»Niemand kann für dich tun, was du für dich selbst tun kannst.« Jorge Bucay
Die Autonomie des Einzelnen, seine Begegnung mit der Liebe, seine Auseinandersetzung mit Schmerz und Verlust und die Suche nach Glück, das sind die vier entscheidenden Wege, die zur Erfüllung unseres Daseins führen.
›Selbstbestimmt leben‹ ist der erste Weg, den ein jeder für sich erobern muss, der eine unabhängige Persönlichkeit entwickeln will. Wie kann ich mich selber wahrnehmen? Wie schaffe ich es, mich von den Wünschen und Projektionen anderer, mit denen ich mein Leben verbringe, frei zu machen. Jorge Bucay erzählt, wie Abhängigkeiten entstehen und wie wir uns von anderen unterscheiden und abgrenzen können. Nur wenn wir uns selbst genug lieben, können wir Autonomie im Zusammenleben mit anderen erlangen.
Jorge Bucay is a gestalt psychotherapist, psychodramatist, and writer from Argentina. His books have sold more than 2 million copies around the world, and have been translated into more than seventeen languages.
He was born in a modest family. He started working at the age of thirteen. In the course of his life, he has worked as a traveling salesman selling socks, books and sports clothing, as well as an insurance agent, taxi driver, clown, warehouseman, educator, actor, doctor on duty, host of children's parties, psychiatrist, group coordinator, radio collaborator, and television host.
In 1973, he graduated as a doctor from the University of Buenos Aires, and specialized in mental illnesses at the Buenos Aires Pirovano Hospital and at the Santa Mónica clinic.
He currently defines his job as professional helper. He divides his attention between attending therapeutic teaching conferences, which have taken him around the world, and the writing of his books, which he considers therapeutic tools.
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Jorge Bucay, célèbre auteur à succès sur le continent sud-américain, a écrit 12 best-sellers vendus à plusieurs millions d'exemplaires. Il réside entre Buenos Aires et l'Espagne où cette année - véritable phénomène - sept de ses livres étaient présents dans la liste des meilleures ventes.
Das Buch wurde mir von meiner Psychotherapeutin empfohlen. Ich fand es sehr spannend und inspirierend, habe aber sehr lange gebraucht, obwohl es ein so kurzes Buch ist. Weil es Themen sind, die ich sacken lassen musste und viel darüber nachgedacht habe, wie ich Beschriebenes auf mein eigenes Leben anwenden kann. Ich merke, dass ich oft Selbstbewusstsein und Kraft aus den Sichtweisen des Buches schöpfe, auch noch einige Monate nachdem ich es gelesen habe. Das Prinzip der „Selbstabhängigkeit“ taucht immer wieder in meinen Gedanken auf und ist schlüssig und hilfreich für mich.
Einen Punkt Abzug, weil ich zwar meine zu verstehen, was der Autor gegen Ende des Buches damit sagen möchte, ich es dennoch schwierig finde, zu schreiben, dass man zu einem gewissen Maße immer selbst dazu beigetragen hat, was einem passiert. Das trifft bestimmt auf den Großteil des Lebens zu, denkt man aber an schwere Krankheiten, Unfälle, Übergriffe, kann ich diese These nicht gut heißen. Er schreibt allerdings auch, dass man keine Kontrolle über das Verhalten der Menschen um sich herum hat und nicht alles beeinflussen kann, was einem passiert.
„Ich kann dich um Hilfe bitten, aber ich bin allein von mir selbst abhängig. Ich bin von meinen erwachsenen Anteilen abhängig, damit sie sich um das innere Kind kümmern, das ich immer noch bin. Ich bin von meinen reifen Anteilen abhängig, damit sie sich um meine unreifen Anteile kümmern können. Ich bin davon abhängig, mich um mich zu kümmern. Ich bin davon abhängig, dass ich es schaffe, von dem Erwachsenen, der ich bin, abhängig zu sein, ohne Angst davor zu haben, dass er mich im Stich lässt.“
„Selbstabhängig zu sein bedeutet, authentisch zu sein. Wirklich der zu sein, der ich bin, wirklich zu handeln, wie ich handle, wirklich zu fühlen, wie ich fühle, die Risiken einzugehen, die ich wirklich eingehen will, für all das die Verantwortung zu übernehmen und natürlich, mich auf die Suche nach dem zu machen, von dem ich glaube, dass ich es wirklich brauche, statt zu erwarten, dass andere das übernehmen.“