Max von Moos (1903-1979), bedeutender Vertreter der modernen Schweizer Malerei, schildert mit groer technischer Meisterschaft Weltangst und das Versagen von Wahrnehmungs- und Ausdrucksfahigkeit angesichts der Unheil kundenden Wirklichkeit. Seine surrealistisch verschlusselten Bilder zum Spanischen Burgerkrieg und zum Zweiten Weltkrieg bezeugen ein verinnerlichtes Pathos fortschreitender Verdusterung und mythischer Damonisierung zeitgeschichtlicher Ereignisse, dem seit 1937 moderne Kunstler in ganz Westeuropa nachhingen. Solche Maler, schrieb 1936 Walter Benjamin, gehen nachts ans Werk, bei verhangten Fenstern. Fur sie ist die Versuchung, nach der Natur zu malen' gering. Auch sind die fahlen Landstriche ihrer Bilder, die von Schemen oder Monstren bevolkert werden, nicht der Natur abgelauscht, sondern dem Klassenstaat.