Als Robert Schumann die neunjährige Clara Wieck erstmals trifft, ist er noch ein unbekannter Musiker und sie bereits ein umjubeltes Wunerkind. Wolfgang Held erzählt die Geschichte einer schicksalhaften Liebe und einer bewegten und tragischen Ehe.
"Es erzählt die Geschichte einer Ehe", wird dieses Buch angepriesen. Für eine "Geschichte" bräuchte es jedoch einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende, einen roten Faden. Der fehlt hier völlig. Es wird von A nach Z zurück nach B gesprungen, mit einem kurzen Umweg über D. Zwischen zusammenhanglosen Anekdoten stehen immer wieder die persönlichen Gedanken, Interpretationen und schwärmerischen Umschreibungen des Autors zum kompletten Werk beider Schumanns. Wer den Korpus nicht selbst in- und auswendig kennt, weiß damit natürlich nichts anzufangen. Vielleicht für ein begeistertes Fachpublikum interessant, aber keine gute Einstiegslektüre zum Thema Schumann.