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Emanzipation. Frauenrechte und Frauenpolitik im geteilten Deutschland

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Die Frauenpolitik in der DDR und die in der BRD waren prinzipiell anders. Das lag an den Unterschieden im Charakter der Gesellschaft. Während in der DDR die Emanzipation der Gesellschaft als Voraussetzung für die Emanzipation des Einzelnen verstanden wurde, weshalb Frauen und Männer mit- und nicht gegen­einander um die Entwicklung der Gesellschaft rangen, kämpften die Frauen in der tradierten bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft gegen die in Jahrhunderten gewachsenen Strukturen des patriarchalen Staates. Die unterschiedlichen Emanzipationsvorstellungen und -bestrebungen in Ost und in West führten nach Beendigung der deutschen Zweistaatlichkeit auch zu Problemen in der Frauenbewegung. Mehrere Autorinnen – Ursula Schröter, Anita Rausch, Ursula Schumm-Garling, Chistiane Reymann, Annelis Kimmel, Anne-Katrein Becker und Stephanie Klee – behandeln in dem Buch verschiedene Aspekte eines Vorgangs, der mehr ist als nur eine Frage von Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter.

»Emanzipation. Frauenrechte und Frauenpolitik im geteilten Deutschland. Texte « ist erschienen im Verlag am Park in Vertriebskooperation der Eulenspiegel Verlagsgruppe.

188 pages, Paperback

First published January 1, 2021

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95 reviews20 followers
January 30, 2022
Zuerst möchte ich bemängeln, dass das Buch leider nicht gut lektoriert und Korrektur gelesen ist, was bei einigen der Beiträge mehr stört als bei anderen. Da der Verlag meines Wissens nach ein Ein-Mann-Verlag ist, kann ich dafür ein gewisses Verständnis aufbringen aber bedauernswert ist die Fülle an Tippfehlern und anderen Fehlern dennoch.
Außerdem ließen zwei der drei Texte von West-Autorinnen insofern zu wünschen übrig, dass sie in der Quellenarbeit eher nachlässig waren und zudem dann noch auf eine unnötige Art und Weise mit ihrer Unkenntnis über Ostverhältnisse und Ostfrauen halb hausieren gegangen sind. Vielleicht hätte man statt unbelegter Aussagen über Sachverhalte, die sie nicht selbst beobachtet haben können, einfach nach Autorinnen und Autoren suchen können, die dazu in der Lage sind, um ihre Beiträge zu ergänzen und zu vervollständigen.
Nichtsdestotrotz war diese Sammlung an Texten interessant, aufschlussreich und anregend. Besonders der vorletzte Beitrag, in dem auf Grundlage der deutschen „Wiedervereinigung“ die Lage in Nord- und Südkorea bis etwa 1990 besprochen wird, war ein Text der gerne ein gesamtes Buch hätte füllen und bis in die Gegenwart reichen können. Der Mangel differenzierter Arbeiten von diplomatisch, journalistisch und wissenschaftlich durch die KDVR Gereister Autor:innen sowie Fachliteratur und Belletristik aus diesem Staat wurde mir dabei abermals deutlich.
Alles in allem kann ich das Buch sehr empfehlen, wenngleich manche der Beiträge bei aller Aufgeschlossenheit in westdeutscher Naivität behaftet bleiben.
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