Maisie hat eigentlich einen Plan, den sie durchziehen möchte, nämlich sich voll und ganz auf ihr Studium zu konzentrieren, ohne von Männern abgelenkt zu werden. Leider passieren ihr auf einmal ganz unerklärliche Dinge in ihren Träumen, die mit einem attraktiven Schotten zu tun haben, der ihr nicht wirklich aus dem Kopf geht. Allerdings waren es ja nur Träume. Doch was, wenn eben jener Traummann als Tutor in einem ihrer Kurse auftaucht? So ganz real? Und was, wenn ihr gut aussehender und charmanter Kommilitone es auch auf Maisies Herz abgesehen hat?
Da ist Verwirrung vorprogrammiert….
Ich mochte Maisie, denn die reagiert so herrlich nachvollziehbar auf all die schrägen Situationen, in denen sie sich wiederfindet. Was ist wahr und was ist nur ein Streich, den ihr der eigene Verstand spielt? Mir hat gut gefallen, dass Maisie auf der Suche nach der Wahrheit misstrauisch blieb, alles mögliche hinterfragt hat, aber trotzdem fest entschlossen war.
Duncan ist Maisies geheimnisvoller Tutor, der nicht nur sehr mysteriös, sondern auch ziemlich attraktiv ist, und außerdem an Maisie interessiert. Er ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Charakter, der aus Maisies Sicht hauptsächlich arrogant, unangenehm und übergriffig erscheint, durch seine eigene Perspektive aber auf jeden Fall an Sympathie gewinnt. Ich mochte seine Zerrissenheit, die ihn manchmal über die Stränge schlagen lässt, aber gleichzeitig auch irgendwie zu einer sehr tragischen Figur macht.
Denn irgendetwas verbindet Maisie mit Duncan, ein unsichtbares Band, dass beide immer wieder zueinander finden lässt.
Wäre da nur nicht Chris, mit dem Maisie unbedingt eine Beziehung führen möchte.
Und den konnte ich ehrlich gesagt gar nicht leiden. Er war überhaupt nicht mein Typ, er war zwar nett und liebenswürdig, charmant und aufmerksam, aber eben auch irgendwie unangenehm aalglatt und mehr der Typ verliebter Teenie. Seine Art, Maisie den Hof zu machen, war überhaupt nicht meins. Ich fand ihn tatsächlich eher gruselig und zum Davonlaufen.
Gestört hat mich an dieser Konstellation besonders, dass es überhaupt ein Liebesdreieck gab. Ich bin gar kein Fan davon, was natürlich aber Geschmacksache ist. Für mich haben Maisie und Chris auch nicht wirklich funktioniert.
Was sehr gut für mich funktioniert hat, war allerdings der Gegensatz, den die beiden Männer verkörperten.
Die Frage, was mehr wiegt, die Liebe auf den ersten Blick, oder aber die Liebe, die mit der Zeit entsteht, war meiner Meinung nach gut eingebracht und für mich total interessant. The struggle is real, denn für Maisie ist das gar nicht so leicht zu beantworten.
Die Handlung konnte mich von Anfang an fesseln. Nicht nur das Setting in Schottland war wunderschön und konnte mich total abholen, sondern auch die Mystery-Anteile. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was hinter allem stecken könnte, und was es mit Duncan auf sich hat. Dieses Miträtseln liebe ich ja total, und wer da Spaß dran hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Mir hat gut gefallen, dass sich die Handlung wirklich langsam entfaltet, weil es dadurch authentisch war, aber dennoch nie langweilig wurde.
Das Ende war ziemlich gemein, deshalb bin ich schon sehr gespannt darauf, wie es mit Maisie weitergehen wird ❤️