Ägypten 1921: Eine mutige Frau auf der Suche nach ihrem Vater
Die junge Cleopatra Vanson lebt in Cornwall bei ihrer Tante, während sich ihr verwitweter Vater als Archäologe in Ägypten der Entdeckung alter Pharaonengräber verschrieben hat. Cleo träumt davon, ihn eines Tages auf seine Expeditionen begleiten zu können. Nach einem schweren Schicksalsschlag wird Cleo von der reichen Familie Tredennick aufgenommen. Als ihr Vater dann auf mysteriöse Weise verschwindet, begibt sich Cleo, gerade noch unmündig, mit den Geschwistern Tredennick auf die Reise in das ferne Ägypten. Noch ahnt sie nicht, in welch gefährliches Abenteuer sie verwickelt werden wird und dass der Skarabäus-Armreif – ein Geschenk ihres Vaters und geliebter Talisman – ein dunkles Geheimnis in sich trägt.
Darum geht's: Die Hauptgeschichte spielt im Jahre 1921, also in der Zeit, in der Howard Carter auf der Suche nach dem Grab von Tutanchamun ist. Es ist die Zeit, in der es unter den wohlhabenden Briten chic war, sich mit dem alten Ägypten zu beschäftigen und gar ins Land der Pharaonen zu reisen. Für die Halbwaise Cleo ist die Begeisterung für dieses Land und seine Geschichte aber viel mehr als nur eine Laune, die gerade in Mode war. Schon als Kind war sie durch die Erzählungen ihres Vaters fasziniert von dem Thema. Doch ihre Tante, bei der Cleo lebt während ihr Vater als Archäologe in Ägypten tätig ist, bremst ihre Wiss- und Lernbegierde aus, und lehrt sie das Schneiderhandwerk.
Als aber das Schicksal Cleo zur wohlhabenden Familie Tredennick führt, bekommt sie so die Chance, zusammen mit den Geschwistern Tredennick nach Ägypten zu reisen und nach ihrem inzwischen verschwundenen Vater zu suchen, ohne zu ahnen, wie abenteuerlich und lebensverändernd diese Reise für sie sein wird.
So fand ich's: Ich habe mich in diesem Buch außerordentlich wohl gefühlt. Zu Beginn war ich zwar ein klein wenig über einige Zeitsprünge irritiert. Aber ich habe dann rasch verstanden, dass es der Autorin wichtig war, Cleos einschneidende Lebensereignisse darzustellen, ohne unnötig lange in diesen Zeiten zu verweilen, um sich dann auf die Hauptgeschichte zu konzentrieren.
Die Figuren sind sehr lebendig und der Zeit entsprechend gezeichnet. Die Autorin hat es gut verstanden, die Standesunterschiede auch in den Charakterzügen realistisch abzubilden. Das zeigt sich vor allem auch in der unkonventionellen Freundschaft zwischen Cleo und Miranda Tredennick.
Rebecca Michéle erzählt die Geschichte in einer ruhigen, unaufgeregten und dennoch sehr spannenden Weise. Man spürt ihre persönliche Faszination für das alte Ägypten und die entsprechend fundierte Recherche zwischen den Zeilen.
Grundsätzlich sehe ich „Das Geheimnis des blauen Skarabäus“ als historischen Roman mit Krimi-Elementen, die zum Spekulieren verführen. Es gibt aber auch Platz für ein bisschen Romantik – ohne kitschig zu werden – und einem leisen Hauch von Mystik, der perfekt zum Thema Ägypten passt.
Auch wenn zum Schluss hin der eine oder andere Punkt für manchen Leser ein klein wenig zu viel des Guten sein dürfte, war für mich persönlich das Ende absolut passend und ich konnte das Buch mit einem guten Gefühl zuklappen. Mir hat diese Geschichte jedenfalls sehr schöne, abwechslungsreiche und fesselnde Lesestunden geschenkt.
Ich glaube viele von uns haben eine Faszination mit dem alten Ägypten und Archäologie. Sei es durch "Was ist was" als Kinder, oder Filme wie die Mumie oder Indiana Jones. Wir wollen die spannende Suche nach lang verschütteten Artefakten, Abenteuer in der Wüste und genau das habe ich von diesem Buch erwartet. Ich habe so einen HUNGER nach diesem Stoff, dass ich mir das Hörbuch (ungekürzt) sofort auf mein Handy geladen habe, ich war so BEREIT für dieses Buch. In einer Bücherwelt voll historischer Familiensagas klang es, wie ein Jahreshighglight.
Das nur vornweg, bevor mir jemand unterstellt, ich wäre nur hier um das Buch zu haten. Ich WOLLTE dieses Buch so hart, ihr könnt es euch nicht vorstellen. Leider war es überhaupt nicht das, was ich erwatet hatte.
Oh und nochmal hier als Warnung SPOILER
Wir starten eigentlich super gut mit einem Prolog in dem der Vater von Cleopatra (der Heldin des Roman, nicht eine von den historischen Cleopataras) einen mysteriösen Armreif kauft den er seiner Tochter nach Cornwall schickt. Kurz darauf ist der eigentliche Verkäufer tot ... hm mysteriös ... und ich dachte ... "Uh das wird gut"
Wurde es nicht. Und hier sind meine Hauptprobleme mit diesem Buch:
1. Super langes Set-Up.
Das Buch braucht unheimlich lange, bevor es in die Gänge kommt. ca. 1/4 des Buches hängen wir mit Cleo in Cornwall herum und es passiert basicly nichts besonders Spannendes. Es ist immer nur eine Wiederholung davon, dass Cleo gern Ägyptologie studieren will, dass sie "unfraulich" ist (wie ich das Klischee hasse) und dass sie arm ist. Buhu Ich weiß, die Autorin schreibt, dass dieses Buch ihre zwei liebsten Locations Cornwall & Ägypten verbindet ... aber why? Man könnte das komplette Set-Up streichen oder auf dreißig Seiten herunterkürzen. Ich hab dieses Buch nicht gekauft, weil ich endlose Seiten darüber lesen will, wie Cleo in Cornwall hockt und Klamotten schneidert.
2. Unrealistischer Wunschtraum
Ich weiß, ich weiß. Die "historische Frauenunterhaltung" ist dafür da, Wunschträume wahr werden zu lassen. Jede*r kann ein Girl Boss sein. Jede*r kann absolut alles sein, auch wenn man überhaupt keine Referenzen hat. Und genau das ist dieses Buch. Cleo will Archäologin werden, was tut sie also um diesen Traum in die Tat umzusetzen? Arbeitet sie sich die Finger wund, um ein Studium zu finanzieren? Nein Geht sie auf eigene Faust nach Ägypten, um die Sache mit den Ausgrabungen einfach auf eigene Faust zu lernen? Nein. Lernt sie Hieroglyphen lesen, Latein, Altgriechisch, um eine fundierte Basis zu schaffen? Ähm ... nein.
Der Plot serviert ihr die Möglichkeit in diesem Feld zu arbeiten wieder und wieder auf dem Silbertablet. Sie will nach Ägypten? Klar kein Thema. Sie reist einfach mit ihren reichen Freunden und ihrem Eheman (lasst mich nicht mit diesem Plotpunkt anfangen, dann höre ich drei Tage nicht auf) nach Ägypten, wie es rich white people halt so tun. Sie muss nichts zahlen, sich um nichts kümmern, sie wird gepampert von vorn bis hinten. Sie selbst hat nichts erreicht. Dinge passieren, und von jetzt auf gleich hat Cleo einen Job in einem Museum in Kairo ... nicht weil sie qualifziert wäre, sondern weil der Chef sie mag. Dinge passieren und Cleo hat einen Job als Kuratorin für eine Privatsammlung ist ist jetzt scheinbar auch private Bibliothekarin. Und warum? Weil der Plot es eben so möchte. Nichts davon hat Cleo sich erarbeitet. Es wird ihr immer nur gegeben. was mich zum nächsten Punkt bringt.
3. Verlass dich auf (reiche) Dudes.
Cleo würde nichts gebacken bekommen, wenn sie nicht reiche Freunde hätte. Allen voran reiche Dudes. Das Buch soll ja wieder so ein empowerment Buch sein, dass "starke Frauen ihren Weg gehen" aber ... lasst uns mal anschauen, wie Cleo erreicht, was Cleo erreicht:
Fall A: Wie kommt Cleo nach Ägypten? Die Autorin hätte ALLES wählen können von: "sie schmuggelt sich auf ein Schiff, weil sie unbedingt ihren Vater finden will". Über "sie schlägt sich durch, bis Alexandria", bis hin zu "Cleo hat die Idendität einer reichen Erbin gestohlen", aber für was entscheidet sie sich.
Cleo hereiratet Victor, einen Mann den sie erst 5 Minuten kennt, damit sie nach Ägypten reisen kann. Okay ...
Fall B: Wie finanziert sich Cleo den Großteil ihres Aufenthalts in Ägypten? Angwin (der Typ der sie die Hälfte des Buches angeiert) bezahlt ihren Aufenthalt größtenteils. Bis Cleo diese Stelle in einem Museum bekommt. Was uns dazu führt.
Fall C: Wie bekommt Cleo die Stelle im Museum? Der reiche, weiße Chef des Museums stellt sie ein, weil er sie super nett findet. Nicht, weil sei Credentials hat, oder so. Nein, sie hat einfach "Interesse an Land und Leuten" und das reicht vollkommen aus, um 3000 Jahre alte Artefakte zu reinigen (man hat ihr ja kurz erklärt, wie die Chemikalien funktionieren) [Nicht das man Cleo mal bei der Arbeit sehen würde. Dazu später mehr]
Fall D: Was macht Cleo nach ihrer Rückkehr nach Cornwall? Oh sie arbeitet als Kuratorin für Angwin (der Typ der ihr jetzt schon dreimal einen Heiratsantrag gemacht und alle ihre aktiven Schulden bezahlt hat) dass das ein EXTREM ungleiches und toxisches Verhältnis ist, in dem Cleo theoretisch eine SCHULD bei Angwin hat ... wird gar nicht angesprochen. Auch dass sie - erneut - keine Referenzen hat hat in Fächern wie Ägyptologie, Museumsarbeit oder Biblbiothekswissenschaft ... es ist egal. Der reiche Dude gibt ihr einen Job und sie lebt sorgenfrei vor sich hin. Reist. Besucht Auktionen. Tralalala bestes Leben. Aber nichts davon ist wirklich verdient ... es wird ihr alles auf einem Silbertablet serviert.
Das Buch will wieder den Punkt machen, dass Frauen sich emanzipieren sollen und das ist ein guter Punkt. Ja. Aber WARUM ist Cleo dann immer so darauf angewiesen dass irgendwelche Dudes "annerkennend nicken" wenn sie die absoluten Basics sagt oder "sie wohlwollend anlächeln" In der richtigen echten Welt gibt niemand einen Fuck darauf, dass du "was ist was im alten Ägypten" gelesen hast. Das hier ist nicht die erste Klasse und es würde mich als Frau und als Person eher abwerten, wenn ich so etwas sage wie "Oh ein schmuckloser Sarkopharg, das wird eher ein niedriger Beamter sein" und mein Gegenüber würde mir dafür dann ein Fleissternchen geben. Das ist der Job Gurl ... warum brauchst du den Praise so sehr, dass es immer wieder im Buch steht? Das ist null feministisch, sondern macht den Punkt, wie Special Cleo sein soll ... im Vergleich zu anderen Frauen ... duh
4. Keine Spannung und kein Flair.
Das Ding ist, ich hatte hier wirklich was anderes erwaret. Ein Plot wo es wirklich darum geht, herauszufinden, was hinter dem blauen Skarabäus steckt. Aber der spielt über weite Teile des Plots überhaupt keine Rolle. Der Fokus liegt auf Kleidern, auf Empfängen, auf Infodump darüber, wie toll und special Cleo ist. Cleo lässt den Armreif sogar bei ihrer Freundin Miranda, die ihn (ein 3000 Jahre altes Artefakt) trägt, als wäre es etwas, das man bei Bijou Brigitte kauft. Erst gegen Ende hin geht es wieder um den Armreif ... was aber auch total unspannend ist, bis hin zu dem großen Monolog des Bösewichts, der mich einfach nur mit den Augen hat rollen lassen. Dass er keinen Schnurrbart hatte, den er dabei zwirbelt, war echt ein Wunder.
Es fällt mir schwer etwas positives zu sagen, denn dieses Buch hat einfach keine Tiefe. Cleo bekommt den Job am Museum, sie soll Artefkate reinigen. Gibt es eine Szene in der sie das tut? Nein. Cleo soll für Angwin Artefakte kaufen. Bekommen wir eine ordentliche Szene in der sie diese begutachtet oder eine Szene in der wir wirklich DABEI sind, als eine Akution stattfindet. In der GEZEIGT wird, dass sie eine Expertise hat und Angwin berät? Nein. Wir bekommen nur so vage Szenen die so aussehen "Angwin und sie besuchten eine Aktion in London. Die Kleider der Leute waren toll. Wir haben drei Artefakte gekauft ..." fertig. Mir fehlen wirkliche Szenen in denen man ins DETAIL geht. Selbst die Öffnung eines Sarkophargs ist kurz und basic. Und ich frage mich warum. War die Recherche nicht gut genung um wirklich firm in der Materie zu sein? Weil One-Liner in den Text zu hauen ala "Oh das Grab muss aus der 19. Dynastie sein" ist eine Sache ... und zu begreiflich zu machen, was das wirklich bedeutet ist eine andere und das fehlt hier vollkommen.
Alles ist Oberflächlich. Auch die Emotionen. Menschen sterben! Und Angwin und Cleo sind so "Oh ja ... was schauen wir uns in Luxor an ... hm" warum soll ich davon berührt sein, wenn es den Figuren selbst voll egal ist, dass einer ihrer Freunde von Krokodilen gefressen wurde? Und so ist das mit allen Todesfällen. Es ist ein ... ja okay. Next. Da ist keine Emotion, kein Impact, keine Konsequenz aus irgendwas.
5. Ägyptologie
Letzter Punkt, dann bin ich fertig. Es geht in diesem Buch ja um Ägyptologie, und Artefakte. Und es wird wieder der Punkt gemacht, dass diese in Museen am besten aufgehoben sind (true) aber wenn dein Dad will, dass die Stücke in englische Museen kommen ... ist er nicht der "gute Archäologe". Später im Buch wird zwar der Punkt gemacht - von Howard Carter - das die meisten Stücke im Land bleiben (müssen) aber heute wissen wir ja, dass der Dude sich auch heimlich Zeug in die Taschen gesteckt hat. Cleos Kritik am Verkaufen von Artefakten, fällt halt auch flach, wenn sie selbst darin partizipiert aus Ägypten gestohlene Kunstschätze für Angwyns Herrenhaus zu kaufen oder mit 3000 Jahre alten Armreifen als Abendgarderobe herumrennt.
Die kolonialistsche Ausbäutung von Kunstschätzen ... fällt halt ein bisschen unter den Tisch in einem Plot in dem rich white people Grabschändung als Hobby betreiben.
Fazit:
Nicht was ich erwartet habe.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Tajemství modrého skarabea je naprosto kouzelná dobrodružná kniha, která ukrývá tajuplný příběh, který vás doslova pohltí. Čte se jedna báseň!
Autorka Rebecca Michele prokázala, že si umí psaní skutečně užít. Nejenže zasadila příběh do reálné doby, ale musela si nastudovat opravdu řadu informací ohledně egyptské historie a archeologie.
Za sebe mohu napsat, že se mi velmi líbila propracovanost děje. Je pravdou, že zápletka mohla být trošičku více komplikovanější, ale i tak musím napsat, že jak to vymyslela autorka, tak to bylo fajn. Člověk celou dobu čekal, co se z toho vyklube
Kniha pro mne měla naprosto kouzelnou atmosféru. Hodně mi to připomínalo atmosféru Vraždy v Mezopotámii. Vykopávky, archeologie, zajímavé postavy, tajemství, tragédie, všude egyptský prach, pyramidy - zkrátka to opravdu mělo to kouzlo doby, kdy Angličané byly v Egyptě jako doma.
Kapitoly na sebe krásně navazovaly a byly celkem krátké, což jen motivuje ke čtení.
Knihu bych mohla všem jen a jen doporučit. Určitě se při ní nebudete nudit. Ne příliš přeslazené, ne příliš děsivé. Prostě tak akorát.
Velice čtivě napsaná, lehce naivní historická romance, zasazená do prostředí egyptských vykopávek. Tak nějak by se dala tato kniha stručně popsat. Alespoň pro mě nepříliš okoukané prostředí, jelikož knihy zasazené do světa egyptských vykopávek se mi do rukou přeci jen nedostanou až tak často, mě zaujalo, postavy působily sympaticky a lehce dobrodružná zápletka mě bavila. Podle mě se jedná o příjemně oddechový příběh. A i když jsem na základě doporučení a recenzí z Instagramu, od knihy očekávala přeci jen o trochu víc, jsem i tak spokojená.
Cleopatra ist Halbwaise und lebt bei ihrer Tante in Cornwall weil ihr Vater in Ägypten Ausgrabungen leitet. Auch sie ist von der Geschichte der Pharaonen fasziniert und möchte ihren Vater begleiten. Aber bevor sie alt genug ist stirbt ihre Tante und sie kommt zur Familie Tredennick. Gemeinsam mit den Geschwistern der Familie wird sie erwachsen. Als ihr Vater als verschollen gilt, reist sie mit ihren Freunden nach Ägypten um ihn zu suchen. Gefährliche Abenteuer und ein geheimnisvoller Armreif begleiten sie auf ihren Weg. Das Buch ist eine Mischung aus Rosamunde Pilcher und Indiana Jones. Für beides gab es mal eine Zeit, aber hier gemischt, kam es mir etwas komisch vor. Ich hatte mehr einen spannenden Bericht über eine mutige Frau die ihrer Zeit voraus ist erwartet. Schon einen Roman, aber nicht so seicht. Die Charaktere der Geschichte waren unausgereift und größtenteils unglaubwürdig. Als eine realistische Figur kam mir nur die Tante und die Lady Tredennick entgegen. Cleo und die Geschwister wirkten unfertig und blass. Die spannenden Szenen waren zu schnell und oberflächlich erzählt. Zeit Sprünge über Wochen, Monate oder Jahre machten für mich diesen Roman unvollständig. Ein Lichtblick war die Beschreibungen der Ausgrabungen und die Organisation der Umstände wie es zur Entdeckung des Grabes eines der bekanntesten Pharaonen kam.
Romane, welche in den 20er Jahren spielen, gibt es aktuell zuhauf, ungewöhnlich und interessant ist hier das Setting. Romane, die in Ägypten spielen gehören nicht zum Mainstream des Genres. So war ich sehr gespannt auf das Buch, welches ich im Rahmen einer Leserunde bei Büchereule.de gelesen habe.
Das Cover zeigt eindrucksvoll den Schauplatz Ägypten. Eine Pyramide und eine Sphinx sind im Hintergrund zu erkennen, im Vordergrund eine Frau, welche wohl Cleo darstellen soll. Der Klappentext umreißt gut, worum es in diesem Roman geht, ohne zu viel Spannung vorwegzunehmen.
Es geht in dem Roman um die ägyptische Kultur und die Ausgrabungen, welche vornehmlich die Engländer damals geleitet haben. Aber auch die Themen Freundschaft und Abenteuer stehen im Raum.
Der Roman braucht einige Zeit, um in Fahrt zu kommen, der erste Teil des Romans spielt in Cornwall. Dies ist insofern nötig, um die Beziehungen zwischen Cleo und den Geschwistern Tredennick besser verstehen zu können, allerdings kamen einige Zeitsprünge sehr unvermittelt daher. Was aber im zweiten Teil des Buches besser wurde, hier wird die Geschichte stringenter erzählt.
Ein wenig schwer getan habe ich mir mit der Hauptfigur, sie war mir teilweise zu naiv und passiv. Zudem hätte sie mir mehr Empathie zeigen müssen. So habe ich ihr eher distanziert gegenübergestanden, ohne sie gänzlich abzulehnen.
Die Geschwister Tredennick waren für mich schon greifbarer. Miranda war eine typische Frau ihrer Zeit. Sie war nicht nur verwöhnt und meinte alles zu bekommen was sie wollte, sondern sie war auch sehr herrisch und egoistisch. Angwin, ihr Bruder ist in Teilen ein Snob durch und durch. Es gibt aber Augenblicke, die ihn mir sehr sympathisch gemacht haben.
Die Spannung des Romans zieht sich zum einen aus dem mysteriösen Verschwinden von Cleos Vater, aber auch aus den weiteren Entwicklungen der Geschichte. Langweilig wird es jedenfalls nicht.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und angenehm zu lesen, Dialoge wechseln sich gut mit erzählenden Passagen ab. Man lernt viel über die ägyptische Kultur und die Ausgrabungen seiner Zeit.
Ein sehr ausführliches Nachwort gibt noch einmal wichtige Hinweise zu der Geschichte und gibt Informationen bzgl. Wahrheit und Fiktion.
Es war sehr interessant nach Ägypten zu reisen, auch wenn ich bis zum Schluss nicht so recht mit Cleo warm geworden bin. Empfehlen kann ich diesen Roman allen, die gerne mal nach Ägypten reisen wollen.
Vielen Dank an Rebecca Michéle für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die Begleitung der Leserunde auf Büchereule.de.
Mit dem historischen Roman stellt Rebecca Michéle einen Abenteuerroman vor, dem es vom Thema her nicht an einer gewissen Ähnlichkeit mit Indiana Jones mangelt. Es verschwinden Menschen, es geschehen Verbrechen, aber es ist mitnichten ein herkömmlicher Kriminalroman.
Die Handlung spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts im südenglischen Cornwall und in Ägypten. Die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun steht noch bevor.
Alexander Vanson ist Ägyptologe und auf der Suche nach einem besonderen Grab. Ihm geht es nicht um Gold und Reichtum, ihm geht es um das kulturelle und historische Wissen für die Menschheit. Da wird ihm von einem Fremden ein Armreif zum Kauf angeboten. Er denkt an den bevorstehenden Geburtstag seiner Tochter Cleopatra, genannt Cleo, die weit von ihm entfernt in Cornwall bei der Tante lebt. Doch kurz darauf wird der Fremde tot aufgefunden.
Cleo ist schließlich die Hauptperson, die Protagonistin, dieses Romans. Ihre Mutter, sie und auch der Vater entstammen einfachen Verhältnissen. Nach dem Tod der Mutter wird Cleo von der Tante aufgezogen, während der Vater sich in Ägypten aufhält.
Durch missliche Umstände gelangt Cleo zu den Herrschaften von Tredennick Manor. Obwohl die Tredennicks ganz besonderen Standes sind, wird sie deren Tochter, später auch dem Bruder eine gute Freundin.
Als Cleos Vater schließlich in Ägypten spurlos verschwindet, sind die Freundschaften in Cornwall so fest, dass ihr die Reise nach Ägypten finanziert wird, um den Vater zu suchen.
Mit vielen Cornwall-Krimis und anderen historischen Romanen hat Rebecca Michele bereits bewiesen, dass sie aus umfangreichen Recherchematerial sehr spannende, unterhaltsame und schließlich auch viel Wissen vermittelnde Romane erschaffen kann.
Zu Beginn der 1920er Jahre sind die Klassenunterschiede in England noch viel stärker als heute. Der Unterschied zwischen den Dienstboten und den Herrschaften wurde von der Autorin sehr deutlich gezeichnet und entbehrt nicht einer gewissen Ähnlichkeit mit den Verhältnissen auf Downton Abbey. So war England halt zur damaligen Zeit. Rebecca Michéle hat das wunderbar in Worte gefasst.
Wer nicht mit der falschen Erwartung eines Kriminalromans an diesen Roman herangeht wird einen herrlichen Abenteuerroman mit Intrigen und Geheimnissen zu lesen bekommen. Mit diesem Roman kann man sehr gut in das alte Ägypten reisen. Und mir war manchmal so, als würde mir beim Lesen Peter Ustinov in der Figur des Hercule Poirot begegnen.
Cleopatra Vanson, lebt nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Tante Elsie in Cornwall.Ihr Vater arbeitet als Archäologe in Ägypten im Tal der Könige bei diversen Ausgrabungen.Trotz ihren widerstreitenden Gefühlen, würde sie gerne ihrem Vater nacheifern.Doch ihre Tante Elsie führt sie in Cornwall ins Schneiderhandwerk ein, wo sie auch Miranda Treddeninck kennenlernt und trotz aller anfänglicher Ablehnung zu ihrer Freundin wird.Besonders auch ihr Bruder interessiert sich für die Ägyptologie, wie sie!Dann geschieht ein Unglück und sie wird von der reichen Familie aufgenommen.Da sie in den Zeiten des 1.Weltkriegs sehr lange keinerlei Nachricht von ihrem Vater erreicht hat, beschliesst sie zusammen mit ihren neuen Geschwistern nach Ägypten zu reisen.Hier kommt sie nicht nur ihrem Vater, sondern auch dem Geheimnis des Armreifs mit dem blauen Skarabäus auf die Spur kommt und dabei auch noch ihre große Liebe findet, die auch ihre Interessen teilt und ihr ihre Freiheit lässt! Ein toll recherchierter historischer Roman über die Ausgrabungen von Carter und das Grab von Tutanchamun.Mich hat das Buch sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte es nicht weglegen, bevor ich fertig war.Sehr spannend und flüssig geschrieben und auch die Romantik kommt nicht zu kurz!Sehr gut recherchiert.Mich hat deshalb auch die Geschichte sofort gefangen genommen, als würde ich direkt dabei sein!Absolute Leseempfehlung!
Ich finde die Welt, die Rebecca Michele erschaffen hat wunderschön. Es gibt einen Einblick in die Kultur Ägyptens & das Reisen und Leben Anfang des 20. Jahrhunderts. Trotzdem hatte ich letztendlich einige Probleme mit der Geschichte & ich denke, dass ich ohne meine Leidenschaft für die Archäologie, die 20er und Ägypten deutlich weniger Punkte gegeben hätte, denn... 1. Die Liebesgeschichte kam aus dem Nichts. Vom unfreundlichen Amerikaner entwickelte sich John urplötzlich zur Interesse Cleos. 2. Bis zu Seite 350 passiert ungefähr gar nichts. Ja, einige Menschen starben & man hatte an dem Tod einiger Leute zu knabbern, aber der Auflösung kam man gar nicht näher. Klar, waren die beschriebenen Handlungen schön zu lesen, aber sie haben nichts zur Lösung beigetragen. 3. Die Auflösung war enttäuschend. Man hätte es meiner Meinung nach vorher viel interessanter und mysteriöser machen können. Die Auflösung verdient höchstens einen Punkt.
Die drei Sterne gibt es für die erschaffene Welt und die Worte mit der die Autorin uns Leser in die Welt Ägyptens führte. Alles andere war nicht sehr überzeugend.
This entire review has been hidden because of spoilers.
In meiner Jugend habe ich mal ein Buch gelesen, dessen Titel und Autor ich bis heute vergessen habe. Es ging um die Suche nach dem Grab von Tutanchamun, die mich total fasziniert hat. Wie „Das Geheimnis des blauen Skarabäus“, spielte es in den 1920er Jahren. Das war eigentlich der einzige Grund, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Cleos Vater ist ein angesehener Archäologe, den sie eigentlich nur von gelegentlichen Heimatbesuchen kennt. Als er plötzlich verschollen ist, macht sie sich mit ihrer reichen Schulfreundin und deren Bruder auf die Suche nach ihm.
Ganz zu Beginn des Buches dachte ich, dass wir keine Freunde werden würden. Da ich aber zur Leserunde bei der Büchereule angemeldet war, wollte ich nicht kampflos aufgeben. Nach ein paar Seiten war mir völlig klar: Das wird ein Lieblingsbuch! Und so ist es auch. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus Abenteuerroman und Krimi, denn es gibt durchaus Tote im Buch, die nicht aus alten verstorbenen Pharaonen bestehen. Ich mochte es sehr zusammen mit Cleo die Gegend zu erkunden, Menschen kennen zu lernen und mich auf die Suche nach ihrem Vater zu begeben. Leider war diese Reise für sie nicht immer ungefährlich, aber ihre kluge und gewitzte Art haben ihr dabei geholfen immer zu ihrem Ziel zu kommen. Rebecca Michèle hat es sehr gut verstanden, mir ganz genau zu zeigen, wie es sich anfühlt in Ägypten zu leben.
Cleos Schicksal wird zum passenden Zeitpunkten als Rückblick erzählt, so dass ich nicht zu Beginn schon eine ellenlange Vorgeschichte lesen musste, die eventuell dem Buch die Spannung genommen hätte. Rebecca Michèle erzählt Cleos Suche nach dem Vater so interessant und mit vielen Details, dass ich weiterhin fasziniert vom alten Ägypten bin. Ein wenig Romantik kommt im Buch auch vor, wobei der Fokus aber ganz klar auf Cleos Erlebnissen liegt.
Wenn du noch nicht viel über Ägypten weißt, lies „Das Geheimnis des blauen Skarabäus“. Wenn du Experte in diesem Thema bist, solltest du es ebenfalls lesen. Es lohnt sich!