Eine Tote im Mittellandkanal ruft Kommissar Wim Schneider auf den Plan. Die Ermittlungen führen den Hannoveraner, der mit seinem übermäßigen Ouzo-Konsum und gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, ausgerechnet in seine Heimatstadt Braunschweig. Dort trifft er auf einen unliebsamen Ex-Kollegen und den Lebensgefährten der Toten, der etwas zu verbergen scheint. Der Druck auf die Ermittler wächst, als ein Kind verschwindet und eine zweite Leiche auftaucht. Was hat eine geheimnisvolle Villa am Gaußberg mit den Ereignissen zu tun?
Ein Krimi für echte Braunschweiger mit sehr viel Lokalkolorit - fast kann man das Buch auch als 'Reiseführer' durch die Stadt zu den Schauplätzen der Taten nehmen. Das hat mir als Braunschweigerin natürlich Spaß gemacht beim Lesen, da ich durch die schönen Beschreibungen die Orte gleich im Kopf hatte. Die Figuren haben Ecken und Kanten und man erfährt auch ein wenig aus ihrem Privatleben, was ihnen Glaubwürdigkeit und Tiefe verleiht - es macht sie sympathischer bzw. auch unsympathischer. Der Hauptermittler Wim Schneider gefiel mir ganz gut, obwohl ich es als schwierig empfunden haben, ihn gleich als krank einzuführen. Die Kabbeleien mit Biggi/ Birgit dagegen haben mir gut gefallen. Der Fall ist recht kompliziert, was zu Anfang nicht zu erahnen ist, aber eben dadurch bleibt die Spannung bestehen - immer wenn ich dachte, jetzt hätte ich die Lösung, kam wieder etwas Unerwartetes um die Ecke. Die Hinweise auf die letztendliche Auflösung waren mir allerdings ein bisschen zu wenig. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und wer gerne miträtselt, aus Braunschweig kommt und Lokalkrimis mag, ist hier sehr gut beraten. Ich bin auf Folgebände gespannt.
Einen spannenden Krimi, das habe ich erwartet. Aber bekommen habe ich noch viel mehr. Der Fall war überaus spannend, bot überraschende Wendungen, die Kulisse ist hervorragend gewählt, der Verweis auf die Vergangenheit kam unerwartet, aber saß tief.
Zudem mochte ich die Charaktere, die von sehr sympathisch über verschroben daherkamen. Wim mit seinem Ouzo und seinen Geheimverstecken oder seinem Unverständnis für Technik haben mich oft gekillt. Trotz gesundheitlicher Probleme ist er für den ein oder anderen heiteren Moment da. Aber auch alle anderen Nebencharaktere, sei es Biggi, Wiegand, Helmer oder die Opfer, alle bekommen genügen Zeit, um zu glänzen.
Ein Lokal-Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat. Er kommt nicht sonderlich blutig daher und bot mir jetzt auch nicht den krassen Thrill... Doch das macht gar nichts, denn „Gaußberg“ ist hervorragend geschrieben und unterhaltend von der ersten bis zur letzten Seite. Ein ruhiger und bodenständiger Krimi, tolles Debüt, ich hoffe auf eine Fortsetzung!
Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett… Und Jana ab jetzt wohl auch nicht mehr zumindest wenn es sich um eine Niedersachsen-Krimi von Mario Bekeschus handelt.
In seinem Debütroman „Gaußberg“ prallen zwei Welten aufeinander: Braunschweig und Hannover 🫣 Was daraus resultiert fragt ihr euch?! Na ganz klar: ein wunderbarer spannender Krimi mit viel Witz und überraschenden Wendungen. 🕵️🕵️
Eine Tote wird im Mittellandkanal gefunden, als dann rauskommt, das sie aus Braunschweig stammt muss Wim Schneider ausgerechnet mit seinem ehemaligen Braunschweiger Kollegen Manfred Wiegand zusammen arbeiten. Der Fall um Wim, Biggie, Rosalie und Manfred ist gut durchdacht und spannend geschrieben, hält einige interessante Fakten und einen unvorhersehbaren Twist bereit. Die eingebauten Rückblenden haben mir persönlich sehr gut gefallen.
Als Braunschweigerin gefällt mir das man die Schauplätze kennt und man beim Lesen einen Film im Kopf abläuft. Und selbst ich konnte etwas neues über die Braunschweiger Geschichte lernen.
Ich hab zugegebenermaßen etwas gebraucht, bis mich das Buch so richtig gefesselt hat, aber dann war es doch so weit. Die Charaktere sind total greifbar und sympathisch, außerdem mal was Anderes als der typische Held. Mag ich total gern. Auch die Nebencharaktere.
Die Geschichte entfaltet sich langsam immer mehr - und wenn man gerade nicht damit rechnet, kommt plötzlich eine Wendung. Eine sehr gelungene Geschichte! Egal ob man in Braunschweig, Hannover oder aber in Wien wohnt 😃
Es ist schon (zu) lange her, dass ich das letzte Mal einen waschechten Krimi gelesen habe. Und ich bin dran, das zu ändern. Versprochen. Es hätte zum Auftakt auch kein besseres Buch sein können als "Gaußberg" von Mario Bekeschus. Der Krimi verspricht genau das, was man von einem guten Krimi erwartet, und noch mehr. Aber lest selbst:
Inhaltsangabe
In "Gaußberg" wird eine Tote im Mittellandkanal gefunden, was Kommissar Wim Schneider auf den Plan ruft. Der Hannoveraner Ermittler, der mit seinem übermäßigen Ouzo-Konsum und gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, wird ausgerechnet in seine Heimatstadt Braunschweig geführt. Dort trifft er auf einen unliebsamen Ex-Kollegen und den Lebensgefährten der Toten, der offensichtlich etwas zu verbergen hat. Der Druck auf die Ermittler wächst, als ein Kind verschwindet und eine zweite Leiche auftaucht. Eine geheimnisvolle Villa am Gaußberg scheint der Schlüssel zu den Geschehnissen zu sein.
Charaktere und Handlung
Man merkt von Anfang an, dass der Autor sich die Zeit genommen hat, die Charaktere auszuarbeiten und ihnen ein Profil zu geben. Alle Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und tragen ihre eigenen Lasten, wie jeder normale Mensch auch. Das macht die Figuren nahbar, realistisch und sympathisch. Wim Schneider, der Hauptprotagonist, ist ein vielschichtiger Charakter, der trotz oder gerade wegen seiner Schwächen und Laster überzeugt. Regelmäßig legt er sich zudem mit seiner Kollegin "Biggi" an, die ihn aber gut im Griff hat und auch ordentlich austeilt. Diese Dynamik der beiden weiß zu überzeugen und hat mir die Charaktere des Buches noch ein ganzes Stück näher gebracht.
Die Handlung, ohne sie zu spoilern, ist logisch und spannend aufgebaut, gespickt mit vielen kleinen und großen Details, die sowohl Hannover als auch Braunschweig lebendig werden lassen. Der Krimi schafft es, den Leser durch überraschende Wendungen und gut platzierte Hinweise ständig in Atem zu halten. Das Ende überrascht dann auch noch mit der ein oder anderen Wendung. Genauso liebe ich Krimis.
Humor und Romantik
Darüber hinaus gelingt es dem Autor, genau an den richtigen Stellen eine Prise Humor einzustreuen, die mich zum Schmunzeln brachte. Dies wirkt gut platziert, ohne die Handlung oder die Hintergründe ins Lächerliche zu ziehen. Ein besonderer Pluspunkt ist die zarte, gleichgeschlechtliche Romanze, die der Autor meisterhaft in die Geschichte einfließen lässt. Sie verleiht der Handlung eine zusätzliche Tiefe, ohne in die Richtung eines Liebesromans abzudriften. Das ist ganz große Klasse und zeigt, wie sensibel und zugleich kraftvoll Bekeschus mit diesem Thema umgeht.
Fazit
Mario Bekeschus versteht es einfach, den Leser ans Buch zu fesseln. "Gaußberg" ist ein hervorragend geschriebener Krimi, der mit tiefgründigen Charakteren, einer spannenden und gut durchdachten Handlung sowie einer Prise Humor und Romantik überzeugt. So lieben wir Krimis, und so darf es gern in den nächsten Bänden weitergehen.
Für mich ist "Gaußberg" ein absolut gelungener (Wieder-)Einstieg in die Welt der Krimis und erhält deshalb fünf Sterne.
Es handelt sich hierbei um den ersten Band der Krimireihe mit Kriminalhauptkommissar Wim Schneider!
Wer hätte gedacht, dass er jemals davon profitieren könnte, als Braunschweiger in Hannover zu leben. Wim Schneider wohl am allerwenigsten. Nachdem eine Wasserleiche aus dem Mittellandkanal in Hannover gezogen wird, stellt sich rasch heraus dass eine Zusammenarbeit der beiden Polizeidirektionen unumgänglich ist. Fand der Mord doch vermutlich in der Nachbarstadt Braunschweig statt.
Ich möchte dir gar nicht viel über den Fall verraten, um dich nicht unnötig zu spoilern. Fakt ist – Mario Bekeschus hat es geschafft mich von seinem Krimi zu überzeugen. Und das schon nach wenigen Seiten. Wim Schneider ist für mich ein wahnsinnig interessanter Protagonist. Er ist ein brillanter Ermittler und äußerst pflichtbewusst. Mit seiner launischen, leicht schrulligen und eigenbrödtlerischen Art macht er es seinen Kollegen nicht leicht, mit ihm klarzukommen. Von neumodischen Dingen hält er auch nicht viel. Doch wer es wie Kollegin Birgit schafft, ihm Kontra zu geben, kommt ganz gut mit ihm aus.
Die Art und Weise wie er mit seinen Mitmenschen umgeht und die privaten Hintergründe machen die Person noch spannender. Mir ist Wim Schneider schon richtig ans Leserherz gewachsen und ich freu mich jetzt schon auf die Folgebände. Ich konnte gar nicht glauben, dass es sich hierbei wirklich um einen Debütroman handelt. Man merkt sofort die detaillierten Beschreibungen und die gute Recherche zur Ermittlung und zur Tat selbst. Vielleicht auch die Liebe zu dem einen oder anderen Ort.
Das Buch schreibt unter anderem von Rivalität, Mord, Aufklärung, Krankheit, Zusammenarbeit, Familie, Heimatgefühle und Geduld. Der Schreibstil von Mario Bekeschus ist bildhaft, spannend und fesselnd. Gespickt mit der perfekten Prise an Humor, ist es einfach ein Lesegenuss die Ermittlung mit Wim Schneider zu verfolgen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken zu jeder Zeit authentisch. Jeder für sich hat seine eigene Geschichte zu erzählen und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir von dem einen oder anderen auch in den weiteren Bänden lesen werden. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven und Zeiten. Wobei dies den Spannungsbogen nochmals erhöht und es den verschiedenen Charakteren somit mehr Tiefe verleiht.
Ich empfehle den Auftakt dieser Reihe sehr gerne weiter.
Außerdem freue ich mich schon auf den nächsten Fall und die gemeinsame Zeit mit dem ruppigen, aber sehr sympathischen Hauptkommissar.