Ein mysteriöses Buch, welches den Leser vor viele verwirrende Fragen stellt. Die Wirklichkeit scheint immer surrealer zu werden bis die Grenzen zwischen „real“ und „surreal“ verblassen. „Was ist diese andere Form des Glücks?“ Ein halbes Jahr nachdem ich das Buch fertig gelesen habe beschäftigt mich diese Frage immer noch. Hartmut Lange regt den Leser wahrhaftig zum Denken an.
merkwürdig und undurchsichtig. hartmut lange arbeitet mit dem verborgenen, wodurch sich die geschichte gut und interessant lesen lässt. ist vermutlich jedoch nur empfehlenswert für menschen, die nicht auf erklärungen angewiesen sind
wie immer bei hartmut lange: ungewissheiten und unschärfe wird zum prinzip dieser novelle, in der mehrere protagonisten der schemenhaften existenz corinna mühlbauer auf die schliche zu kommen versuchen. da ist kippenberger, der sogar mit corinna verlobt ist, nur um in letzter minute doch noch abgelehnt zu werden, sein freund dahlhaus, der nach dieser trennung irgendwann briefe von corinna erhält. dabei ist corinna im einen moment präsent und verschwindet dann auf mysteriöse weise. immer geisterhafter wird ihre existenz, auch durch maldini, der mehr mit corinna zu tun zu haben scheint, aber wie und seit wann bleibt unklar. "die wahrheit liegt im verschwinden" ist ein leitsatz der novelle, und lange scheint uns klarmachen zu wollen: auch in der literatur lässt sich das verschwinden, also die wahrheit, nicht fassen.