peinliche Momente. Und zuletzt gibt es, zumindest in meinen Büchern, immer ein Happy End.
Mich selbst haben die Irrungen und Wirrungen des Lebens viel umziehen und vieles erleben lassen: Ich habe eine Ausbildung zur Physiotherapeutin absolviert und ein Studium in Pädagogik und Germanistik abgeschlossen, bevor ich schließlich selbst zum Schreiben gekommen bin. Alles begann mit einem Weihnachtsgeschenk, nämlich einem E-Reader, den mein Mann mir 2011 geschenkt hat. Gelesen habe ich schon immer gern, aber 2012 ist es beinahe zur Besessenheit geworden. Ich habe über zweihundert Bücher gelesen, alle digital, und der lang gehegte Wunsch, selbst etwas zu schreiben, wurde immer größer. Im März 2013 war es dann soweit und ich habe mein erstes Buch veröffentlicht. Seitdem kann ich das Schreiben genauso wenig lassen wie das Lesen. Ich habe nie ernsthaft versucht, bei einem Verlag unterzukommen. Die Unabhängigkeit beim Selfpublishing gefällt mir viel zu sehr, ebenso wie der viele Kontakt zu meinen Leserinnen.