Acht Wochen nach dem Überfall Nazideutschlands auf Polen 1939 gingen zwei Briefe in der britischen Botschaft in Oslo ein. Der anonyme Verfasser beschrieb neue deutsche Waffensysteme und umriss die Ziele militärischer Forschungsprogramme der Wehrmacht. Der britische Geheimdienst fürchtete gezielte Desinformation. Doch ein junger Geheimdienstoffizier erkannte, dass die Informationen größtenteils zutreffend waren – und zum Vorteil der Alliierten genutzt werden konnten. Aber wer hatte den „Oslo-Report“ geschrieben? Bis heute ist Hans Ferdinand Mayer, der Verfasser des Dokuments, kaum bekannt. Er riskierte alles und entkam nur knapp dem Tod im KZ. In diesem Buch zeichnet David Rennert die atemberaubende Geschichte des Oslo-Reports nach.
Meiner Meinung nach ausgezeichnetes Buch. Der Erzählstil ist sehr angenehm und rasch, eine gute Balance aus Genauigkeit und (eben keinem) Verlust im Detail. Die Geschichte wird sehr spannend und in flottem Tempo erzählt, sehr kurzweilig! Guter, schöner Erzählstil, angenehm zu lesen, die Sätze sind schön aufgebaut und nicht zu verkompliziert. Besonders positiv empfand ich, wie die Anmerkungen eingebaut wurden: Immer am Seitenende mit Bezug auf die hinten aufgelistete Literatur - so musste man für die Anmerkungen nicht immer ganz nach hinten blättern, was den Lesekomfort enorm erhöht hat. Alles in allem hatte ich an den Buch nichts auszusetzen. So sollte Geschichte erzählt werden!