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Das Haus am Deich #1

Das Haus am Deich – Fremde Ufer: Roman | Gefühlvoller Nordsee-Roman

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Salzige Luft, Meeresrauschen, der Ruf der Möwen

In ihrem Roman „Das Haus am Deich – Fremde Ufer“ erzählt SPIEGEL-Bestsellerautorin Regine Kölpin die Geschichte zweier ungleicher Freundinnen. Inspiriert von der Geschichte ihrer eigenen Familie geht es in diesem 1. Band der dreiteiligen Saga um die Jahre 1947 – 1950, um Flucht, Neuanfang und Suche nach Heimat.  
1947: Nach einer dramatischen Flucht aus Stettin findet die junge Frida mit ihren Eltern in der Wesermarsch Zuflucht – Heimat ist es nicht. Um zu überleben, muss die Familie auf einem Bauernhof hart arbeiten; Fridas Traum, Pianistin zu werden, rückt in weite Ferne. Auch ihre Kindheitsfreundin, die Anwaltstochter Erna, kann ihr nicht helfen. Denn auch sie tut sich schwer, in Norddeutschland anzukommen, und findet zudem bei ihren Eltern keinen Halt, als sie unehelich schwanger wird. Erst ein kleines Haus direkt am Deich bringt Hoffnung – auf Wärme, Zugehörigkeit, ja sogar eine neue Heimat!  

Vor der atmosphärischen Kulisse Norddeutschlands entfaltet sich in „Das Haus am Deich“ das Schicksal zweier Frauen und ihrer wahrhaftig, atmosphärisch und bewegend! 

Band 1: Das Haus am Deich – Fremde Ufer
Band 2: Das Haus am Deich – Unruhige Wasser
Band 3: Das Haus am Deich – Sicherer Hafen

463 pages, Kindle Edition

Published September 1, 2021

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About the author

Regine Kölpin

121 books2 followers
Regine Kölpin, geb. 1964 in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen), lebt seit ihrer Kindheit in Friesland an der Nordsee. Sie hat für namhafte Verlage zahlreiche Romane und Kurztexte publiziert und ist auch als Herausgeberin tätig. Regine Kölpin wurde mehrfach ausgezeichnet, z. B. mit dem Bronzenen Homer 2020. Mit ihrem Mann Frank Kölpin lebt sie in einem kleinen idyllischen Dorf an der Küste. Dort konzipieren sie gemeinsam Musik- und Bühnenprojekte und genießen ihr Großfamiliendasein mit fünf erwachsenen Kindern und mehreren Enkelkindern oder lassen sich auf ihren Reisen mit dem Wohnmobil zu Neuem inspirieren.

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Profile Image for Gitti.
1,170 reviews
December 10, 2021
Frida und ihre Eltern sind 1947 auf der Wesermarsch nach ihrer Flucht aus Stettin untergekommen. Dort ist vieles anders und als Flüchtlinge fällt es schwer mit dem Neuanfang. Gerade für Frida ist es schwer, hatte sie doch von einer Karriere als Pianistin geträumt, was nun nicht mehr möglich ist. Ihre Freundin Erna, die mit ihren Eltern in der Nähe untergekommen ist, kann ihr auch nur begrenzt helfen. Ihr Vater ist zwar trotz seiner Vergangenheit wieder auf den Füßen gelandet, aber das Verhältnis zu ihm ist schlecht und als Erna unverheiratet schwanger wird, zerbricht es vollkommen.

Mir hat das Buch gut gefallen. Man erlebt deutlich mit wie vielen Vorurteilen die Vertriebenen damals haben leben müssen und wie schwer ihnen das Leben oft gemacht wurde. Was auch immer wieder betroffen macht ist, wie die Seilschaften der Nazi-Zeit sich gegenseitig unterstützt haben und so schnell wieder zu einflussreichen Menschen geworden sind. Ernas Familie ist dafür ein gutes Beispiel und ich bin schon gespannt, wie es an dieser Stelle im zweiten Band der Reihe weitergehen wird.

Wie schwer es Frauen in dieser Zeit hatten, wird auch sehr deutlich beschrieben. Erna, die als uneheliche Mutter keine Chance auf das eigene Kind hat und Frida, die sich in eine Zwangslage begibt, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. All das hat mich mitfiebern lassen und mich davon überzeugt die Reihe auch weiter lesen zu wollen. Band zwei, Unruhige Wasser, habe ich schon hier und ich versuche ihn bald zu lesen.

Ich kann das Buch empfehlen, ich hatte eine schöne Lesezeit damit, auch wenn ich manchmal sehr wütend ob der Ungerechtigkeiten gegenüber Frida, ihrer Familie und Erna war.
Profile Image for James Eliza.
71 reviews
February 28, 2022
Mir hat der Auftakt der neuen Saga von Regine Kölpin gut gefallen, er macht auf jeden Fall Lust auf mehr Nordsee.

Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die auf einem Deich spazieren gehen, im Hintergrund ist der Leuchtturm und die Nordsee zu sehen. Zeitlich lässt der Roman sich auf die Jahre 1947 bis 1950 eingrenzen. Der Klappentext umreist grob, worum es in dem Roman geht, wobei er die ganze Dramatik nicht abbildet.

Es geht um Flucht und Neuanfang, um Freundschaft und die Rolle der Frau Ende der 40er Jahre, um die Inflation und die Stellung der Vertriebenen in der Gesellschaft. Im Zentrum stehen die beiden 19-jährigen Frauen Frida und Erna, welche zusammen in Stettin das Konservatorium besucht haben. Auf der Flucht vor den Russen haben sich dann ihre Wege getrennt und erst nach einer ganzen Weile schaffen sie es wieder Kontakt zueinander aufzunehmen, wobei das Schicksal mit ihnen recht unterschiedlich verfahren ist. Sie beide suchen nicht nur ihre Rolle innerhalb der Familie, sondern auch in der Gesellschaft. Sie schließen Freundschaften, suchen nach einer Arbeit und machen erste Bekanntschaften mit Männern.

Der Roman wird größtenteils aus der Perspektive von Frida und Erna erzählt, einige Rückblenden erleichtern dem Leser das Verständnis. Die Zeitangaben helfen ebenso die zeitlichen Rahmen besser einschätzen zu können. Was mir sehr gut gefallen hat ist zum einen die Ausarbeitung der wenigen Personen, die dafür aber sehr überzeugend agieren. Zum anderen sind die Beschreibungen der damaligen Zeit der Autorin sehr gut gelungen. Was mich ein klein wenig gestört hat ist, dass wesentliche Ereignisse ausgelassen oder übersprungen werden, sodass man erst im Nachgang davon erfährt. Ebenso sind einige Zeitsprünge recht groß, sodass der Abstand zwischen den Ereignissen recht groß ist. Beschreibende Passagen und Dialoge halten sich gut die Waage, was dem Lesefluss zugutekommt. Sehr authentisch ist der norddeutsche Zungenschlag, den die Autorin gut in den Roman einbaut. Ein Personenregister, Dankesworte und ein Literaturverzeichnis runden den Roman ab.

Ein Roman für alle die gerne einen Ausflug an die Nordsee Ende der 40er Jahre unternehmen wollen und die gerne Familiensagas lesen.

Ein gelungener Auftakt mit kleinen Schwächen, der aber noch viel Potential für die weiteren zwei Bände bereithält. Ich bin sehr gespannt, ob der Mörder noch zur Rechenschaft gezogen wird. Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten.

Vielen Dank an Regine Kölpin für die schönen Lesestunden und die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Profile Image for Querbuch.
53 reviews1 follower
January 3, 2022
„Aber wir haben ja immer noch uns. Das ist mehr, als andere haben.“ Frida und ihre Eltern hat es kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an die Nordseeküste verschlagen. Aussiedler, Flüchtlinge sind sie jetzt. Allenfalls geduldet bei einer Bauernfamilie in einem winzigen Zimmer, kalt und schimmlig, die Arbeit hart. Ihre Heimatstadt Stettin ist zerbombt und der ehemaligen Fischerfamilie ist nichts geblieben. Besonders hart für Frida ist der Verlust der Musik. Ihr Klavierspiel, ihr Besuch auf dem Konservatorium und ihre beste Freundin Erna vermisst die junge Frau schmerzlich. Aber auch Erna hat mit ihrer Familie Stettin verlassen. Der Vater, Rechtsanwalt und überzeugter Nationalsozialist, hat längst seinen Platz im neuen Deutschland gefunden. Hunger, Kälte und Not kennen Ernas Familie nicht, auch wenn an ihnen der Krieg nicht spurlos vorübergegangen ist. Ein Sohn ist während einer Bombennacht ums Leben gekommen, ein zweiter in russischer Kriegsgefangenschaft. Aber das Leben muss weitergehen.
Etwa fünf Jahre begleiten wir in diesem erstem Teil der Trilogie Frida und Erna auf ihrem Weg in ein neues Leben und auf der Suche nach einander. Es ist Renate Kölpin gelungen, die Entbehrungen und die Gefühle dieser Zeit einzufangen, auch wenn die Texte an einigen Stellen ein wenig bemüht klingen. Viel Gefühl liegt dafür dann in den Szenen, in denen die Freundinnen zarte Bande der Liebeleien knüpfen. „ …seine Stimme, die sie umspülte wie ein warmes Schaumbad …“ ist ein bisschen dick aufgetragen und wird dem Roman nicht gerecht. Aber das junge Glück sei Frida und Erna natürlich gegönnt. Ich bin gespannt wie es weitergeht und freue mich auf „Das Haus am Deich - Unruhige Wasser“.
2,277 reviews13 followers
January 22, 2024
Zum Inhalt:
Nach der Flucht aus Stettin findet Frida mit ihrer Familie Zuflucht in der Wesermarsch. Das Leben ist hart und Fridas Traum Pianistin zu werden rückt in weite Ferne. Auch ihre Freundin Erna kann ihr nicht wirklich helfen, kämpft sie doch selbst auch um Halt, den sie selbst in der Familie nicht bekommt.
Meine Meinung:
Wir begleiten die Freundinnen Frida und Erna ein paar Jahre ihres Lebens, die nicht einfach sind. Durch Rückblenden wird die Geschichte lebendiger und erklärt auch noch mehr zum Hintergrund der Protagonisten. Die Atmosphäre fand ich recht realistisch und auch die damaligen Verhältnisse waren gut dargestellt. Ich hätte nur ungern zu der Zeit gelebt, denn was die Frauen so erdulden mussten, wie wenig Freiheit gerade Frauen hatten, kann und möchte man sich heute kaum vorstellen. Ich bin gespannt, wie es mit Frida und Erna weitergeht.
Fazit:
Guter Auftakt
Profile Image for Denise.
623 reviews9 followers
November 29, 2024
Norddeutschland, 1947: Die Freundinnen Frida und Erna haben den Krieg überlebt. Während Frida und ihre Eltern als Flüchtlinge kaum Arbeit finden und hart für ihre Unterkunft arbeiten müssen, hatte Erna dank der Verbindungen ihres Vaters Glück im Unglück. Was erwartet die beiden jungen Frauen im Nachkriegsdeutschland?

„Das Haus am Deich - Fremde Ufer“ ist ein historischer Roman von Regine Kölpin und hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin erzählt einfühlsam und unterhaltend die Geschichte von Erna und Frida und wie die beiden jungen Frauen dem Schicksal trotzen.

Die Geschichte fängt in meinen Augen sehr gut die Stimmung der damaligen Zeit ein. An der Küste sieht sich Fridas Familie mit Vorurteilen konfrontiert, weil sie aus Stettin fliehen mussten. Als Kontrast dazu lebt Erna ein bürgerliches Leben, da ihr Vater als Anwalt über viele Verbindungen verfügt. Dieses Ungleichgewicht im Leben der Protagonistinnen macht den Roman spannend und ließ mich mit ihnen hoffen, lachen und weinen.

Lina Syren haucht allen Figuren mit ihrer angenehmen Stimme Leben ein. Egal, ob Platt, Hochdeutsch, männliche oder weibliche Figur: die Sprecherin überzeugte mich vollkommen.

Ich kann den Roman jedem Liebhaber historischer Bücher empfehlen!
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