Ausgehend von den grundlegenden Entwürfen bei Frege, Wittgenstein, Carnap und Russell mit ihren Anknüpfungspunkten in der klassischen Erkenntnistheorie werden in dieser Einführung die zentralen Themenstellungen der Sprachphilosophie vermittelt. Die Diskussion um das Verständnis von Bedeutung, Wahrheit, Referenz usw. wird von den Anfängen über Austin und Quine bis zu den Debatten der Gegenwart bei Davidson, Searle, Grice u.a. verfolgt.
Philosophielehrbücher stehen immer vor der Aufgabe, einen hochkomplexen Stoff möglichst einfach darzustellen, und die meisten von ihnen scheitern an dieser Aufgabe. Dem Buch von Peter Prechtl gelingt dies leidlich gut. Positiv hervorzuheben sind die übersichtliche Gliederung der Kapitel, der nicht allzu verschwurbelte Sprachstil (noch so eine Krankheit von Philosophieeinführungen) sowie die Breite, in der das Thema abgedeckt wird. Dass der Fokus eindeutig auf der analytischen Sprachphilosophie des 20. Jahrhunderts liegt, dürfte verschmerzbar sein, da aus anderen Philosophieschulen (sprich: kontinental) ohnehin keine ernstzunehmenden Beiträge in die Diskussion kommen. Abzüge in der B-Note gibt es für die teils sprunghafte Gliederung innerhalb der einzelnen Unterkapitel, das fehlende Sachregister, die zahlreichen Rechtschreibfehler sowie den unangenehm engen Satzspiegel. Für Anfänger ohne Vorkenntnisse ist das Buch zudem nur sehr eingeschränkt zu empfehlen, da wichtige Definitionen ganz oft "im Vorbeigehen" in Nebensätzen gegeben werden - wenn überhaupt. Zur Eigenlektüre fragwürdig, als Begleiter für Vorlesungen und Seminare durchaus sinnvoll.