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Die von Bahlow-Saga #1

Der Traum vom Horizont

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Der Auftakt der dramatischen Familiensaga, die das Herz berührt! Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht. Lassen Sie sich in die exotische Welt von Samoa entführen und erleben Sie eine Familiensaga vor dem Hintergrund der deutschen Kolonien in der Südsee und in Ostafrika!

568 pages, Paperback

First published January 15, 2016

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About the author

Alexandra Fischer

53 books14 followers
Alexandra Fischer, Jahrgang 1974, schreibt bereits seit sie es kann. Aus den ersten Buchstaben wurden Wörter, aus den Wörtern Sätze und aus den Sätzen schließlich Geschichten. Unvollendete, denn in jungen Jahren fand sie es stets spannender eine Geschichte zu beginnen anstatt sie zu beenden. Inzwischen schafft sie aber auch das und recherchiert für ihre historischen Romane gerne stundenlang in alten Texten, um ihren Büchern die Authentizität zu verleihen, die sie verdienen.

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Tiaras Bücherzimmer.
329 reviews5 followers
April 29, 2022
Wow, diese Geschichte hat mich wirklich umgehauen.
Alexandra Fischer erzählt uns von der Familie von Bahlow, die einen Neuanfang in der Kolonie Deutsch-Samoa wagt.
Die Handlung hat mich bereits vom Prolog an bis zum Schluß komplett mitgerissen und in Atem gehalten. Es wird von Anfang an ein enormer Spannungsbogen erzeugt, der sich stetig steigert.
Die Charaktere sind so echt ausgearbeitet, dass man das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen und mit ihnen ihr Leben zu teilen.
Karl von Bahlow stand schon immer hinter seinen Brüdern, wurde von seiner Familie verspottet und ist somit davon besessen, sich einen Namen als Pflanzer auf Samoa zu machen. Allerdings entwickelt er sich zu einem wahren Teufel und lässt seinen ganzen Frust an seiner Familie aus.
Seine Frau Rosa hat nach einem Schicksalsschlag kaum Bezug zu ihren Töchtern und hat als einzige Freundin die Samoanerin Aveolela.
Die drei Töchter könnten unterschiedlicher nicht sein. Grethe übernimmt immer mehr die Mutterrolle, kümmert sich um Haushalt und Familie. Martha ist eine wahre Frohnatur und nimmt das Leben eher von der leichten Seite und Helene ist die stille, die meistens einfach übersehen wird.
Die Autorin hat einen wunderschönen, gefühlvollen und bildhaften Schreibstil, der süchtig macht, ständig weiterlesen zu wollen.
Ich hatte das schönste Kopfkino von Samoa, der traumhaften und exotischen Landschaft.
Alexandra Fischer ist es perfekt gelungen, das Leben in den Kolonien und die Probleme der damaligen Zeit herauszuarbeiten, was ich zum Teil so noch nicht gewusst habe.
Es gab viele tolle überraschende Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe.
Der Schluß hat mich dann auch nochmal ganz besonders berührt und ich bin froh, dass der 2. Teil schon neben mir liegt und ich sofort weiterlesen kann.
Fazit: Eine sehr berührende, spannende und unter die Haut gehende Familiensaga, die mir unvergessliche Lesestunden bereitet hat und von einem wunderschönen Cover umhüllt wird.
Ich vergebe 10/5 ⭐️ und eine unbedingte Leseempfehlung. Ihr werdet es nicht bereuen.
Bei mir wird die Geschichte am Jahresende ganz weit oben auf meiner Bestenliste stehen.
Profile Image for LeseHuhn.
623 reviews1 follower
March 2, 2022
Ein eindrucksvoller und informativer erster Teil, der die Familiensaga von Bahlow schildert.

Der Traum vom Horizont

~ Die von Bahlow Saga

von Alexandra Fischer

Taschenbuch 558 Seiten

erschienen am 18.01.2022 bei BoD

Klappentext

Apia, 1902: Die adlige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.

~Träumt nicht jeder von uns vom Horizont? Davon, dass es dort anders ist, womöglich gar besser? ~ ROSA VON BAHLOW

Meine Meinung

Wir begleiten die Familie von Bahlow von Berlin nach Deutsch-Samoa und erleben wie, die drei Töchter heranwachsen. Ihr Vater Karl entwickelt sich in der deutschen Kolonie zu einem Tyrannen und Zyniker, seine Frau Rosa resigniert unter seiner Herrschsucht vollendets auf. Aber wir erleben auch feine Lichtblicke, als die Töchter sich verlieben oder die jüngste mit einem samoanischen Jungen Freundschaft schließt. Die politische Lage auf Samoa ist während der ganzen Zeit nicht einfach, auch die Samoaner geben ihr Land nicht einfach auf und plötzlich landen neue Truppen auf Samoa.

Karl von Bahlow ist ein tyrannischer Herrscher, der selbst an seinen deutschen Freunden kein gutes Haar lässt. Seine Mitarbeiter und auch seine Familie spüren allzu oft auch die körperliche Erniedrigung von ihm.

Rosa von Bahlow zieht sich auf der Insel immer mehr zurück, nur noch zu Aveolela hat sie eine innige Verbindung.

Grethe als älteste Tochter übernimmt mit Eifer die Mutterrolle und tritt immer mehr in die väterlichen Fußstapfen. Helene zieht sich in eine Traumwelt zurück und Martha, der Wirbelwind, versucht die samoanische Sprache zu lernen.

Alexandra Fischer nimmt uns mit auf eine bildhafte Reise nach Samoa zur Kolonialzeit. Wir lernen die politischen Zustände kennen, womit das samoanische Volk zu kämpfen hat. Durchleben die Qualen von den Frauen und Hilfsarbeitern.

Fazit

Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und authentisch, sie entführt uns in eine traumhafte Landschaft. Mit Spannung habe ich die aufregende, aber tragische Familiengeschichte gelesen. Auch der historische Teil hat mir sehr gut gefallen. Ich vergebe sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung und freue mich auf den zweiten Teil der Familien Saga.


1,956 reviews9 followers
May 22, 2022
"Der Traum vom Horizont" ist der erste Teil der "Die von Bahlow Saga". Die Bücher sind nicht abgeschlossen, die Saga wird fortgesetzt und sollte auch der Reihe nach gelesen werden.



Ich habe von der Autorin, egal ob in ihrem eigenen Namen oder unter ihrem Pseudonym mittlerweile schon so einige Bücher gelesen und einfach alle geliebt. Ihre Bücher sind einfach alle so unglaublich, aber dieses Buch toppt einfach alles. Es ist definitiv jetzt schon mein Highlight. Ich habe dieses Jahr schon ein paar Bücher gelesen die mich berührt haben, aber dieses Buch... mir fehlen einfach die richtigen Worte um es in Worte zu fassen. Es hat mich so Emotional berührt, das mir die Tränen liefen und nicht wieder aufhören wollten, es war so spannend, das ich dieses Buch, trotz mega langem Arbeitstag in 2 Tagen durchgesuchtet habe und nicht wieder aus der Hand legen konnte. Ich habe so wahnsinnig viel neues erfahren, das ist immer etwas was ich an Büchern unheimlich liebe und was ich von ihren Bücher auch schon kenne.



Auch das Setting und die Protagonisten sind der Wahnsinn. Ich glaube, es war das erste Buch welches ich gelesen habe das auf Samoa gespielt hat. Boah... und da gibt es so ein gewisses Oberhaupt, der hat mich ganz Wahninnig werden lassen. Ich hätte am liebsten in das Buch gefasst und ihn geschüttelt und dasselbe gemacht was er in dem Buch so anstellt... Dankeschön das ich dieses Buch lesen durfte.



Der Schreibstil der Autorin ist einfach unglaublich. Er ist flüssig, spannend, mitreißend und so Bildgewaltig, das ich einfach alles direkt vor mir gesehen habe. Ich kann es kaum erwarten mit Teil 2 anzufangen, wie gut das es schon auf meinem Reader wartet ❤.



Die Familie von Bahlow kommt nach Samoa um dort ein neues Leben anzufangen. Da es nicht so läuft wie Karl von Bahlow es sich vorgestellt hat und seine Frau ihm auch nicht den ersehnten Erben, sondern nur drei Töchter geschenkt hat, kommt es immer öfter zu Auseinandersetzungen.
Profile Image for Petra Donatz.
302 reviews8 followers
January 21, 2016
SAMOA--DEUTSCH SAMOA--AUSWANDERER--KOLONIALREICH--VERDEUTSCHUNG--HISTORISCH--RASSENHASS--RASSENKONFLIKTE--GESCHICHTE--VIER FRAUEN--SCHICKSAL--HASS--AUFSTAND--REBELLION--UNTERDRÜCKUNG--FAMILIENSAGA--LIEBE--VERZICHT--VERLUST--TOD--VERDERBEN--UNERFÜLLTE LIEBE--HÄUSLICHE GEWALT--1.WELTKRIEG--KULTUR--SÜDSEE--SÜDSEE EPOS--GRANDIOSES WERK--MEISTERWERK--BESTSELLER VERDÄCHTIG.

Klappentext
Eine schicksalhafte Familiensaga, die das Herz berührt!
»Träumt nicht jeder von uns vom Horizont? Davon, dass es dort anders ist, womöglich gar besser? Ich tat es«, flüsterte Rosa von Bahlow und dachte daran, dass jede ihrer drei Töchter einen Mann liebte. In Anbetracht der Umstände jedoch jede von ihnen den falschen.Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe. Besonders ein geheimnisvoller Weltenbummler beeinflusst das Schicksal der Familie nachhaltig, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.Lassen Sie sich in die exotische Welt der Südsee entführen und erleben Sie eine Familiensaga vor dem Hintergrund der deutschen Kolonien in der Südsee und in Ostafrika!

Die Autorin
Alexandra Fischer, Jahrgang 1974, schreibt bereits seit sie es kann. Aus den ersten Buchstaben wurden Wörter, aus den Wörtern Sätze und aus den Sätzen schließlich Geschichten. Unvollendete, denn in jungen Jahren fand sie es stets spannender eine Geschichte zu beginnen anstatt sie zu beenden. Inzwischen schafft sie aber auch das und recherchiert für ihre historischen Romane gerne stundenlang in alten Texten, um ihren Büchern die Authentizität zu verleihen, die sie verdienen. Ihre schöpferische Kraft holt sie sich im schönen Bayern, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann auf einem ehemaligen Bauernhof in einer Wohngemeinschaft mit Hund, Katzen, Kaninchen, Enten und Hühnern lebt.

Meine Meinung

Story
Seit Weihnachten litt ich unter einer Leseflaute und hatte schon Angst, das sie nicht enden würde. Doch dieses seitenstarkes Buch (720S.) hat mich sofort, nach nur wenigen Seiten aus diesem Tief geholt und in seinen Bann gezogen. Alexandra Fischer legt hier eine gut recherchierte, spannende und lehrreiche Familiensaga vor, die es durchaus mit Werken von Autoren wie zb. Sarah Lark aufnehmen kann. Man wird als Leser mit der Kolonisierung von Deutsch Samoa vertraut gemacht vor dessen Hintergrund das Schicksal von vier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, erzählt wird. Drei Schwestern, Grethe, Helene und Martha und deren Mutter Rosa. Die vier leiden unter der Herrschaft des tyrannischen Vaters und können es ihm nie recht machen. Alle Frauen ereilt ein Schicksal, dass sie sich nach Liebe sehnen, die ihnen größtenteils zum Verhängnis wird. Als Leser taucht man in die Südseeatmosphäre ein und erlebt mit Schrecken, wie die Deutschen sich Samoa unter den Nagel gerissen haben und die Eineismischen immer mehr unterdrückten und ihnen ihre Rechte absprachen, was letztendlich zu gewaltsamen Konflikten führte. Die Geschichte spielt im Zeitraum von 1902 bis 1920 und letztendlich bis hin zum 1. Weltkrieg.

Schreibstil
Alexandra Fischer hat einen schönen, leicht zu lesenden Schreibstil, der mir schon nach ein paar Zeilen sehr gut gefallen hat. Sie hat sehr gute Recherchearbeit geleistet und der Leser bekommt nebenbei noch Geschichtsunterricht. Das Buch handelt in einem Zeitraum von 18 Jahren und wird im Wechsel aus den verschiedenen Sichten der vier Protagonistinnen, Rosa, Grethe, Helene und Martha erzählt, so das man sich sehr gut in diese hinein versetzen kann. Auch wenn das Buch 720 Seiten hat, habe ich keine Seite als überflüssig empfunden. Im Gegenteil, ich war traurig, als es vorbei war.

Charaktere
Wie schon gesagt, handelt das Buch von vier Frauen, Mutter und Töchter, die so unterschiedlich wie Tag und Nacht sind, die aber durch eines verbunden sind und zwar durch die Suche nach Liebe und Anerkennung.
Rosa ist die melancholische, die unter der Tyrannei ihres Mannes Karl leidet. Sie ist schwächlich und gibt sich, in den Augen anderer, zu sehr mit den Einheimischen ab. Dieses zum Entsetzen ihres rassistischen Mannes. Ich konnte ihre Depressionen sehr gut nachvollziehen. Ich hätte sie gerne mal getröstet und gedrückt. Nur bei der einheimischen Haushaltshilfe Aleovela, findet sie Verständnis und Geborgenheit.
Grethe die älteste, will nur eins, die Aufmerksamkeit des Vaters. Dabei nimmt sie auch keine Rücksicht auf ihre Mutter oder Schwestern. Zur Mutter hat sie eine kühle, distanzierte Beziehung und ihre Schwestern sieht sie als lästiges Anhängsel. Ich mochte sie nicht wirklich und sie war mir regelrecht unsympathisch.
Helene war weder Vater noch Mutter sehr zugetan. Zu Beginn mochte ich sie auch nicht. Doch nach und nach, nachdem sie so leben konnte, wie sie es wollte, wurde sie mir sogar sympathisch.
Martha hingegen war von Anfang an mein Liebling der Familie. Sie hatte zur Mutter das beste Verhältnis und sie war die Einzige, die sich auf Samoa wohlgefühlt hat. Sie war ein aufgewecktes, neugieriges und mutiges Mädchen.
Natürlich waren auch die männlichen Charaktere des Buches gut ausgearbeitet und passten perfekt, genauso wie die vier weiblichen Protagonisten, in die Story hinein. Sie hatten alle Tiefe und man konnte sich gut in sie hinein versetzen. All diese tollen Charaktere machten das Buch so spannend und regelrecht aufregend, das sie noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

Mein Fazit

Alexandra Fischer hat hier einen grandiosen Familien--Südsee--Epos erschaffen, den ich trotz seiner Seitenstärke, in nur wenigen Tagen gelesen habe. Das Buch bietet dem Leser Einblicke in die Geschichte Samoas und dessen Kolonisierung durch die Deutschen. Das Buch ist sehr gut recherchiert und bietet eine umfangreiche, spannende und fesselnde Handlung, die mich sofort gepackt hat. Die Charaktere sind sehr authentisch und hatten sehr viel Tiefe. Ich vergebe für dieses tolle Buch fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung.
Profile Image for Karina.
276 reviews3 followers
June 6, 2022
Das Buch 'Der Traum Vom Horizont' von der Autorin Alexandra Fischer ist eine wirklich spannende, aufwühlende und mitreißend Familien Saga und beginnt 1902 und endet zur Zeit des ersten Weltkriegs.

Es wird die Geschichte der Familie von Bahlow erzählt die sich im April 1902 in die Deutsch-Samoa Kolonie in der Südsee niederlassen. Der Vater, Karl von Bahlow, ein fieser, cholerischer und aufbrausender Mensch möchte dort sein Glück als Pflanzer versuchen und arbeitet verbissen an seinem Erfolg. Seine zartebesaitete Frau Rosa versucht indessen so wenig wie Möglich Karls Unmut auf sich zu ziehen und am Verhältnis zu Ihren Töchtern zu arbeiten. Wirklich erobern kann Sie aber eher nur die Zuneigung der samoanischen Kinderfrau Aveolela. Die drei Töchter könnten unterschiedlicher nicht sein. Grethe, die älteste, kommt sehr nach Ihrem Vater und führt den Haushalt mit strenger Hand. Immer darauf erpicht Karl von Bahlow zu gefallen. Helene, die mittlere, kommt stark nach Ihrer Mutter und ist sehr ruhig und in sich gekehrt. Das Leben entwickelt sich nicht einfach für Sie. Martha, die jüngste, ist ein fröhlicher und Willenstarker Wirbelwind der noch so einiges erleben wird.

Es war sehr spannend alle einzelnen Schicksale zu verfolgen und mit zu erleben. Der Schreibstil ist sehr schön und toll zu lesen, man hat sofort die Bilder zu der Geschichte im Kopf. Es ist ein dickes Buch was aber nicht langweilig wird und ich bin gespannt auf die nächsten Teile. Von mir eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for Pocahontas.
214 reviews10 followers
July 8, 2022
Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.
Meinung
Von Anfang an nahm mich die Geschichte gefangen.
Der Schreibstil ist spannend, mitreißend und so Bildgewaltig.
Samoa als Setting war wunderschön, auch wenn mich einige Begebenheiten nachdenklich gestimmt haben.
Der Umgang mit den Einheimischen, allein das Wort "Gelbgesichter".
Karl von Bahlow das Familienoberhaupt fand ich fürchterlich. Seine Familie behandelte er abschätzig. Zu seiner Frau war er brutal.
Alle vier Frauen suchten nach Liebe und Anerkennung, eine Mühe die sich nicht Auszahlen sollte.
Ein wunderbare Geschichte die tief berührt und fasziniert.
Große Lese Empfehlung
Profile Image for Kirsten Ateeq.
341 reviews2 followers
April 22, 2023
Interessante Geschichte über das Leben in den deutschen Kolonien und über verpasste Möglichkeiten der Lebensgestaltung. Regt zum Nachdenken an!
Profile Image for Conny W..
494 reviews
May 26, 2023
ein interessanter und spannender historischer Roman !
Profile Image for Sabine.
797 reviews22 followers
January 21, 2016
Eine tolle Familiensaga mit einzigartigen Charakteren vor der fantastischen Kulisse Deutsch-Samoas – flüssig zu lesen und von der ersten Seite an fesselnd. Kurzum – ich bin begeistert!

Schon nach wenigen Seiten war ich drin in der Geschichte, sicherlich auch wegen des ungewöhnlichen Einstiegs. Das Buch beginnt nämlich mit dem Schluss - der Prolog spielt 5 Jahre nach dem letzten Kapitel, so dass man zwar weiß, wie die Geschichte enden wird, aber längst noch nicht alle Zusammenhänge versteht, man dafür aber schon mal die ersten Charaktere kennenlernt. Ich fand das eine tolle Idee und habe den Prolog nach Beenden des Buches noch einmal gelesen - und ihn dann natürlich auch mit ganz anderen Augen gesehen.

Die Geschichte selber beginnt im Jahre 1902, als die Familie von Bahlow bereits in der Kolonie Deutsch-Samoa angekommen ist. Über 15 Jahre begleitet der Leser die von Bahlows, jedes Kapitel umfasst ein Jahr und jedes Kapitel ist aus Sicht einer anderen Figur geschrieben. Im Mittelpunkt blieben aber stets die 4 Frauen der Familie von Bahlow, die alle unter dem herrischen Oberhaupt Karl zu leiden haben. So unterschiedlich die drei Töchter Grethe, Helene und Martha sowie Mutter Rosa auch sind, so unterschiedlich gehen sie mit ihrem Schicksal um. Während sich die einen ihrem Schicksal ergeben und untertänig wie in einem Gefängnis ihr Leben im beengten Haus fristen, suchen andere nach Auswegen, möchten dem Joch entfliehen – doch einfach ist es nicht und auch nicht jeder Versuch ist von Erfolg gekrönt.

Die Charaktere sind alle wunderbar gezeichnet – gerade die 4 Frauen fand ich so glaubhaft und authentisch, auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Helene, die mittlere der Töchter, die sehr unscheinbar daherkommt und immer wieder einstecken muss, die es dann aber doch noch schafft, ein kleines Stückchen Glück für sich zu finden. Auch Martha, die jüngste Schwester, mochte ich gerne – sie lässt sich nicht unterkriegen, ist der Wirbelwind der Familie und scheut trotz der Strenge des Vaters nicht, unkonventionelle Wege einzuschlagen. Vater Karl ist einfach ein Scheusal und oft hätte ich ihm am liebsten den Hals umgedreht – seine Vorstellungen von Familie, Moral und Sitte sind unglaublich, aus der heutigen Zeit schon mal gar nicht zu verstehen und doch glaube ich, dass seinerzeit ein solches Verhalten nicht unüblich war. Erstaunlich, dass die älteste Tochter Grete fast schon sein Regiment übernimmt, und sich seiner Erziehungsmethoden bedient – doch auch sie hat einfach nur einen Weg gesucht, ihr Leben irgendwie erträglich zu gestalten.

Man merkt vielleicht schon, dass in diesem Buch nicht immer alles eitel Sonnenschein ist und die farbenprächtige Kulisse Deutsch-Samoas trügt: Zwar spielt die Kraft der Liebe eine große Rolle in der Geschichte, vor allem aber geht es auch um Trug und Schein, um Rassenkonflikte und Eifersucht, um Ehrgeiz und Macht – bis schließlich die Ausläufer des ersten Weltkrieges auch in der deutschen Kolonie alles zunichtemachen.

Der Schreibstil ist wunderbar – er lässt sich sehr leicht und flüssig lesen, vermittelt aber dennoch ein historisches Gefühl und kann die damalige Atmosphäre in Deutsch-Samoa wunderbar einfangen. Zudem gibt es viele Beschreibungen, die aber nie langweilig wurden, aber dazu führten, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und die Geschichte wie ein Film vor meinen Augen ablief.

Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und zu keinem Zeitpunkt wurde es langweilig – ganz im Gegenteil. Es war ein eigenartiger Sog, der mich gepackt hat, und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen – immer wieder gibt es Wendungen, die ich so nicht geahnt habe, und die die Geschichte in eine ganz neue Richtung gelenkt haben. Ich fühlte mich mittendrin im Geschehen, habe mit den Figuren gelitten und gefiebert, mit ihnen geweint, aber auch gelacht. Die gut 700 Seiten sollte man echt nicht scheuen, wenn man Familiensagas mag, denn sie fliegen einfach nur so dahin. Von mir gibt es die volle Punktzahl – 5 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine farbenprächtige Familiensaga, die den Leser nach Deutsch-Samoa, Anfang des 20. Jahrhunderts entführt. Tolle Charaktere, die zwar nicht immer sympathisch, aber sehr authentisch waren, eine Geschichte mit Überraschungen und Wendungen, die fesselt und packt, und ein Schreibstil, der die Atmosphäre wunderbar einfängt und die gut 700 Seiten rasch dahinfliegen lässt – nur eins sollte man wissen: Das Buch ist alles andere als ein seichter Liebesroman. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Profile Image for Nadjab.
2,264 reviews
September 3, 2021
Klappentext
Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.
Lassen Sie sich in die exotische Welt von Samoa entführen und erleben Sie eine Familiensaga vor dem Hintergrund der deutschen Kolonien in der Südsee und in Ostafrika!

Meine Meinung
Das Buch erzählt in einem Abstand von einem Jahr immer aus der Sicht einer anderen Person, die zur Familie von Bahlow gehört. So lernt man Karl, den herrischen Familienvater, der sich unbedingt beweisen will, kennen, seine Frau Rosa, die teilnahmslos und unglücklich mit ihrer Zwangsehe und ihrem Leben ist, und deren Töchter Grethe, Helene und Martha kennen. Grethe ist die vorbidliche ältere Tochter, die ihrem Vater alles recht machen will und versucht ihren Schwestern eine deutsche Erziehung zu ermöglichen. Helene ist die zurückhaltene, ruhige, beinahe passive mittlere Schwester, die ihre eigenen Wünschen zurückhält, um ihrer Familei und der Norm zu gefallen. Martha hingegen ist die Rebellin der Familie, die neugierig auf die samoanische Kultur ist und dort ihre Heimat findet. Zudem werden einige Personen in den Vordergrund gerückt, die mehr oder weniger eng mit der Familie von Bahlow verbunden ist. Es war unglaublich interessant zu verfolgen, wie sich die Familie von Bahlow und die Kolonie entwickelt und verändert, während man immer tiefer in die Geschichte eintaucht. Zudem bekommt man auch einen Eindruck, wie das Weltgeschehen mehr oder weniger den Einfluss auf die Kolonien und das Leben der Familie von Bahlow hat. Zudem gibt es einige überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.

Bewertung
Eine gelungener historischer Roman um eine Familie, der unglaublich interessant und eher ruhig war, mich aber tief hineingesogen hat und mich wirklich gut unterhalten konnte, daher gibt es verdiente
4,5 von 5 Würmchen
Profile Image for Becky.
197 reviews6 followers
May 4, 2016
Der historische Roman von Alexandra Fischer spielt Anfang des 20. Jahrhunderts und handelt von einer Familie, die aus Deutschland wegzieht, um in einer Deutsch-Samoanischen Siedlung weit weg von zuhause neu anzufangen.

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus der Zukunft, den man unbedingt noch mal lesen sollte, sobald das Buch zu Ende gelesen wurde. Allerdings war es für den Anfang ein bisschen zu verwirrend, weil der Zeitsprung zu Kapitel eins wirklich sehr groß ist. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich in der Welt und mit den vielen Namen zurecht zu finden. Aber einmal in der Geschichte angekommen, habe ich mitgefiebert und das Buch kaum mehr aus der Hand gelegt.

Die Protagonistin Helene ist mir allerdings am meisten ans Herz gewachsen. Sie war immer die zurückhaltende und sensibelste der drei Schwestern. Ihre Art hat mich einfach gepackt und mit großem Interesse habe ich Ihre persönliche Geschichte verfolgt und mit ihr gemeinsam gelacht und gelitten. Doch auch die anderen beiden Schwestern, Martha und Grethe, sind ganz eigene Persönlichkeiten. Grethe ist sehr darauf bedacht, im Thema Hauswirtschaft zu glänzen, und Martha ist der Wildfang und testet sehr regelmäßig ihre Grenzen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Es gibt im Buch viel zu entdecken, doch trotz der vielen eingebauten Details hatte ich nicht das Gefühl überfordert zu sein. Eher war ich fasziniert und wäre am liebsten vor Ort gewesen, um noch mehr aufzunehmen.

Ich persönlich bin kein bekennender Fan von historischen Roman, doch dieser hat mich sehr überzeugt und schwirrt mir weiterhin im Kopf herum, da er zum Denken über das eigene Glück anregt.
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