In uns allen schlummern vielleicht potenzielle Täter und Täterinnen. Der Strafrichter Helmut Wlasak weiß aus seiner jahrzehntelangen Geschieht etwas gänzlich Unvorhergesehenes, können Menschen zu Reaktionen fähig sein, die sie sich selbst niemals zugetraut hätten. Neben versuchtem Mord und Totschlag, islamistischem Terrorismus, Körperverletzungen, häuslicher Gewalt, Drogendeals, Einbrüchen und Betrug taucht der Autor ein in die Abgründe menschlicher Schicksale. Im alltäglichen Strafbereich ergeben sich dabei auch immer wieder unfreiwillig komische, absurde und lustige Situationen. Dieses Buch erzählt Geschichten von Menschen, deren Leben anders verlaufen sind als sie es jemals erwartet oder geplant hätten.
Strafrichter Wlasak berichtet in 30 Kurzgeschichten von Fällen aus dem Strafgericht. Dabei geht er weniger auf die rechtliche Einordnung der Taten ein, sondern stellt die Geschichte der Täter oder die Situation in der Verhandlung in den Vordergrund. Dabei ist noch darauf hinzuweisen, dass es sich um einen Strafrichter in Österreich handelt.
Dem Autor gelingt es flüssig und kurzweilig die wesentlichen Aspekte der einzelnen Kurzgeschichte auf den Punkt zu bringen. Manche Fälle bringt er mit Humor rüber, schafft es dabei aber die Erzählung nicht lächerlich wirken zu lassen. Durch die Darstellung der Hintergründe der Tat wird deutlich, dass er nicht nur die Tat als solches betrachtet, sondern auch was einen Menschen dazu bringt Täter zu werden, ohne dabei zu tiefgründig zu werden.
Besonders gut unterhalten haben mich die Erzählungen rund um skurrile Situationen vor Gericht. Für mich persönlich hätte es noch etwas mehr rechtliche Einordnung geben können, aber ich glaube für Leser, die keinen juristischen Hintergrund haben, ist das buch genau richtig wie es ist. es regt einen zum Nachdenken an, da es Taten nicht unbedingt als schwarz und Weiß einordnet. Der Fokus liegt aber auf jeden Fall auf der Unterhaltung und nicht auf der Vermittlung von Wissen oder Informationen.
Eine kurzweilige Sammlung von Kurzgeschichten, für jeden der ein Interesse am Strafprozess hat.
"In allen Punkten" präsentiert der Autor und Strafrichter (Suchtgiftrichter) Helmut Wlasak seinen Lesern 30 skurrile Geschichten aus dem Justizbereich. Dieses Buch ist am 2. August 2021 im Braumüller Verlag erschienen. Die meisten der Fälle fand ich sehr interessant, insgesamt bieten die True-Crime-Kurzgeschichten ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Zum Inhalt: In uns allen schlummern vielleicht potenzielle Täter und Täterinnen. Der Strafrichter Helmut Wlasak weiß aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung: Geschieht etwas gänzlich Unvorhergesehenes, können Menschen zu Reaktionen fähig sein, die sie sich selbst niemals zugetraut hätten. Neben versuchtem Mord und Totschlag, islamistischem Terrorismus, Körperverletzungen, häuslicher Gewalt, Drogendeals, Einbrüchen und Betrug taucht der Autor ein in die Abgründe menschlicher Schicksale. Im alltäglichen Strafbereich ergeben sich dabei auch immer wieder unfreiwillig komische, absurde und lustige Situationen. Dieses Buch erzählt Geschichten von Menschen, deren Leben anders verlaufen sind als sie es jemals erwartet oder geplant hätten.
Helmut Wlasak beschreibt jeden Fall sachlich und wahrheitsgemäß, manchmal wurden mir kurze, aber dennoch interessante Einsichten in Akten, Ermittlungen, Gerichtsverhandlungen und dessen Strafmaß ermöglicht. Obwohl die Fälle wirklich kurz und knapp gehalten sind, konnte ich mir vor allem die Handlungen im Gerichtssaal gut vorstellen. Nicht nur die Täter, auch Zeugen kommen in manchen Fällen zu Wort. In diesem Buch hat der Autor nicht nur die extremen Fälle aus seiner Tätigkeit als Richter beschrieben, sondern auch kleinere Delikte werden verdeutlicht. Wie es dazu gekommen ist, dass ein harmloser und unbescholtener Bürger zu einem Gartenzwergdieb im hohen Ausmaß wird, ist ein Beispiel. Die Lebensumstände der Täter werden deutlich und verständlich erwähnt, was mir sehr gut gefallen hat. Somit konnte ich bei einigen besser nachvollziehen, warum derjenige sich vor Gericht rechtfertigen musste. Natürlich gibt es auch die ganz abgebrühten, wo ich während des Lesens schon auf ein hohes Strafmaß gehofft habe.
Zahlreiche Drogendelikte werden beschrieben, jedoch auch Fälle, wo ich vor Lachen nicht mehr konnte. Oft kam es mir hier wie bei den dümmsten Verbrechern der Welt vor. Wenn ein weltbekanntes Handzeichen einen Täter verrät oder ein Mensch, der mit seinem Handeln nie böse Absichten hatte, aber trotz mehrmaligem erklären und verdeutlichen seiner Fehler einfach nicht erkennt, dass er gegen das Gesetz verstoßen hat und somit eine Straftat begangen hat, dann haben selbst mir die Worte gefehlt. Die Reaktionen der Richter fand ich in dem Buch alle gerecht, auch wenn dessen Geduld oft bis aufs Äußere strapaziert wurde. Helmut Wlasak schreibt herrlich flüssig und sachlich, er bringt jede Geschichte sofort auf den Punkt. Alle Fälle werden mit einer Überschrift angekündigt, wo die Täter und dessen Taten angekündigt werden. Diese sind jedoch nicht sofort erkennbar, sodass ich hier schon auf den jeweiligen Inhalt gespannt war. Obwohl einiges an skurrilen Humor dabei ist, werden die Täter nicht ins Lächerliche gezogen. Helmut Waslak schildert die Tathergänge nüchtern, so wie sie stattgefunden haben.
Die meisten Geschichten werden bei mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben, da sie wirklich speziell sind. Obwohl der Autor wie gesagt jeden der 30 Fälle auf 316 Seiten kurz und knapp auf den Punkt gebracht hat, hat er immer für die passende Atmosphäre gesorgt. Von lustig bis emotional ist alles dabei. Größere Verbrechen werden auch geschildert, aber es werden mehr Fälle genannt, die auf einem Schlag in kurzer Zeit das ganze Leben verändern konnten. Mir hat das Buch auf jeden Fall sehr gut gefallen, denn es ist interessant zu lesen, wie schnell manche Menschen in die Fänge der Justiz gelangen, obwohl oftmals keine bösen Absichten dahinter stecken. Dass die hartnäckigsten Lügner doch noch auffliegen zeigt, dass man mit Ehrlichkeit im Strafprozess besser bedient ist.
Helmut Waslak schildert in 30 Kurzgeschichten seine Erfahrungen als Strafrichter. Es werden unterschiedlichste Vergehen beleuchtet, u.a. Diebstahl, Drogenhandel, Körperverletzung.
Wir erhalten einen Einblick durch welche Beweggründe Menschen zu tätern werden, erfahren etwas über deren Lebensumstände und die Tat selbst. Vor Gericht werden dann noch einmal die Menschen zu Ihren Hintergünden befragt.
Teils sind die Geschichten sehr skurill wie u.a. die Kurzgeschichte um "Ivan". Andere sind sehr tragisch und bleiben einem doch etwas länger im Gedächtnis.
Der Schreibstil ist sehr flüssig. Helmut Waslak kommt schnell auf den Punkt, schildert die Tathergänge nüchtern und teils auch mit einer Prise Humor, der jedoch nicht ins Lächerliche abrutscht.
Ich hab mich beim Lesen jedoch gefragt wie er die ganzen Hintergründe der Menschen wissen konnte. Also z.B. das derjenige sich einsam fühlt oder er anderen was beweisen möchte. Ich kann mir vorstellen das dies bei der Gerichtsverhandlung und bei den Untersuchungen im Vorfeld berichtet wurde. Da hätte ich mir allerdings eine kurze Anmerkung im Vorfeld oder Nachgang gewünscht. So bleibt bei mir der Gedanke bestehen das dies nur zum "füllen" der Geschichte erzählt wurde.
Interessant fand ich dann die Befragungen im Gericht. Mit welchen Methoden hier versucht wird dem Täter zu einem Geständnis zu bewegen.
Alles in allem ein Buch das kurzweilig ist und man immer mal gut zwischendruch eine der Geschichten lesen kann. Es ist aber nichts was sonderlich nachhallt oder lange im Gedächtnis bleibt.
Leider nicht ganz das enthalten, was ich erhofft hatte an Geschichten in diesem Buch. Helmut Wlasak, ein österreichischer Strafrichter, verrät uns in seinem neuen Werk 30 Geschichten aus über 7000 seiner vergangenen Fälle. Das Buch erzähle Geschichten von Menschen, deren Leben anders verlaufen sind, als sie es jemals erwartet oder geplant hätten, verspricht der Klappentext - das hat mich neugierig gemacht. Nun gab die Leseprobe eine erste Geschichte preis, die mich nicht vom Hocker gehauen hat, jedoch war mein Interesse dadurch geweckt, dass ich hoffte, im weiteren Verlauf des Buches schon noch spannende oder was auch immer geartete Geschichten lesen zu können. Unerwarteterweise war dies dann aber nicht der Fall, da die Geschichten teilweise mit - meines Erachtens nach - unnötigen Ausschmückungen gepimpt werden, was sie sehr zäh für mich zu lesen gemacht hat. Und um ungeplant anders verlaufende Leben von Menschen zu beurteilen zu können, muss man ein bisschen mehr von diesen Menschen erfahren, was hier aber nicht der Fall ist, da die Fälle eher kurz und knapp dargelegt werden. Ich konnte leider auch weder großartige Dramatik, noch eine humorvolle Darstellung in der Erzählweise wiederfinden, was es für mich zu einer langweiligen Lektüre gemacht und mich teilweise echt gequält hat.
Das toll gestaltete Cover deutet bereits auf den Inhalt hin - spannende Kriminalgeschichten, reale Fälle und menschliche Schicksale. Geschildert werden diese von einem, der es wissen muss: Strafrichter Helmut Wlasak, der in seiner Karriere viel gesehen und erlebt hat.
In den geschilderten Fällen geht es um Menschen wie dich und mich, die in unvorhergesehene Situationen hineinschlittern, schlechte Entscheidungen treffen oder selbst zum Opfer werden. Sehr detailreich werden die Vorgänge geschildert, bis hin zum Urteil selbst.
Die Geschichten und Fälle geben dabei Einblicke in die unterschiedlichsten Milieus und Vorgeschichten, keine Geschichte ist wie die andere und das macht das Lesen so abwechslungsreich.
Einige Situationen und Fälle sind auch recht skurril und haben mich zum Lachen gebracht. Die kurzen Kapitel sind die ideale Lektüre für zwischendurch, wobei ich das Buch recht schnell gelesen habe, weil ich die einzelnen Geschichten recht spannend fand.
Daumen hoch für ein abwechslungsreiches Buch mit kurzen, gut geschriebenen Geschichten, die Einblicke in die verrücktesten, spannendsten Fälle eines Strafrichters geben und definitiv ein gutes Stück Unterhaltung sind.
Dieses Buch, das 30 Fälle und mehr als ebenso viele Schicksale umfasst, gibt einen Einblick in die Arbeit eines Strafrichters. Der Grazer Helmut Wlasak hat ganz unterschiedliche Beispiele gewählt. Egal, ob es eine Affekttat einer vollkommen unbescholtenen Person oder organisierter Schmuggel ist, seine täglichen Erlebnisse zeigen ganz gut, dass vor Gericht nicht ausschließlich die “Monster” oder die “Ausländer” sitzen. Es kann - unter bestimmten Umständen - jeden treffen.
Natürlich wiegen nicht alle Taten gleich schwer, dennoch gebührt jeder Person Respekt. Bisweilen werden Geduld und Lachmuskeln erheblich strapaziert und es gibt auch gefährlichere Tage vor Gericht.
Auf die Konsequenzen geht Wlasak nicht immer ganz genau ein, im Fokus stehen vielmehr die Lebensgeschichte der Angeklagten und die Umstände, die zu ihren Taten geführt haben. Manche Episoden sind witzig, aber nie wird jemand bloßgestellt.
Der vor allem zu Beginn etwas “sprödere” Erzählstil nimmt den lustigen, traurigen oder schockierenden Ereignissen ein wenig die Schärfe und lässt dem Leser den Blick auf das Wesentliche offen: die Menschen hinter den Tätern.
Zum Inhalt: Strafrichter Wlasak berichtet von Fällen aus einer langjährigen Berufserfahrung. Mal tragisch, mal amüsant. Es geht um alle möglichen Arten von Strafverfahren und die Geschichten, die dahinter stecken. Mitunter tun sich da Abgründe auf und es zeigt sich, dass so mancher Mensch Dinge tut, mit denen er selbst niemals gerechnet hätte. Meine Meinung: Irgendwie hatte ich zwar eine völlig falsche Vorstellung von dem Buch, irgendwie hatte ich mehr Spannung erwartet, aber dennoch war das Buch recht kurzweilig. Die jeweiligen Fälle sind in eine Art Kurzgeschichte verpackt, die sich alle recht gut lesen lassen. Besonders amüsiert hat mich die Geschichte "Ivan". Die hat mich tatsächlich sehr grinsen lassen, denn irgendwie hatte ich mit so einer Geschichte schon gar nicht gerechnet. Der Schreibstil ist gut, das Buch kurzweilig, wird aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Fazit: Kurzweilig
Meinung: Dieses Buch hat mich aufgrund seines sehr atmosphärischen Äußeren auf sich aufmerksam gemacht und dann habe ich erfahren worum es dabei geht und musste dieses Buch einfach lesen. In diesem Buch schildert der Autor verschiedene Fälle und verschieden Fallkonstelationen und worin diese münden beziehungsweise, wie sich diese durch die Täter darstellten und dies gelingt dem Autor auf überragende Weise und treibt einem oder besser gesagt trieb mir mehrere Male eine Gänsehaut über den Körper. Hinzu kommt, dass der Autor ein großartiges und bemerkenswertes Gefühl besitzt zwischenmenschliche, sehr feine, manchmal auch sehr grausame Kleinigkeiten zu schildern, die er wie keine anderer zu Blatt Papier bringen kann.
In meinen Augen ein grandioses und sehr sehr interessantes Buch, welches für mich genau das rüberbringen konnte, was ich mir vorstellt und erhofft hatte
Herr Wlasak ist ein unglaublich begabter und toller Vortragender. Wenn man die Chance hat ihm in einem Vortrag zu lauschen, sollte man die unbedingt ergreifen. Auch seine Erinnerungen an sein Berufsleben, die er in diesem Buch verarbeitet, sind sehr launig. Sein Sprachduktus im Buch ist allerdings nicht so direkt, wie als Vortragender. Das hätte mir noch mehr gefallen, daher habe ich einen Stern abgezogen.
Auf das Buch bin ich durch seinen Podcastauftritt beim "Delikte"-Podcast der Kleinen Zeitung gestoßen. Auch sehr empfehlenswert.