Eines der schönsten Buchcover in meinem Regal!
Antje Babendererde begleitet mich seit meiner Jugend, sodass ich mich sehr darüber gefreut habe, als ich gesehen habe, dass dieses Jahr ein neues Buch erscheinen würde. Umso mehr gefreut habe ich mich zudem, als ich dieses direkt zum Erscheinen als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen habe. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken, meine Meinung beeinflusst dies jedoch nicht.
Der Titel dieser Rezension verrät bereits, was ich von der Gestaltung des Covers halte: Ich finde es wirklich super schön: Sowohl die Farbgestaltung als auch die Formen. Besonders die Figuren an dieser Klippe in der Fuchsform drin find ich unglaublich schön! Der Titel wurde ebenfalls sehr passend gewählt, weshalb ich die äußere Gestaltung als wirklich sehr gelungen empfinde, großes Lob an den Verlag!
Zum Schreibstil brauch ich nicht viel schreiben, ich denke, die Tatsache, dass dies mein fünftes Buch der Autorin war und ich eines davon mehrfach gelesen habe, spricht dafür, dass ich Fan von ihr bin. Ich mag am Schreibstil, dass er leicht ist, aber trotzdem emotional und ernst sein kann, weshalb ich es als angenehm und passend für ein Jugendbuch empfinde. Ich habe das Gefühl, dass die Autorin es sehr gut schafft, mit ihrem Schreibstil dafür zu sorgen, dass die Charaktere jugendlich wirken, ohne, dass es dabei so wirkt, als hätte sie zu sehr jugendlich wirken wollen. Daher großes Lob an die Autorin!
Nun aber zum Inhalt: Anders als in den anderen Büchern der Autorin, die ich bereits gelesen habe, spielt dieses nicht in Nordamerika, sondern in Schottland und die Thematik von indigener Bevölkerung bzw. deren Nachkommen und deren Rolle in der heutigen Zeit wird ebenfalls nicht aufgegriffen. In „Im Schatten des Fuchsmondes“ geht es um Lia, die die Sommerferien auf dem Anwesen ihrer Familie in Badfearna. Dort lernt sie den mysteriösen Finn kennen und schnell entwickeln sich Gefühle. Doch Finn scheint nicht der zu sein, der er vorgibt zu sein. Zudem läuft auch auf dem familiären Landsitz nicht alles so und die Vergangenheit droht, sie einzuholen…
Das Setting in Schottland hat mir sehr gut gefallen. Die Landschaftsbeschreibungen haben die Gegend für mich sehr lebendig gemacht und mein Fernweh verstärkt, auf dem Landsitz möchte ich direkt auch ein paar Tage Urlaub machen!
Lia und war mir von Anfang an sympathisch, mit Finn musste ich erst warm werden, aber auch ihn mochte ich gern. Ich mag die Art und Weise, wie die beiden miteinander umgegangen sind, da es einerseits sehr humorvoll war, andererseits aber auch romantisch. Struan fand ich ebenfalls einen tollen Charakter. Mit Kelsie muss man Geduld haben, aber es gibt immer wieder Momente, in denen sich zeigt, dass sie doch nicht so oberflächlich oder anstrengend ist, wie sie scheint und am Ende hatte sie auch gern. Man muss eben auch beachten, dass sie gerade einmal 14 ist. Die Eltern der beiden nehmen sich in ihrem Verhalten nichts, ich hätte mir an der Stelle gewünscht, dass man da mehr Informationen gehabt hätte, um die genaue familiäre Situation und das Ende dadurch auch besser nachvollziehen zu können.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich hab es gerne gelesen. Ich mochte die Kombination aus Liebesgeschichte, Erwachsenwerden, Familienproblemen und der „Klassen“unterschiede. An den meisten Stellen konnte ich Lias Verhalten nachvollziehen und war ab und zu auch sogar von ihr überrascht. Mein großer Kritikpunkt war allerdings ihre Freundin Zoé bzw. deren Einstellungen, die sie mit Lia geteilt oder auf sie übertragen hat. Ihr Verhältnis zur Sexualität und deren Einstellung in Bezug auf Treue oder andere Werte fand ich absolut furchtbar und ich hoffe, dass sich junge Mädchen, die das lesen, kein Beispiel daran nehmen. Ebenso fand ich, dass man an manchen Stellen noch ein paar mehr Hintergrundinfos gebraucht hätte, um gewisse Konflikte besser verstehen zu können. Vielleicht hätte man den ein oder anderen Konflikt weglassen können und sich auf einige wenige fokussieren können.
Fazit: Insgesamt ist auch dieses Buch für mich wieder ein sehr gelungenes Jugendbuch, das mir Spaß gemacht hat, da die raue Landschaft Schottlands gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit zu einem Ausflug dahin einlädt und ich allen Fans der Autorin oder des Genres empfehlen würde.
4/5