Enja – Das Schicksal der Schotten liegt in ihrer Hand.
Schottland, 1314: In den Highlands tobt ein erbitterter Krieg zwischen den Engländern und den Clans um die schottische Unabhängigkeit. Als die Lage sich zuspitzt, beschließt die mutige Kriegerin Enja, die zur Assassinin ausgebildet wurde, für die Schotten zu kämpfen – an der Seite des Clanführers James Douglas. Am Tag der großen Schlacht fällt der König der Schotten eine schwerwiegende Entscheidung: Enja soll sich als Frau vom Kampfgeschehen fernhalten. Doch als sie in den Reihen ihrer Feinde jemanden erkennt, dem sie vor Jahren Rache geschworen hat, weiß sie: Dies ist ihre einzige Chance ...
Die hochspannende Geschichte einer unvergesslichen Heldin inmitten der schottischen Highlands
Eva Fellner, whose full name is Eva Fellner von Feldegg, was born in 1968 in Murnau, upper Bavaria, and initially worked as editor-in-chief of a specialist trade magazine. She founded a digital marketing agency and traveled extensively. China and South Africa became a second home for her. In addition to Asian martial arts, she has always been interested in history, strong women and the world of the Middle Ages. She is convinced that the most beautiful stories are written by life.
Wir schreiben das Jahr 1314 in Schottland. Die Lage zwischen den Engländern und den schottischen Clans spitzt sich zu. Krieg steht bevor, durch den die Schotten ihre Unabhängigkeit erlangen wollen. Enja, Kriegerin, Heilerin und Clanführerin, die im Orient zur Assassine ausgebildet worden war, steht vor einer schweren Entscheidung. Soll sie ihre Neutralität beibehalten und weiter unter dem Einfluss der Engländer leiden, oder zieht sie an Seite der Schotten in den Kampf? Bisher völlig unbekannte Gefühle machen es ihr nicht gerade leichter, sich zu entscheiden. Der Clanführer James Douglas lässt ihr Herz nämlich unvermittelt höherschlagen. Ein spannendes Abenteuer erwartet die einzigartige Heldin, die sich in dieser patriarchischen Zeit immer wieder beweisen muss.
Schreibstil
Da mich der erste Teil von Enjas Geschichte stark positiv überrascht hat, habe ich mich unheimlich auf den zweiten Band gefreut. Im Gegensatz zum ersten Band springen wir nicht mehr zwischen Enjas Vergangenheit im Orient und dem Jetzt hin und her, sondern befinden uns grösstenteils in Schottland, also in Enjas Gegenwart. Allerdings gibt es immer wieder Zeitsprünge, sodass man die Entwicklung der Situation gut erkennen kann. Durch den bildhaften Schreibstil und das fantastische Setting fand ich recht schnell in die Geschichte, wobei ich beim Anfang eines jenes Kapitels wieder etwas Zeit brauchte, um neu reinzukommen.
Handlung
Da mir im ersten Teil die Kapitel, die im Orient spielten, meist am besten gefallen haben, fand ich es ein wenig schade, dass wir bereits nach einem Kapitel in Schottland angekommen sind. Gleichzeitig konnte man sich so besser auf die Geschichte konzentrieren. Dies war auch nötig, denn da die Geschichte auf vielen wahren Geschehnissen beruht, kamen noch so einige Zahlen, Namen und Fakten zusammen. Interessant fand ich besonders die Teile, in denen Strategien und Kämpfe beschrieben wurden. Das hat Eva Fellner wirklich toll beschrieben.
Figuren
Enja ist eine absolute Powerfrau, die ich für ihre Willensstärke bewundere. In gewissen Momenten scheint sie mir fast zu perfekt. Sie scheint keinen Fehler zu haben. Ihre Gefühle für James Douglas machen sie daher äusserst menschlich. Dass sie sich für sich und Frauen im Allgemeinen einsetzt, feiere ich nach wie vor. Es war schön, in diesem Buch mehr über Enjas treuen Begleiter Hal zu erfahren, dessen Leben nicht minderspannend ist. Er ist mir sehr ans Herz gewachsen und hat sich zu einem meiner absoluten Lieblinge entwickelt. James Douglas startete in meinen Augen gut, allerdings habe ich mich im Laufe des Buches immer mehr über ihn genervt. Es ist offensichtlich, dass er in einer patriarchischen Gesellschaft aufgewachsen ist, trotzdem geht mir das Bild, das er von Frauen hat, zunehmend auf die Nerven. Da hat mir beispielsweise Colin Maxwell, den wir neu kennenlernen, besser gefallen. Er war ein flotter Typ, den ich schnell ins Herz geschlossen habe. Gerne hätte ich mehr über Winnie und Kalay gelesen, die ich beide richtig cool finde. Ich vermute ja immer noch, dass die beiden ewigen Streithähne etwas miteinander haben;)
SPOILER!
Ich persönlich fand es schade, dass Enja im Laufe der Geschichte immer abhängiger von James wurde und so Teile ihrer Wildheit und Freiheit eingebüsst hat. Besonders die eher unfreiwillige Heirat zwischen den beiden hat nicht für James gesprochen, für den ich mich danach nicht mehr wirklich erwärmen konnte. Ich fand sein Verhalten zunehmend toxisch, auch wenn mir natürlich klar ist, dass es in dieser Zeit nun mal so war.
ENDE SPOILER
Fazit
Eine spannende Fortsetzung der Geschichte dieser einzigartigen Heldin. Leider konnte das Buch mich nicht ganz so überzeugen, wie der erste Teil. Das Setting und die Verknüpfung zu wahren Geschehnissen haben mich trotzdem sehr fasziniert.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Schon in "Die Highlanderin" hat Eva Fellner auf eindrucksvolle Art und Weise bewiesen, dass es möglich ist, eine Geschichte über Assassinen, Medikusse und Highlander vor der Kulisse des schottischen Unabhängigkeitskrieges am turbulenten Anfang des 14. Jahrhunderts zu erzählen und hat mich total süchtig nach dieser verrückten Mischung werden lassen. Auch die Fortsetzung, "Das Leben der Highlanderin" führt nun wieder hochspannend, komplex und gut recherchiert durch die schottische Historie und erzählt dabei die Geschichte unserer besonderen Heldin zu Ende! Zwar gibt es auch in Band 2 einige Punkte, die ich kritisieren muss, insgesamt hat er mir aber um Welten besser gefallen als Band 1.
Das Cover des Aufbau Verlags zeigt wieder eine Frau mit wehendem Kleid und roten offenen Haaren, die von einem schroffen Felsen auf eine raue, gewitterumwölkte Landschaft hinabblickt, über der der Titel in großen, goldenen Letter schwebt. Auch wenn diese Aufmachung sehr typisch für das Genre ist, gefällt mir die Band 1 sehr ähnliche Gestaltung als Ganzes wieder sehr gut. Schade ist nur, dass die abgebildete Frau nur sehr wenig an unsere Protagonistin Enja erinnert, die zum einen sehr helle, fast schon weiße Haare hat und zum anderen keine Kleider trägt. Innerhalb der Buchdeckel ist die Geschichte in 13 größere Kapitel geteilt, die jeweils abwechselnd auf zwei Zeitebenen spielen. Jene Kapitel sind dann nochmal in kürzere Szenen gegliedert, sodass man auch als Fan von kurzen Kapiteln auf seine Kosten kommt.
Erster Satz: "Eine Kathedrale wie von Gott geschaffen, ging es mir durch den Kopf, als ich das imposante Gebäude zum ersten Mal sah."
Am besten starten wir den inhaltlichen Teil der Rezension mit einer kleinen Rekapitulation, wo wir zu Beginn der Handlung von "Der Weg der Highlanderin" auf den beiden Handlungssträngen stehen und wo Band 1 gestoppt war. Der erste Handlungsstrang begann in "Die Highlanderin" im Mai 1307 in Schottland und erzählte von unserer erwachsenen Protagonistin Enja, die in die Wirren des schottischen Unabhängigkeitskrieges verstrickt wurde und zwischen den Fronten des englischen und des schottischen Königs um einen friedlichen Ort zum Leben für sich und ihre Lieben kämpft. Zuletzt hatten wir sie in einem fiesen Cliffhanger in ihrer Burg mit dem schottischen König im Inneren und dem englischen als Belagerer davor zurückgelassen. In Band 2 wird ihre Neutralität als Landbesitzerin im schottisch-englischen Grenzland erneut auf die Probe gestellt, als sich die Linien des Kriegs abermals verschieben und schon bald muss sie sich zwischen ihrer Freiheit und der Liebe zum schottischen Clanführer James Douglas entscheiden.
Der zweite Handlungsstrang startete 1289 in Island und erzählte Schritt für Schritt, wie die damals noch kleine Enja von ihren Eltern auf eine Reise ohne Rückkehr geschickt, sie durch Menschenhändler in den Orient verschleppt wird und dort von einer Station zur nächsten verschiedene Ausbildungen durchläuft. Band 1 endete ja damit, dass die frisch gebackene Prinzessin Enja mit dem halben Schatz des Assassinenkönigs Hassan I-Shabbah auf dem Weg nach Masyaf ist. In Band 2 wird auch dieser Strang fortgesetzt. Dafür kehren wir in Kapitel 2 nach Syrien ins Jahr 1300 zurück und warten gespannt auf die Erklärung, wie eine hellhaarige Isländerin mit Sklaventattoo auf der Stirn und einer Entourage an seltsamen, diversen Gestalten überhaupt mitten im schottischen Unabhängigkeitskrieg gelandet ist. "Die Melancholie, die uns alle befiel, hatte nichts damit zu tun, ob wir uns über unser neues Zuhause freuten oder nicht. Fast jeder hier hatte eine oder mehrere Seelen in diesem Land verloren - Seelen, die sie jetzt nur noch im Herzen mittragen würden in eine Zukunft, die keiner vorhersehen könnte. Ich hoffte nur, diese Zukunft würde uns alle näher an unsere Träume und Ziele bringen"
Wie schon bei Band 1 hat mir wieder sehr gut gefallen, dass man die Geschichte sowohl als historischen Roman, als auch als Abenteuerroman lesen kann, da "Der Weg der Highlanderin" sich zu keinem Zeitpunkt in langen Ausführungen oder Erklärungen des politischen Klimas etc. verliert, sondern sich stark auf die Erlebnisse der Protagonisten konzentriert. Für die ein oder andere LeserInnen werden die Erklärungen oder Einbettungen in den historischen Kontext vielleicht etwas zu knapp geraten sein, mir hat der Fokus aber gut gefallen, da es nichts Anstrengenderes gibt, als historische Romane, die zu stark von der Handlung abweichen und sich im belanglosen Inforausch verzetteln. Spannend ist auch, dass Eva Fellner hier Wahres mit Fiktion mischt und vergangene Zeiten auf eher moderne Einstellungen treffen lässt. Was genau nach historischen Überlieferungen wirklich passiert ist und welche Ereignisse ihrer eigenen Fantasie entstammen, erklärt die Autorin in einem kurzen Nachwort. Die Frage, ob alles, was hier im Laufe der Handlung passiert, wirklich realistisch ist, fegt die Autorin dabei sehr geschickt vom Tisch, in dem sie die Figuren selbst erkennen lässt, dass Enja erstaunlich viel Glück zu haben scheint. "Der Weg der Highlanderin" landet zwar nicht wirklich in der Mystik-Schiene, die Enjas weitsichtige Instinkte oder ihr Talent, sich wahnsinnig schnell anzupassen, oder zu heilen, mit Magie zu erklären versucht. Durch das Einbinden von Vorsehung, Schicksal und Religion wird das unwahrscheinlich Erscheinende jedoch passend eingebettet, sodass es im Gesamtkontext stimmig wirkt.
In dieser Fortsetzung rückt nun die Protagonistin stärker in den Vordergrund und auch die zuvor nur zart angedeutete Liebesgeschichte bekommt hier deutlich mehr Raum sich zu entfalten. In meiner Rezension zu Band 1 hatte ich kritisiert, dass sich die Autorin während ihrer komplexen Handlung nicht genügend Zeit für die Gefühle ihrer Figur nimmt und uns die spätere stahlharte Kriegerin emotional ferner bleibt, als die junge Enja, die wir in den Rückblicken erleben. Im Laufe der Handlung verstehen wir nun immer besser, weshalb unsere Heldin mit der Zeit so zu einer Kriegerin abgestumpft ist und lernen mehr über ihren Weg, die Figuren, die wir später an ihrer Seite sehen und können uns so mit der Zeit auch mehr mit der erwachsenen Enja identifizieren. Wo Enjas emotionale Reifung oder allgemein ihre Gefühlen trotz der sehr nahen Ich-Perspektive in Band 1 nur in geringem Maße auf die Leserschaft übertragen wurden, zeigt sie nun auch ab und zu verletzliche Seiten, Komplexe und ist durch das bessere Verständnis ihres Werdegangs auch auf den zweiten Blick eine viel spannendere Figur. Dass sie mich auf den ersten Blick schon für sich einnehmen konnte, da sie als starke Frau, die sich im gegebenen historischen Kontext emanzipiert, sich für Heilkunde, Fortschritt und Forschung einsetzt, stark aus dem Klischee der Historien-Protagonistinnen ausbricht, steht hingegen gar nicht zur Debatte. "Eines hatten beide Länder gemeinsam: Hier wie da waren es die Schwächsten, die unter Kriegen litten, die sie nicht entfacht hatten."
Mein Hauptkritikpunkt in meiner Rezension zu Band 1 war ja gewesen, dass die Geschichte abrupt in einer der wichtigsten Szenen mit tausenden offenen Fragen endet, ohne die beiden großen Handlungsstränge stimmig zusammengeführt zu haben. Diese Zusammenführung findet in "Der Weg der Highlanderin" nun endlich statt und wir erfahren, aus welchem Grund es Enja nach Schottland verschlägt. Trotzdass dieser Bogen hier geschlagen wurde, bleibt für mich wieder die Verwirrung und das leichte Gefühl der Überfüllung zu kritisieren, welches mit der komplexen und verschachtelten Erzählweise einhergeht. Denn statt durchgängig aus der Sicht der Protagonistin Enja zu erzählen, wechseln sich hier Er-Erzähler aus den Perspektiven von wichtigen Nebenfiguren wie Hal oder James und auktoriale Zwischenepisoden mit dem personalen Ich-Erzähler ab. Dazu kommt, dass die Autorin hier nicht nur mit ihren Erzählperspektiven jongliert, sondern der Roman wie bereits erwähnt auf zwei Zeitebenen rangiert, die abwechselnd in jedem Kapitel verfolgt werden. "Krieg war keine gute Zeit für uns Frauen. Egal, welcher Mann gewann, wir hatten immer verloren."
Zugutehalten muss man dem Roman, dass die Einbindung der Vorgeschichte, die Schritt für Schritt erzählt, wie sie zu der Frau geworden ist, die wir in Schottland handeln und kämpfen sehen, die Haupthandlung gerade erst interessant macht. Positiv anzumerken ist auch, dass die einzelnen Motive - Wikinger, Orient, Medicus, Harem, Assassinen, Highlander, Krieg - überraschend flüssig ineinander übergehen und man sich mit der Zeit an die verschachtelte Erzählweise gewöhnt. Schade ist jedoch, dass die vielen Zeitsprünge dafür sorgen, dass die einzelnen Parts nicht ausreichend auserzählt werden können. Teilweise wirken die einzelnen langen Kapitel wie Episoden einer narrativen Historien-Doku, die sich ein historisches Ereignis und Enjas abenteuerliche Verstrickungen darin jeweils gesondert vornehmen. Statt Enjas Geschichte fortlaufend mit klarem roten Faden zu erzählen, weiß man am Ende eines Kapitels nie, wohin sich die Handlung weiterbewegen wird. So verschwendet die Autorin leider eine Menge Potential. Besonders nachdem sich die beiden Handlungsstränge und Zeitebenen getroffen haben, verliert die Geschichte ein wenig ihre Orientierung und lässt einen klaren Endpunkt vermissen. Denn während der Rückblick-Strang auf ein ganz klares Ziel zu lief - nämlich zu erklären, wie Enja als Prinzessin in Schottland gelandet ist -, springt die nun einsträngige Haupthandlung eher ziellos von einer actionreichen Szene zur nächsten, bis sie zum Ende kommt. "Lasst uns zusammen Schottland erobern, meine Rebellenbraut. Ich möchte Euch an meiner Seite! Eure Klugheit, Stärke und Anmut werden alles aus meinem Weg räumen. Zusammen erobern wir ganz Schottland!"
Jenes Ende ist definitiv rund und ein würdiger Abschluss von Enjas abenteuerlicher Reise. Ohne zu viel verraten zu wollen muss ich aber noch anmerken, dass mir noch eine Rückkehr Enjas zu ihren Wurzeln fehlt, was den Kreis der Handlung endgültig geschlossen hätte. Auch eine Wiedervereinigung mit Hal und das Geständnis seiner Liebe blieben uns verwehrt. Zwar sind Hals Gefühle für die LeserInnen offensichtlich, für einen wirklich hundertprozentigen Abschluss hätte ich mir noch ein paar klärende Worte zwischen den beiden am Ende gewünscht.
Fazit:
"Der Weg der Highlanderin" führt wieder hochspannend, komplex und gut recherchiert durch die schottische Historie und bringt die Geschichte einer besonderen Heldin zu einem würdigen Ende! Schade ist, dass auch hier wieder viele Zeitsprünge und Perspektivenwechsel den roten Faden zerfasern und der Roman unter der verschachtelten Erzählweise leidet, obwohl Band 2 viel runder erscheint und einiges besser macht als Band 1.
Zwischen den Engländern und den Clans von Schottland tobt der unerbittliche Unabhängigkeitskrieg. Die Kriegerin und Assassinin Enja beschließt, für die Schotten zu kämpfen. An der Seite des Clanführers James Douglas. Doch der schottische König fällt am Tag einer großen Schlacht eine Entscheidung: als Frau soll sich Enja vom Kampfgeschehen fernhalten. Als sie jedoch in den Reihen der Feinde ein Gesicht erkennt, dem sie vor Jahren Rache geschworen hatte, wird ihr klar: dies ist ihre einzige Chance.
Erst kürzlich habe ich den ersten Teil der Reihe gelesen und habe direkt nach dem zweiten Band gegriffen. Auch, weil der erste Band sehr offen endet und ich somit viel mehr Fragen im Kopf hatte, als Antworten.
In diesem Teil der Reihe ist sehr deutlich der Fokus viel mehr auf Enja als Protagonistin gesetzt. Auch die zuvor nur angedeutete Liebesgeschichte bekommt mehr Raum. Zum Teil aber dann doch etwas zu viel. Ich mag zwar auch kitschige Liebesgeschichten, das muss ich zugeben, aber in diesem Buch habe ich nicht damit gerechnet und es auch irgendwie nicht so wirklich gefühlt. Es war mir an einigen Stellen dann doch etwas viel.
Je mehr das Buch voranschreitet, umso deutlicher wird, wie Enja zu dieser eher kühlen Frau wurde, die fast schon abgestumpft an Kämpfen teilnimmt. Langsam gelang es mir, doch ein wenig Zugang zu ihr zu erlangen, auch wenn es noch immer nicht so emotional war, wie ich es mir gewünscht hätte. Obwohl es hier wirklich eine deutliche Steigerung gibt, denn ab und an zeigt Enja nun auch ihre verletzliche Seite. Alles in allem ist Enja eine sehr spannende Protagonistin, die ihrer Zeit weit voraus ist und mit den Klischee-Figuren in diesem Genre mehr als nur bricht. Für mich wäre ein bisschen weniger Heldentum aber auch in Ordnung gewesen.
Die Geschichte ist zu Anfang wieder in zwei Erzählstränge aufgeteilt. Wir sind am Anfang wieder in Schottland, bei der erwachsenen Enja und Jahre in der Vergangenheit in Syrien. Doch in diesem Teil werden die beiden Erzählstränge nun zusammengeführt und es wird endlich klar, wieso Enja überhaupt in Schottland gelandet ist. Dennoch ist es für mich auch in diesem Teil noch so, dass mir die Erzählweise etwas Probleme bereitet. Es wirkt weiterhin etwas überfüllt und manchmal auch etwas durcheinander, denn mir hat ab da definitiv ein roter Faden gefehlt. Ich wusste nicht wohin die Handlung sich wenden wird und wir trudeln von einer actionreichen Kampfszene in die nächste. Mir hat es irgendwie an Substanz gefehlt. Auch das Ende war nicht so hundert Prozent rund für mich, weil ein paar Punkte offen blieben, die mir etwas mehr Befriedigung verschafft hätten. Dennoch muss ich sagen, dass Band 2 für mich in jedem Fall eine Steigerung im Vergleich zu Teil 1 war. Vor allem was die Entwicklung und Darstellung von Enja anging, konnte ich hier viel mehr für mich herausziehen und somit auch mehr mitfiebern, wie noch im ersten Teil.
Was die historischen Ereignisse anging wurden sie von der Autorin gekonnt in die Handlung eingeflochten, sind aber, wie schon im ersten Teil, an die Geschichte angepasst worden. Da spricht natürlich nichts dagegen, denn wir befinden uns immerhin in einem historischen Roman. Auch wenn ich die klassischen historischen Romane etwas lieber lese, so hat mir das Abenteuer von Enja mit diesem Abschluss doch gut gefallen. Ich habe mir von der Dilogie zwar durchaus etwas anderes erhofft, doch das Ende war passend und ich bin froh, dass ich in diese etwas andere Welt des schottischen Unabhängigkeitskrieges eingetaucht bin.
FAZIT
Das Finale der Enja Dilogie konnte mich an vielen Stellen etwas besser abholen, als noch Teil 1. Enja ist zugänglicher, zeigt auch mal ihre Verletzlichkeit. Auf der anderen Seite war mir die Liebesgeschichte an einigen Stellen doch etwas zu präsent. Auch der teilweise fehlende rote Faden in der Handlung hat es mir manchmal schwer gemacht. Das Ende hingegen hat mich dann doch wieder eingefangen und ich kann die Dilogie zufrieden zurück in mein Regal stellen.
Der erste Band hatte mich total begeistert, und er endet mit einem gemeinen Cliffhanger, so dass ich auf den Nachfolger hingefiebert habe. Natürlich wollte ich wissen, wie es mit der Heldin Enya weitergeht. Diesmal bin ich leider nicht ganz so begeistert – auf jeden Fall aber sollte man den ersten Band kennen, bevor man zu diesem greift, da die Geschichte nahtlos an den Vorgänger anknüpft. Außerdem würde ich den Klappentext nicht lesen, da er sehr viel verrät und schon auf ein Ereignis hinweist, was erst auf den letzten 100 Seiten stattfindet.
Natürlich steht Enya wieder im Mittelpunkt – und diesmal ist es der Krieg zwischen England und den Clans um eine schottische Unabhängigkeit, der den Rahmen für die Geschichte liefert. Enya muss sich für eine Seite entscheiden, aber natürlich kämpft sie nicht alleine, sondern hat ihren treuen Freund Hal stets an ihrer Seite. Und nicht nur will Enya endlich als Herrin anerkannt werden, immer noch will sie Rache an dem Mann, der ihre Freundin grausam getötet hat.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen, auch wenn der Cliffhanger anders aufgelöst wird, als ich gedacht hätte. Es war schön, die liebgewonnenen Charaktere wiederzutreffen, allen voran natürlich Enya, die scheinbar unbesiegbare Heldin der Geschichte, fast noch ein bisschen mehr habe ich mich aber über Hal gefreut, der schon in Band eins mein heimlicher Held gewesen ist. Hal wirkt äußerlich wie eine Kampfmaschine, dabei hat er ein großes Herz und hat man dies einmal gewonnen, lässt er einen auch nicht mehr los. Ich mochte seine Entwicklung in diesem Band sehr gerne und war ganz verliebt in seine Loyalität und Liebe, die er gewissen Menschen schenkt. Auch Enya entwickelt sich weiter, wird dabei aber oft übermütig – bei mir hat sie im Verlauf leider einige Sympathien eingebüßt, weil es mir irgendwann einfach zu viel des Heldentums und der Unbesiegbarkeit war – egal, ob es dabei um ihre Kampfkunst ging oder aber um ihre Fähigkeiten als Heilerin.
Nach dem guten Einstieg in das Buch folgte dann leider eine lange Phase, in der mir der rote Faden gefehlt hat und bei der auch einzelne Jahre übersprungen werden, die dann nur kurz zusammengefasst werden, was Wichtiges für Land und Leute geschehen ist. Viel mehr im Vordergrund stand über lange Abschnitte eine Liebesgeschichte, und in dieser Ausdehnung habe ich damit nicht gerechnet. An manchen Stellen war es geradezu kitschig und am Ende dann auch unglaubwürdig und abstoßend (mehr kann ich leider nciht verraten ohne zu spoilern).
Merkwürdig fand ich dabei dann auch die sehr detaillierten Schilderungen von Liebesakten – zum einen habe ich damit nicht gerechnet, zum anderen fand ich es in dieser Ausführlichkeit auch überflüssig. Das habe ich im ersten Band nicht so extrem empfunden. Zwar sind da die Charaktere auch schon überzeichnet gewesen mit all ihren positiven Eigenschaften, da hat es mich aber nicht so gestört wie in diesem zweiten Teil.
Die Sprache ist wieder sehr modern für einen historischen Roman aus dem 14. Jahrhundert. Das kann man sicher kritisch anmerken – mich hat es nicht so sehr gestört, auch wenn so weniger das Gefühl entsteht, einen historischen Roman zu lesen als denn eine Abenteuergeschichte. Einige Worte sind mir zwar negativ aufgefallen, weil sie mir doch zu modern waren (z. B. deeskalieren, indisponiert), aber das war nur sehr selten und konnte ich so verschmerzen.
Leider habe ich diesmal nicht den Zauber von Enya gespürt und auch die Richtung, die die Geschichte einnimmt, hat mir einfach nicht mehr gefallen. Mir war es zu romantisch/kitschig, Enya zu stur und letztlich auch dumm in ihren Handlungen, und das Ende hat dem Ganzen dann noch eins drauf gesetzt – wurde es so gewählt, um die Geschichte weiter fortzusetzen? Ich weiß es nicht, bin aber leider enttäuscht von diesem zweiten Teil, weil ich wohl ganz andere Erwartungen hatte. Ich gebe daher 3 von 5 Sternen.
Wir befinden uns im Jahr 1314 in Schottland. In den Highlands tobt zwischen dem englischen König Edward und den schottischen Clans ein Krieg um die schottische Unabhängigkeit. Enja gerät zwischen die Fronten und entscheidet sich, gemeinsam mit James Douglas, an der Seite der Schotten zu kämpfen. Doch nachdem sie Robert Bruce geschworen hat, ihm zu folgen, trifft dieser eine Entscheidung, die für Enja schwerwiegende Folgen hat.
Das Cover passt gut zum ersten Teil der Reihe. Eine Frau steht mit wehenden Haaren und in einem Kleid, auf einem Felsen und schaut in die Landschaft. Es ist ein typisches Cover für einen historischen Roman und zeigt dem Leser direkt, in welcher Genre er sich befindet. Allerdings stört mich, genau wie bei Teil 1, dass die Frau nichts mit Enja gemeinsam hat, denn unsere Hauptprotagonistin hat weißes Haar und trägt ausschließlich Hosen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Trotzdem hat es gedauert, bis ich wieder in der Geschichte angekommen war. Der Plot knüpft nahtlos an den ersten Teil an und wir verfolgen die Handlung wieder aus zwei verschiedenen Zeitebenen. Der ständige Wechsel der Erzählperspektiven und der Zeitebenen machten es mir zu Beginn oft schwer, der Handlung zu folgen. Doch mit der Zeit kam ich immer besser in die Geschichte hinein. Eva Fellner hat sehr gekonnt, geschichtliche Informationen in die Handlung einfließen lassen und mich so immer wieder mit interessantem Wissen versorgt. Auch die atmosphärische Stimmung, wurde wunderbar von ihr eingefangen und durch die sehr lebendige Beschreibung, hatte ich die Highlands jederzeit bildhaft vor Augen.
Enja kämpft immer noch um die Anerkennung, als Herrin des Landsitzes Caerlaverock und darum, als Frau akzeptiert und ernst genommen zu werden. Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und James Douglas entwickelt sich weiter und rückt mehr in den Fokus. Enja ist mit ihrem Leben zufrieden und hat sich einen eigenen Clan aufgebaut und arbeitet auf Burg Caerlaverock als Heilerin. Doch dann gerät sie wieder zwischen die Fronten und muss sich entscheiden. Auf welcher Seite will sie kämpfen? Und was ist ihr wichtiger? Die Liebe zu James Douglas oder ihre Unabhängigkeit als Besitzerin von Burg Caerlaverock?
Im ersten Teil habe ich kritisiert, dass Enja mir als Protagonistin schon fast zu stark war und keine Schwächen zeigte. In der Fortsetzung hat sich das geändert und wir lernen eine andere, neue Enja kennen, die zwar immer noch sehr mutig, aber auch sensibler und dünnhäutiger ist und mir weitaus besser gefallen hat. Es fiel mir nicht schwer, mich in sie hineinzuversetzen und ihre Gedanken und Emotionen nachzuvollziehen. James ist auch in der Fortsetzung der Reihe einer meiner Lieblingsprotagonisten. Auch wenn in der Welt, in der lebt, Frauen bei kriegerischen Handlungen nichts zu suchen haben, akzeptiert und respektiert er Enja und nimmt sie ernst. Nicht richtig warm geworden bin ich auch im zweiten Teil mit Hal. Er ist Enjas ständiger Begleiter und nach und nach kristallisiert sich immer mehr heraus, dass er nicht nur freundschaftliche Gefühle für sie hat. Allerdings nimmt er sich, anstatt ihr seine Gefühle zu gestehen, eine andere Frau, mit der er augenscheinlich auch glücklich ist. Am Ende fehlte mir ein klärendes Gespräch zwischen Hal und Enja.
Begeistert hat mich das Ende des Plots. Es ist emotional und einfach fantastisch. Leider kann ich hier, um nicht zu Spoilern, nicht viel darüber sagen. Es ist jedoch ein würdiger Abschluss der Geschichte. Die Fortsetzung bleibt während der ganzen Zeit spannend, allerdings ging es mir am Ende etwas zu schnell und ein weiteres Kapitel hätte der Geschichte sicher gut getan.
Für die Fortsetzung gibt es deshalb gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Nach einem großartigen ersten Band, den ich im vergangenen Sommer gelesen habe, gab es nun ein Wiedersehen mit der mutigen Kriegerin Enja, die als Kind aus dem hohen Norden kam, Schiffbruch erlitt und von Sklavenhändlern gerettet wurde, um dann in den Orient verkauft zu werden. Über ihr Schicksal dort, über ihre Ausbildung zur Assassinin und ihre Verbundenheit zu Hassan I-Shabbah ging es im ersten Band. Der zweite Teil spielt weitgehend in Schottland in den Jahren 1306 bis 1314. Es gibt zwar auch Rückblicke, in denen wir mehr über die Reise von Enja und ihrem treuen Freund Cathal erfahren, als sie beschlossen, den Orient zu verlassen und nach Schottland zu gehen. Hier erlebt man auch die Begegnung und den Beginn einer Freundschaft mit Sir Colin Alexander Maxwell, der Enja sehr verbunden ist, nachdem sie ihm medizinische Hilfe geleistet hat. Enjas Geschichte fügt sich nahtlos in die historischen Ereignisse um den schottischen Unabhängigkeitskampf gegen die Engländer. Bei der Verteidigung ihrer Burg Caerlaverock und für den Schutz der Menschen, die dort leben und ihr am Herzen liegen, beweist sie stets großen Mut und Einfallsreichtum. Im Verlauf der Handlung wird man immer wieder Zeuge ihrer Heldentaten, und sie lässt sich so manchen Schelmenstreich einfallen. Sie ist schon eine ganz besondere Frau, wenn auch nicht frei von Selbstüberschätzung, die ihr nicht nur einmal fast zum Verhängnis wird. Ich mag Heldengeschichten, vor allem wenn sie so gut geschrieben sind wie dieser Roman. Frauen kommen in derartigen Romanen meist zu kurz, darum finde ich es außerordentlich gut, dass wir es hier mit einer Heldin zu tun haben. Enja steht ihren männlichen „Konkurrenten“ in nichts nach. Sie ist ebenso tapfer und wagemutig, sie hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und steht immer für die Unterdrückten und Wehrlosen ein. Sie hat ein großes Herz, und sie ist schön. All diese Attribute verleihen ihr das Zeug zum Heldenstatus. Natürlich ist auch ihr Jugendfreund Cal wieder mit dabei, den ich von Anfang an sehr gerne mochte. Auch er ist ein außergewöhnlicher Mensch, nach außen eine Kampfmaschine, jedoch sehr sensibel und mit einem weichen, liebenden Herzen. Es würde Seiten füllen, wenn ich auf all die interessanten und zum großen Teil liebenswerten Charaktere eingehen würde, denn es gibt viele davon in diesem Roman. So wundervoll wie das schottische Land, so sind auch die Menschen beschrieben, die dort leben. Die Autorin schreibt so bildhaft und lebendig, dass ich stets das Gefühl hatte, unmittelbar dabei zu sein, gerade bei Ereignissen wie den Highland-Games. Die historischen Fakten, die dem Roman ein solides Grundgerüst geben, sind tadellos recherchiert, und die Autorin hält sich sehr eng an die realen Daten. Bei kleinen Terminverschiebungen hat Eva Fellner aber auch schon mal ihre künstlerische Freiheit in Anspruch genommen. Auch dieser zweite Teil hat mir wieder sehr gefallen. Es ist eine großartige Geschichte, reich an Abenteuer und Spannung, manchmal humorvoll aber zum Teil auch hoch dramatisch. Die Protagonisten durchleben die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen, von Liebe, Hoffnung, Freude und Treue bis hin zu Trauer, Ängsten, Wut und Hass. Zum Ende des Romans schreibt die Autorin im Nachwort noch einige Erklärungen, denn der Schluss von Enjas Geschichte ist sehr emotional und phantastisch, ja fast märchenhaft, sagenumwoben. Man kann nun sagen, er ist unrealistisch, aber ich finde, wieso sollte nicht auch einmal eine Frau den Stoff zu einer Heldensage liefern. Enja hat auf jeden Fall das Zeug dazu!
Meine Meinung Oh wie sehr habe ich auf den zweiten Band hin gefiebert. Nachdem „Die Highlanderin“ mit einem richtig fiesen Cliffhanger endete war ich umso gespannter, wie es nun mit Enja und ihrer Geschichte weitergehen würde.
Eine kleine Info am Rande; Eva Fellner hat die Geschichte rund um Enja als ein komplettes Buch geschrieben und eingereicht. Der Aufbau-Verlag wollte es dann aber in zwei Teile splitten. Deswegen kam für einige das Ende von Band 1 vielleicht etwas zu plötzlich.
Der Weg der Highlanderin geht aber nahtlos und vor allem spannend weiter. Ich war wieder schnell mitten im Geschehen und konnte wieder komplett in diese Zeit eintauchen. Was besonders auffällt: Die Protagonisten entwickeln sich stark weiter und ich fieberte noch mehr mit Enja mit.
Der Krieg ist auf jeden Fall ein zentrales Thema in diesem Band, doch auch sonst passiert ziemlich viel und hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich das Buch bestimmt in einem Rutsch durchgelesen.
Es ist auf jeden Fall ein Highlight und Langeweile taucht hier auf keiner Seite auf!
Die Szenen werden wieder detailliert beschrieben und auch wichtige Ereignisse werden genau erklärt. Das mochte ich wirklich sehr.
„Musik überwindet sämtliche Grenzen“, hiess es schon bei den alten Persern, und darüber kamen sich die Männer und Frauen der Reisegruppe schon bald in Freundschaft näher. S. 150 – Der Weg der Highlanderin Lobenswert ist auch die überaus gute Recherche-Arbeit von Eva Fellner. Als Leser bekommt man so richtig ein Gefühl für diese Zeit und die Highlands. Ich persönlich fand die Infos rund um die Burgen und auch alles rund um Edward II sehr spannend und hätte gerne noch viel mehr darüber gelesen.
Gegen Ende hin kam ich so richtig ins Schwitzen und rechnete schon fast mit dem Schlimmsten! Doch keine Spoiler, greift zum Buch und taucht selbst in die Highlands ein!
Schreibstil & Cover Ein grossartiger Schreibstil, mit vielen Details aber diese gehören für mich zum Stil des Genres dazu. Ein Genre, welchem ich zuerst skeptisch entgegen schaute und nun schon nach dem nächsten Buch lechze! Ich mochte die Erklärungen und besonders das Nachwort der Autorin war sehr aufschlussreich.
Das Cover mag ich fast noch mehr als beim ersten Band. Obwohl auch dieses wunderschön war! Hier finde ich aber Enja nochmals besser in Szene gesetzt. Auf jeden Fall sehen beide Bücher im Regal zusammen richtig schön aus. 😀
Würde ich das Buch Empfehlen? Ja! Aber nur, wenn man vorab Band 1 gelesen hat. Denn die Geschichte folgt einem Erzählstrang und man benötigt Enjas Vorgeschichte um das ganze besser zu begreifen. Für mich bot das Buch ein paar schöne Lesestunden und ich bin gespannt, womit Eva Fellner uns das nächste Mal fesseln wird.
Enja lebt seit einigen Jahren in ihrer Burg Caerlaverock und wird als Anführerin eines stolzen Clans geachtet und als Kriegerin gefürchtet. Sie hat sich entschlossen, zusammen mit James Douglas an der Seite der Schotten gegen die Engländer zu kämpfen und schwört dem schottischen König Gefolgschaft.
Enja versteht nicht, warum der schottische König ihr verboten hat, in der entscheidenden Schlacht am Kampfgeschehen teilzunehmen. Sie hadert mit sich und der Welt und beobachtet aus sicherer Entfernung den Kampf. Da erkennt sie ihren Todfeind, den Engländer Wilhelm de Valence und ergreift ihre Chance, ihn zu vernichten. Vor einigen Jahren hat Enja mit ihm gekämpft und es hat sie fast ihr Leben gekostet. Sie konnte nur schwer verletzt überleben. Damals hat sie sich geschworen, ihn zu vernichten. (Der Kampf wurde im ersten Band ausführlich beschrieben.) Enjas Ruf als Heilerin reicht bis nach England. Wenn sie zu einem Kranken gerufen wird, eilt Enja zu ihm und hilft, egal ob Schotte oder Engländer.
Der historische Roman beschreibt nicht nur Schlachten, sondern auch das Leben mit ihrem Clan in der Burg. Es gibt ein Wiedersehen mit Enjas treuem Weggefährten Hal sowie mit Lachlan McKay, dem engsten Freund von James.
Die Fortsetzung “Der Weg der Highlanderin” hat mir besser gefallen als der erste Teil “Die Highlanderin”. Mir war Enja zu perfekt, jetzt zeigt sie Gefühle, das macht sie menschlicher. Auch die anderen Figuren haben sich weiterentwickelt. Enjas Geschichte sollte unbedingt der Reihe nach gelesen werden. Die Vorgeschichte ist wichtig, denn die Fortsetzung knüpft nahtlos an den ersten Teil an, der mit einem fiesen Cliffhanger endet. Diesmal bildet der schottische Unabhängigkeitskrieg den Rahmen für Enjas Geschichte. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und es ist ihr eine gute Mischung aus Fakten und Fiktion gelungen. In einem Nachwort erläutert Eva Fellner die Fakten und sagt, welche künstlerische Freiheit sie sich erlaubt hat. “Der Weg der Highlanderin” erzählt eindrucksvoll, temporeich und fesselnd Enjas Geschichte. Der historische Roman ist aus Enjas Sicht in Ich-Form geschrieben. Zwischendurch kommt wieder ein Erzähler zu Wort. Ab und zu wird noch aus wechselnden Perspektiven erzählt. Die Wechsel sind nicht so abrupt wie im ersten Band. Ich wünsche mir, noch über weitere Abenteuer der Highlanderin zu lesen und zu erfahren, warum Enja Island verlassen musste.
Fazit Der historische Roman “Der Weg der Highlanderin” ist ein richtiger Pageturner. Temporeich, fesselnd und hoch spannend bis zum Schluss.
„Der Weg der Highlanderin“ von Eva Fellner ist die gelungene Fortsetzung der Geschichte um die toughe Assassine Enja. Schauplatz der Story ist Schottland zum Anfang des 14. Jahrhunderts. Der Kampf der Schotten um die Unabhängigkeit und die Macht von König Robert durchzieht das ganze Land und lässt auch bald die Kriegerin Enja nicht mehr außen vor. Bisher wahrte sie ihre Unabhängigkeit, aber nun muss sie sich für eine Seite entscheiden. An der Seite von James Douglas kämpft Enja für die Schotten und ihre eigene Zukunft und gegen die Unterdrückung der Engländer. Aber obwohl sie ihre Seite gewählt hat, kann sie nicht aus ihrer Haut und trifft weiterhin ihre eigenen Entscheidungen.
Mir hat der erste Band außerordentlich gut gefallen und ich war absolut gespannt, wie die fesselnde und faszinierende Geschichte von Enja weitergeht. Die Handlung wechselt wie im Vorgängerband zwischen Enjas Vergangenheit und den Geschehnissen in Schottland. Endlich erfährt man, wie sie überhaupt dort gelandet ist und wie sie zu ihrer Burg kam. An ihrer Seite ist weiterhin der loyale und unerschütterliche Hal, der ihr treu ergeben ist und sie ohne Worte versteht. Enja ist einfach nur beeindruckend und besitzt eine äußere und innere Stärke, die die der meisten Männer weit übertrifft. Obwohl es historisch zutreffend ist, macht es einen trotzdem wütend, dass ihr Wert als Frau auch nach all ihren Erfolgen immer noch daran gemessen wird, dass sie letztendlich unter der Kontrolle eines Mannes stehen muss. Ich hätte sie auch gefeiert, wenn sie (historisch komplett inkorrekt) Robert the Bruce nach seinem fiesen Move den Rücken gekehrt und mit Hal in den Sonnenuntergang geritten wäre. Aber man kann nicht alles haben. Eva Fellner ist es auf jeden Fall gelungen, Fiktion und Historie so gekonnt zu verschmelzen, dass die Story packend und mitreißend ist und trotzdem nicht völlig an der tatsächlichen Geschichte vorbei. Für mich waren die Rückblicke genauso spannend wie Enjas Erlebnisse in Schottland und auch das Ende ist absolut rund.
Mein Fazit: Dieser Zweiteiler um die außergewöhnliche Frauenfigur Enja ist unbedingt lesenswert und bekommt von mir eine ganz klare Empfehlung!
Dies ist schon der zweite Teil rund um die Highlanderin. Auf Der Weg der Highlanderin von Eva Fellner habe ich mich schon sehr gefreut, denn der Cliffhanger beim ersten Teil war nicht ohne… Also da kann man einfach nicht anders, als weiterlesen zu wollen.
Es hat einen Moment gebraucht, bis ich wieder so richtig in die Geschichte eintauchen konnte. Damit man Namen und Orte besser zuordnen kann, würde ich Band eins und zwei wahrscheinlich etwas näher beieinander lesen. Oder ein Glossar zum Nachschauen wäre sehr hilfreich für mich gewesen.
Aber Enjas Persönlichkeit hat mich auch in diesem Buch wieder sehr schnell begeistert. Sie ist stürmisch, gutherzig und sehr mutig. Ich mochte sie als Protagonistin wieder sehr gerne und dank ihrer Abenteuer flogen die Seiten nur so dahin.
Im zweiten Band wird weniger oft die zeitliche Perspektive gewechselt. Die Vorgeschichte kennt man auch größtenteils schon, aber dadurch konnte hier das Augenmerk eher auf dem aktuellen Zeitgeschehen und vor allem auf den Beziehungen der Figuren untereinander liegen.
Besonders die persönlichen Verflechtungen haben es mir in Der Weg der Highlanderin sehr angetan. So hat man bei einigen Figuren auch mal einen kurzen Blick ins Herz werfen können und sie kamen mir noch ein Stück näher, als im ersten Band.
Dank der bildhaften Beschreibungen von Eva Fellner habe ich mich für eine kurze Zeit heimisch in Schottland gefühlt. Habe an Enjas Seite gekämpft und geliebt. Hatte auf den letzten Seiten doch einen ganz schön dicken Kloß im Hals… Und war sehr zufrieden, wie sich letztlich dann alles ergeben hat. Allerdings hätte ich mir hier fast noch ein paar mehr Seiten gewünscht, denn die Ereignisse haben sich doch sehr überschlagen.
Der Weg der Highlanderin von Eva Fellner war ein gelungener Abschluss der Dilogie. Die beiden Romane waren für mich auf jeden Fall ein lohnenswerter und empfehlenswerter Ausflug ins historische Genre. Einzig ein Glossar hätte ich mir für einen besseren Überblick wie gesagt noch gewünscht.
Inhaltsangabe: In dem historischen Roman Der Weg der Highlanderin, Band 2 von Eva Fellner, geht es um Enja. Sie besitzt eine Burg und einen eigenen Clan. Der zweite Band spielt in Schottland um das Jahr 1314. In Schottland, den Highlands, tobt ein Krieg zwischen den Engländern und den Clans um die Unabhängigkeit Schottlands. Als Enja nach langem Überlegen beschließt für die Schotten zu kämpfen. Kommt ihr die Ausbildung zur Assassinin zu Gute und sie kämpft nun mit ihrem Clan an der Seite des Clanführers James Douglas...
Persönliche Meinung: Der Anfang des zweiten Bandes hat mir besser gefallen als der erste. Nach der Hälfte der Geschichte fand ich jedoch, dass die Spannung nachließ und das Buch sich in die Länge zog. Da es ein Roman ist, sind einige Personen erfunden, andere haben wirklich gelebt, wie Robert de Bruce oder Edward II. Die historischen Fakten werden im Buch als Rahmen verwendet. Die historischen Ereignisse und Fakten wurden von der Autorin gut beschrieben und dargestellt. Aber ich habe ein bisschen die Liebesgedichte in dem historischen Roman vermisst. Das Buch hat 13 Kapitel, durch die jeweils eigenen Orts- und Zeitangaben weiß man, wo und wann es gerade spielt.
Fazit: Besser als der erste Band, die Geschichte zieht sich etwas in die Länge. Die geschichtlichen Ereignisse und Fakten wurden von der Autorin gut beschrieben und dargestellt. Das Buch bekommt von mir drei Sterne.
Oh wow. Ich bin gerade echt sprachlos und weiß nicht was ich sagen soll… Wie auch der erste Band ist dieser total spannend und lustig geschrieben. Ich liebe Enja und ihren Charakter. Das was sie erreichen will, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, ist einfach nur genial. Sie kämpft darum mit allen Mitteln und Wegen. Ich habe echt eine neue Heldin in ihr gefunden. Das Ende fand ich dann sehr impulsiv von ihr. Ich hätte ihr eine solch unüberlegte Tat nicht zugetraut. Und als ich mich schon von ihr verabschiedet habe kam sie zurück!! Ich bin total geflasht. Das Ende ist wunderschön. Jetzt warte ich gespannt auf den letzten Teil.
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Wer gerne Mary Sues mag die ALLES können, ALLES wissen und dazu WUNDERSCHÖN sind, keinen Wert auf historische Zusammenhänge legt und generell nicht sonderlich anspruchsvoll ist, ist hier richtig. Die Protagonistin kann alles, weiß alles und ist dazu noch vollkommen unbehaart (kein Scherz) und gebaut wie eine grazile Fee mit vielen Muskeln. Generell wird sie von allen respektiert, auch vom grobschlächtigsten Mann der Gruppe.
Ich habs bis Seite 162 ausgehalten, aber danach habe ich mich von meinem eigenen Leid erlöst. Zum Glück als Mängelexemplar gekauft, über 15€ hätte ich mich wirklich schwarz geärgert.