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Aus der Mitte des Sees

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Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter.

Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage.

Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

Ein Buch der Unruhe und der Selbsterforschung, das Herz und Geist zum Schwingen bringt. Über die essenziellen Dinge des Lebens: über Liebe, Nähe, Tod, über Schöpfung und Natur. In einer wunderbar präzisen und reichen Sprache.

256 pages, Hardcover

Published February 24, 2021

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About the author

Moritz Heger

6 books1 follower

Ratings & Reviews

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Community Reviews

5 stars
18 (17%)
4 stars
23 (21%)
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36 (34%)
2 stars
24 (22%)
1 star
4 (3%)
Displaying 1 - 30 of 31 reviews
Profile Image for Jin.
854 reviews148 followers
February 24, 2021
Das Buch ist sehr spirituell, poetisch und philosophisch. Lukas von der Benediktinerabtei ist Ende 30 und zweifelt an sich selbst und seiner Wahl für das Leben als Mönch. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Lukas erzählt, sehr persönlich und emotional. Er ist verunsichert, weil er seine sozialen Kontakte verliert, und in diesem schwachen Moment kommt noch eine Frau hinzu, die ihn geistlich und körperlich herausfordert.
Mir persönlich hat das Buch sehr gefallen, aber es war ein sehr ruhiges Buch. Es fühlt sich an, als wäre man umgeben von Wasser, eines der zentralen Themen im Buch. Das Schwimmen, die Natur, hilft ihm zu sich selbst zu finden. Immer wieder fühlt man die Schwere, die Geduld und die Stille, und die Geschichte reflektiert diese Gefühle. Natürlich erzählt Lukas auch von seiner Enttäuschung, dem Verlust und Trauer, aber nie wird er dabei laut. Aber trotzdem konnte man fühlen wie aufgewühlt er war. Das Buch war definitiv ein Slow-Burn.
Insgesamt schlägt das Buch leise Wellen und langsam aber sicher war ich komplett in seiner Welt eingetaucht. Allerdings wäre das Buch nichts für Leute, die Action brauchen, oder nichts mit Religion anfangen können.

** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Profile Image for Gedankenlabor.
877 reviews125 followers
February 24, 2021
>>Ein Kloster – Sehnsuchtsort für eine Auszeit. Und ein Ort, um die wesentlichen Dinge des Lebens zur Sprache zu bringen.<<
„Aus der Mitte des Sees“ von Moritz Heger ist ein Roman, der auf sehr leisen und zarten Sohlen daher kommt. Mit ein Punkt, der mir hier wirklich gut gefallen hat! Die Beschreibungen sind insgesamt oft wirklich wunderbar gestaltet und ich fühlte mich schnell in eine ganz eigene Lesestimmung versetzt.
Man folgt hier mehr und mehr Lukas Gedanken, was manchmal für mich doch auch etwas ermüdend war, mitunter aber auch gespickt von philosophischen Ansätzen, die die eher zähen Passagen etwas ausgleichen konnten. Die ganze Sache rund um Sarah empfand ich irgendwie als eher unpassend muss ich leider sagen. Klar ist es mit ein Kernpunkt hier in dem Roman, mir wurde da aber im Vergleich zu den übrigen Gedankenschwelgereien etwas sehr dick aufgetragen. Vielleicht auch einfach eine Geschmackssache, mir persönlich hätte der Part nicht gefehlt und Lukas ausschweifende philosophischen Gedankenspiele völlig ausgereicht.
Fazit: Insgesamt ein gut zu lesendes, ruhiges Buch, was mir insgesamt eine angenehme Lesezeit beschert hat.
Profile Image for Loralai.
91 reviews7 followers
August 17, 2021
Hat mich nicht umgehauen und es war auch nicht ganz so flüssig zu lesen. Zudem ziemlich katholisch (abzusehen) und irgendwie langweilig.
Profile Image for Maria.
654 reviews14 followers
February 24, 2021
Ich habe in meinem Leben bisher keine persönlichen Berührungspunkte mit Klöstern, Mönchen und der katholischen Kirche gehabt. Umso gespannter war ich auf dieses Buch, von dem ich mir zum einen mehr Einblicke in das Leben in einem Kloster und zu anderen Zugang in die Gedankengänge eines Mönchs erhofft habe. Protagonist dieses Buches ist Mönch Lukas, dessen bester Freund, Mitbruder Andreas, dem Kloster den Rücken gekehrt hat und in einer anderen Stadt eine Familie gegründet hat.
Als Leser:in verfolgt man Lukas Gedanken über einen längeren Zeitraum. Ausgangspunkt ist die Geburt des Kindes von Andreas, zunächst war die Freundschaft zu Andreas und seine Abwesenheit auch zentrales Thema von Lukas Gedankenwelt. Der Autor schafft es den inneren Zwiespalt von Lukas authentisch und nachvollziehbar darzustellen. Ich fand es sehr spannend die Handlung über den inneren Monolog von Lukas zu erfahren, so wirkte der Protagonist noch näher und facettenreicher. Die inneren Konflikte von Lukas wurden für mich so erfahrbarer.
Zentrales Thema in diesem Buch ist der See neben dem Kloster, wie auch schon der Titel des Buches andeutet. Beim Schwimmen in diesem versucht Lukas seine Gedanken zu ordnen und zu neuen Schlüssen zu kommen. Der See ist mit der gesamten Handlung des Buches verwoben, so trifft er Sarah dort, einer seiner Mitbrüder malte diesen häufig. Ein tolles Stilmittel, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung zieht.
Die Sprache des Autors ist beinahe poetisch und sehr bildhaft, der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm. Dieses Buch hat nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern konnte mir auch eine bessere Vorstellung vom Leben in einem Kloster geben. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, es regt zum Nachdenken an und hallt noch einige Tage nach dem Lesen nach.
Profile Image for Franzi Mllr.
52 reviews1 follower
June 6, 2021
TW: Totgeburt

Ein wunderbar poetisches und ruhiges Buch, das unbestimmt friedlich stimmt!
711 reviews13 followers
March 14, 2021
Mönch in der Lebenskrise

Es gibt Bücher, die überraschen durch Stille und Unaufgeregtheit - und je mehr man sich auf sie einlässt, desto mehr geben sie zurück. "Aus der Mitte des Sees" von Moritz Heger ist so ein Buch. Stille ist gewissermaßen Bestandteil des Genius Loci, spielt die Handlung doch in einem Benediktinerkloster in der Eifel. Für Bruder Lukas, mit etwa 40 Jahren nicht mehr wirklich jung, aber auch noch nicht alt, ist der zum Kloster gehörende Vulkansee Ruhe- und Rückzugsort. Hier pflegte er mit seinem Mitbruder Andreas schwimmen zu gehen, mit dem er vor 16 Jahren in den Orden eintrat. Nicht nur das gemeinsame Noviziat verband - die beiden waren die jüngsten Mönche, Zeichen, dass das Kloster noch lebendig war, obwohl alle anderen Mönche schon deutlich älter waren.

Doch jetzt ist Lukas alleine - Andreas verliebte sich in eine Frau, verließ das Kloster, seit kurzem ist er Vater und zu Beginn des Romans zögert Lukas mit dem Schreiben seiner Antwort an die junge Familie, fast als wolle er Andreas für seinen Treuebruch bestrafen. In dem ruhig erzählten Roman folgen die Leser Lukas in seiner Alltagsroutine und zu seinen Auszeiten am Steg. Die täglichen Gebetszeiten, das "Ora et labora" prägen den Klosteralltag im 21. Jahrhunderten ebenso wie einst im Mittelalter. Manches hat sich allerdings geändert. Es gibt einen Freundeskreis zum Erhalt der Basilika und zahlende Gäste, die im Kloster für ein paar Tage Rückzug aus ihrem Alltag suchen. Lukas ist der Gastbruder und damit für die Besucher zuständig.

Ausgerechnet in den Tagen, an denen er mit sich ringt, was und wie er Andreas antworten will, wie er zu dem einstigen Mitbruder, ehemaligen oder immer-noch-Freund steht, tritt mit der Schauspielerin Sarah eine Frau in sein Leben. Keines von den Kloster-Groupies, die gerne mal einen Mönch verführen wollen. Und doch macht sie ihn neugierig, will er sich auf sie einlassen, mehr, als die Regeln erlauben. Ist für Lukas eine Liebe möglich, wie Andreas sie gefunden hat? Oder fühlt er sich an sein Gelübde gebunden, gerade in einer Zeit, da die Überalterung der Mönchsgemeinschaft die Zukunft in Frage stellt und er die Möglichkeit hätte, als Prior und rechte Hand eines neuen Abtes Verantwortung zu übernehmen?

Der Mönch in der Lebensmitte und Lebenskrise - sein langjähriger Mentor liegt nach einem Schlaganfall im Sterben, Sarah lässt ihn eine neue Lebendigkeit spüren und steht zugleich für Möglichkeiten, die ihm auch Angst machen - hadert nicht mit seinem Leben, aber es spürt eine Nachdenklichkeit, die auch die Sprache des Buches prägt. Wenn ein Buch introvertiert sein kann, dann ist "Aus der Mitte des Sees" dies. Damit hat, meine ich, der Autor eine sehr angemessene Sprache für seinen Klosterroman gefunden, denn Kontemplation gehört schließlich auch zu Leben in der Klausur.

Zugleich gibt Heger, der sich regelmäßig eine Auszeit im Kloster gönnt, Einblicke in eine Lebenswirklichkeit, die sich seit vielen Jahrhunderten nur wenig verändert hat. Das Schwimmen im See verbildlicht auch das Getragen-werden durch den Glauben der Mönche, die Schwärze des Wassers in der Nacht die Ängste und Zweifel. Dieses Buch ist wie eine Pause im hektischen Alltag und spricht gerade durch seine ruhige Art um so deutlicher.

Profile Image for Marie.
8 reviews2 followers
February 24, 2021
Moritz Heger erzählt in seinem Roman "Auf der Mitte des Sees" aus dem Leben von Lukas, welcher als Mönch in einem Kloster lebt.
Als Andreas, Lukas bester Freund, das Kloster verlässt um eine Familie zu gründen, beginnt auch Lukas über seine Zukunft nachzudenken. Lukas schwimmt am liebsten im nahgelegenen See, wo er schleißlich auch auf Sarah trifft.
Der Kontakt zu Sarah löst einen Zwiespalt im Inneren des Mönches aus. Er muss sich zwischen einem Leben mit Sarah und dem Leben im Kloster entscheiden. Auch dort stehen einige Umbrüche an.

Moritz Heger erfasst die Gedanken und Gefühle von Lukas einfach wunderbar. Man kann den inneren Konflikt des Protagonisten auf jeden Fall gut nachvollziehen. Hegers Sprache ist dabei so still und einfach, sie scheint das Leben im Kloster wiederzuspiegeln. Manchmal war es vielleicht ein bisschen zu "still", dass ich das Gefühl hatte, dass es nicht wirklich weiter geht.
Letztendlich hat mir das Buch jedoch sehr gefallen, da man gut mit Lukas mitfühlen konnte und es war spannend zu erfahren, welchen Weg er letztendlich gehen wird.

Profile Image for Runenmädchen.
239 reviews8 followers
April 28, 2021
Wir begleiten Lukas, einen ca. 40 - jährigen Mönch, nicht nur durch die Geschichte, wir sind gewissermaßen in seinem Kopf. Dadurch, dass der Leser in Lukas‘ Gedankenwelt eintaucht, ist es einerseits ein sehr intensives Leseerlebnis, andererseits hindert es auch daran, über Lukas‘ Gedanken hinaus die erzählte Geschichte zu beobachten und Aspekte, die ihn zum Nachdenken anregen, selbstständig umfangreich zu erfassen und bewerten zu können. Gleiches gilt für die Charaktere, die daher teilweise sehr blass und einseitig wirkten.

Trotzdem ist dieses Buch erfrischend anders, weil es sich von anderen Geschichten aus der Perspektive des Ich - Erzählers absetzt:

Die Erlebnisse und Gespräche, die Lukas zum Nachdenken bewegen, umfassen einen Zeitraum von lediglich 14 Tagen. Der Leser lässt sich meistens durch seine Monologe tragen, aber es gibt auch Unterhaltungen, die er gedanklich in wörtlicher Rede wiedergibt oder die Menschen, über die er gerade nachdenkt, in seinem (manchmal abstrusen) Gedankenkarussell direkt anspricht. Und die Informationen, die der Leser erhält, sind somit logischerweise nicht allumfassend, was viele Leser sicherlich nicht glücklich macht und verwirrt zurücklassen könnte.

Die Erzählung ist ein kleines Kunstwerk, in dem es meiner Ansicht nach nicht um das Erörtern von Aspekten und Hintergrundinformationen geht, sondern vielmehr um den Prozess von Gedanken an sich.
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
February 24, 2021
Sein Weg in das Benediktinerkloster war klar für ihn, doch nun wird sein Glaube auf die Probe gestellt. Erst verabschiedete sich Andreas, der gemeinsam mit Lukas dem Orden beitrat und nun ein Foto seines Sohnes Xaver schickt. Fernab in Berlin lebt er nun mit Frau und Kind immer noch ein Leben in Glauben, aber nicht mehr innerhalb der klösterlichen Mauern. Als Sarah auftaucht, spürt auch Lukas, dass es mehr als den geordneten Tag mit den festen Strukturen gibt. Nicht, dass er vor dem Bekenntnis zum Glauben nie geliebt hätte, doch nun muss er seine Entscheidung hinterfragen, was zugleich durch die Veränderungen innerhalb der alternden Klostergemeinschaft weitere Brisanz erhält.

„Ein Leben lang - das war schon vor dem Kloster so, schon als Kind - pflegte ich mir Gesprächspartner vorzustellen, wenn ich allein bin. Ich brauche immer ein Du. Ist das letztlich der Grund, warum ich an Gott glaube?“

Moritz Hegers Roman ist wie ein langer innerer Monolog, wobei der Protagonist Lukas eher einen Dialog führt mit den anderen Figuren, die in ihm Fragen und Zweifel auslösen. Die Besucherin Sarah, sein ehemaliger Mitbruder Andreas, der im Sterben liegende alte Mönch Alban - die Gedanken drehen im Kreis, nur das Schwimmen im Maar lässt ihn frei werden, mit der Kleidung legt er seine Rolle ab und auch die Gedanken.

Obwohl das begrenzte Leben des Klosters den Rahmen setzt, finden doch alle weltlichen Sorgen ihren Weg hinein und auch Lukas muss sich diesen stellen. Wie können Schicksalsschläge verarbeitet werden, wer trägt Schuld an den nicht begreifbaren Erlebnissen, wie kann man mit einem großen Verlust weiterleben? Das Klosterleben findet zwar in einer Enklave statt und doch ist es mitten im Leben, denn dieses tritt in Form der Gäste hinein, die die festen Strukturen und klaren Bekenntnisse als Halt erleben und ihre Nöte bei den Mönchen abladen.

Lukas sollte eine der Säulen sein, einer der wenigen jungen Mönche, die die Zukunft des Ordens darstellen. Doch sein Fundament wird plötzlich brüchig und zeigt Risse, denn letztlich steckt in dem Mönch Lukas auch der Mensch Lukas. Im Gegensatz zu seinen Glaubensbrüdern konnte er seinen weltlichen Namen nicht ablegen und durch einen Glaubensnamen ersetzen und so kommt auch der Mensch, der er einmal war, unter der Kutte hervor, mit all den Zweifeln, wie sie auch andere kennen.

Ein leiser Roman mit Tiefen wie die dunklen Eifelmaare, die zwar Ruhe gefunden haben, aber deren Entstehung explosiv waren und in denen womöglich immer noch ein bedrohliches Feuer lodert.
Profile Image for Elke Sonne.
580 reviews2 followers
March 20, 2021
Ein ruhiges Buch das tiefe Einblicke in die Gedanken eines Mönchs gibt

„Aus der Mitte des Sees“ ist der zweite Roman des Autors Moritz Heger.

Lukas ist vor 16 Jahren in eine Benediktinerabtei eingetreten. Die Abtei liegt an einem Vulkansee. Dieser dient ihm und seinem Bruder Andreas – mit dem er damals gemeinsam in das Kloster eintrat - als Rückzugsort, bis Andreas sich verliebt und das Kloster verlässt. Nun geht Lukas alleine zum See und hängt dort am Steg seinen Gedanken über den Tag nach. Über 14 Tage begleitet man Lukas, erfährt durch ihn einiges über das Leben im Kloster und auch über die Gäste, die sich dort eine Auszeit nehmen. Unter diesen ist auch Sarah ein junge Frau, die das Interesse von Lukas weckt.

Der Schreibstil des Autors ist ruhig und unaufgeregt, passt perfekt zum Leben der Mönche, zu der Atmosphäre des Klosters und des Sees. Man erhält tiefe und intensive Einblicke in die Gedanken von Lukas, die teilweise ein wenig hin- und herspringen. Dabei spürt man seine Zerrissenheit, er stellt alles in Frage, seine Vergangenheit, sein Leben im Kloster und seine Freundschaft zu Andreas.

Die Einblicke in das Klosterleben, in dem sich seit vielen Jahrhunderten nur wenig geändert hat, sind interessant. Moritz Heger berichtet in einem das Buch abschließenden Interview, dass er selbst regelmäßig eine Auszeit in einem Kloster nimmt und genau das merkt man beim Lesen. Er weiß wovon er spricht und hat seinem Protagonisten und auch den übrigen Charakteren ein authentisches Gesicht gegeben.

Für mich war das Buch eine regelrechte Pause vom Alltag, es hatte etwas Entschleunigendes und ich kann es als ruhige Lektüre zum Herunterkommen und Nachdenken empfehlen.
390 reviews
April 4, 2021
Mönch Lukas ist ein Schwimmer und aktuell scheint er in (Selbst-)Zweifeln zu baden und hadert mit sich und seinen Gedanken. Der Klappentext versprach Einblicke in das Leben eines Mönchs, eine Welt, die mir sehr fremd ist und ich lerne immer gerne Neues kennen, darum der Griff zu diesem Buch, auch wenn ich nicht gläubig bin.
In den vergangenen Wochen hat mich kein Buch so wenig angesprochen wie dieses. Es war einfach nicht meine Geschichte und die Gedanken von Lukas waren mir in Teilen viel zu sprunghaft. Noch schlimmer war nur, dass ich mit dem Protagonisten gar nichts anfangen konnte. Er blieb einfach zu kühl. Es gab durchaus Themenbereiche, die mich interessiert haben, aber der Großteil war einfach nur eine Aneinanderreihung von Gedanken, die bei mir einfach nicht auf fruchtbaren Boden fielen und sich zogen wie Kaugummi. Es war einfach so gar nicht mein Buch. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich nicht lieber abbrechen soll, weil es mich einfach nicht so wirklich angesprochen hat, habe es aber durchgezogen, weil ich hoffte, dass sich noch etwas tut. Für mich war das nicht wirklich der Fall. Oft habe ich mich auch beim Querlesen erwischt, einfach weil so gar nichts passiert und ich es irgendwann auch mal beenden wollte. Zudem hat mich der Schluss auch gar nicht angesprochen, ach – ich kann es nur wiederholen: Es war nicht mein Buch. Es hat mich auch nicht nachdenklich gestimmt, sondern einfach nur froh, als ich es hinter mir hatte.

Und dennoch habe ich auch Positives: Die Sprache! Heger schreibt an sich gut und hätte es mich inhaltlich erreicht, wäre ich wohl echt begeistert.
1,095 reviews9 followers
March 22, 2021
Ein Mönch lebt in einem Kloster in dem er der Jüngste ist. Ein Mitbruder gleichen Alters hat es gerade verlassen. Er geht jeden Tag an den See um zu schwimmen und seine Gedanken zu sortieren und mit sich selbst ins Reine zu kommen.
Es sind keine alltäglichen Gedanken, viel Raum nimmt im Anfang das Thema um seinen ehemaligen Mitbruder ein. Warum ist er gegangen, wie ist sein neues Leben und es schwingt unausgesprochen die Frage mit: Beneide ich ihn.
Wichtig sind die Gedanken zu seinem Leben. Ist das richtig was und wie ich handle. Eine Frau nimmt Einfluss auf ihn. Wie geht er damit um.
Ich hatte den Eindruck der Autor, der in einem abschließenden Interview sagt das er jedes Jahr eine Auszeit in einem Kloster nimmt, fordert uns auf uns mit dem Thema Zölibat und Kirche heute im allgemeinen aus einander zu setzen.
Alle Gedanken zur Natur oder zu den Menschen sind keine mönchischen Gedanken sondern jeder Philosoph hat sich damit befasst.
Wir als Leser tun das auch, ohne darüber im Besonderen nachzudenken.
Vielleicht sollten wir uns dafür die Zeit nehmen.
Das Buch fordert einen ganz, entweder lese ich, versuche zu verstehen was gemeint ist, oder ich lasse es.
Im Anschluss entsteht der Eindruck ich habe die Hälfte verstanden und muss es noch einmal lesen.
Es war in meinen Augen schwere Kost. Eher häppchenweise zu genießen auf keinen Fall alles auf einmal.
Es wäre gut gewesen wenn der Autor einen direkteren Weg für sein Anliegen gefunden hätte. Aber vielleicht habe ich es im ersten Lesen nur nicht richtig verstanden.

Profile Image for travelartandbookblogger .
120 reviews5 followers
March 24, 2021
Der Roman Aus der Mitte des Sees von Moritz Heger fühlt sich für mich persönlich wie ein einziger riesiger Tabubruch an. Irgendwie fiel es mir richtig schwer, die katholische Kirche in Einklang mit Sexualität zu bringen, ohne sofort an Pädophilie zu denken. Ich musste mich erstmal darauf einlassen, dass auch im Zölibat lebende Menschen ganz natürliche, sexuelle Triebe besitzen.

Innerhalb von 14 Tagen lernen wir den knapp vierzigjährigen Benediktinermönchen Lukas, der seine Gedanken aus der Ich-Perspektive an unterschiedliche Personen aus seinem Umfeld richtet und sich durch diesen inneren Monolog auf die Reise zu sich selbst begibt, kennen.

Zum einen spricht er zu seinem ehemaligen Mitbruder Andreas, dem er es zum Vorwurf zu machen scheint, dass er sich für ein Leben außerhalb des Klosters entschieden hat wie auch zu dessen Frau Juliane, wohingegen das Verhältnis zwischen ihr und Lukas bis zuletzt nicht wirklich greifbar wird. Zum anderen richtet er seine Worte an den künstlerisch begabten jedoch im Sterben liegenden Mönch Alban, wie auch an die Besucherin Sarah.

Zahlreiche Menschen kommen ins Kloster, um beispielsweise mit den Sorgen einer Totgeburt oder der Krebsdiagnose eines Angehörigen fertig zu werden. Während das Kloster für diese Menschen der ersehnte Rückzugsort ist, so findet Lukas seinen Ort der Stille und des Fürsichseins im See.

Ist er zufrieden mit seinem Leben so wie es ist? Wird er die Abtei übernehmen? Oder sehnt er sich ingesamt doch nach der Zärtlichkeit einer Frau und dem Leben in familiärer Geborgenheit?
Profile Image for Lisa_V.
779 reviews4 followers
March 23, 2021
Eine stille Geschichte rund um die Gedankenwelt eines Mönchs

Schon auf den ersten Seiten berührten mich die Worte des Autors Moritz Heger in seinem Buch „Aus der Mitte des Sees“ vor allem durch ihre ruhige Klarheit. Der Großteil des Textes besteht aus gedanklichen Monologen, welchen Mönch Lukas an seinem Steg am See, Abend für Abend nachhängt. Der Schreibstil ist durchaus anspruchsvoll, aber keinesfalls abgehoben und überzeugte mich durch feine Wortspielereien und poetisch philosophische Passagen. Ausgezeichnet gelingt es dem Autor dabei Gedanken mit einer besonderen Erzählstruktur lesbar zu machen, welche stellenweise, wie im echten Leben, immer wieder abschweifen. Gerade am Anfang weiß man nicht so Recht wohin die Geschichte gehen will, doch gerade das macht es auch spannend. Denn alle begonnenen Erzählstränge finden am Ende auf die eine oder andere Art ihren Abschluss. Bestimmendes Thema sind Zweifel, welche durch den Zwiespalt des Protagonisten ausführlich dargestellt werden. Dreh- und Angelpunkt der gedanklichen Reise ist dabei der See, welcher immer wieder anders beschrieben und wahrgenommen wird. Auch theologische Überlegungen spielen eine Rolle und fassen Glauben weiter, als etwas rein Kirchliches. Mein Fazit: Der Roman war so ganz anders als erwartet, ich konnte mich aber dennoch gut auf die Geschichte einlassen und wurde so positiv überrascht.
Profile Image for Lesekaiser.
107 reviews2 followers
February 25, 2021
Aus der Mitte des Sees

Ein interessantes Buch mit einer guten Grundidee.

Inhalt:
Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

Fazit:
Die Grundidee der Geschichte gefiel mir ganz gut. Zufälligerweise musste ich in Religion ein Referat über den Benediktinerorden halten, weshalb ich mich sehr freute, als ich das Buch auf Vorablesen gewonnen habe.
Der Schreibstil ist zwar flüssig, zieht sich jedoch sehr in die Länge. Bei sehr vielen Stellen wird über die Gedanken der Hauptperson Lukas geschrieben. Meiner Meinung nach hätte man ein paar Stellen kürzen können.
Das Cover ist typisch für den Diogenes Verlag. Leider finde ich, ist es dieses Mal nicht so gut gelungen. Der See im Hintergrund wirkt viel mehr wie ein Swimmingpool mit Leiter
Alles in allem würde ich das Buch ab einem Alter von sechzehn Jahren empfehlen.
13 reviews
April 11, 2021
Ich hatte zunächst recht hohe Erwartungen an das Buch, da mich der Klappentext wirklich interessiert und fasziniert hat. Mir war dabei zwar von Anfang an klar, dass diese bestimmt, wie so oft beim Diogenes Verlag, keine leichte Lektüre für Zwischendurch sein würde, doch statt poetischer und interessanten Gedanken aus dem Mönchsleben von Bruder Lukas, hat mich die Lektüre leider das gesamte Buch über stark gelangweilt.
Die Lektüre bestand aus vielen aneinander gereihten Gedanken von Bruder Lukas, die oft willkürlich hin und her gesprungen sind, sodass es mir sehr schwer gefallen ist, den Gedanken beziehungsweise der Geschichte zu folgen. Des Weiteren fehlte mir der rote Faden in der Geschichte und die teilweise sehr gewöhnungsbedürftigen Beschreibungen des Autors haben dafür gesorgt, dass ich mich größtenteils durch das Buch quälen musste.
Fazit: An sich eine schöne Idee mit viel Potenzial, dass leider nicht genutzt wurde. Daher fand ich das Buch sehr langweilig.
Profile Image for Aus Liebe zum Lesen.
273 reviews8 followers
Read
May 8, 2021
Aus der Mitte des Sees von Moritz Heger ist ein Roman über den Mönch Lukas, der mit Ende 30 Entscheidungen fürs Leben treffen muss und mit seinen Gedanken hadert.

Ich selbst wurde sehr katholisch erzogen, sehe mich aber mittlerweile als Atheist. Dennoch fand ich den Klappentext spannend. Ich hatte mir erhofft, Einblick in die Gedankenwelt eines Mönchs zu erhalten und was ihn dazu antreibt, in der heutigen Zeit in ein Kloster einzutreten und den Weg des Glaubens zu gehen.

Leider habe ich nach der Lektüre immer noch keine Antwort darauf. Ich bin über das gesamte Buch nicht mit dem Protagonisten warm geworden. Ich fand viele Gedankengänge einfach nur selbstherrlich, herabschauend, selbstmitleidig. Über die Beziehung zu Gott erfährt man fast nichts. Die Handlung ist eher nebensächlich, vielmehr spielt sich das meiste in Lukas‘ Gedanken ab. Gerade das Ende wirkt dann an einigen Stellen unschlüssig.

Was das Ganze zudem zäh wie altes Kaugummi macht, ist der Sprachstil. Vor allem am Anfang des Buchs kommt er mir zu bemüht, zu hochtrabend vor. Ich lese gerne anspruchsvolle Bücher, hier hatte ich jedoch den Eindruck, dass zu viel gewollt war und damit der Lesefluss und vor allem das Lesevergnügen gestört wurde.

Ich konnte dem Buch leider überhaupt nichts abgewinnen.
2,394 reviews14 followers
February 24, 2021
Zum Inhalt:

In einem Kloster der Benediktiner lebt Lukas, Ende 30 und seit kurzem nicht mehr sicher, ob er den richtigen Weg für sein Leben gewählt hat. Das Kloster liegt an einem See, das Kloster ist auch offen für Gäste. Aber ansonsten sind nahezu alle Mönche sehr alt. Erst vor kurzem hat einer der jungen Mönche das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Als jetzt Sarah auftaucht, die ihm sehr zugewandt ist, sucht er immer häufiger Zuflucht im See um dort zu einer Entscheidung zu gelangen.

Meine Meinung:

Das Buch ist keine einfache Kost und ziemlich tiefgründig, anfangs auch nicht einfach zu lesen. Nach und nach gewöhnt man sich an den ungewöhnlichen Schreibstil und genießt die zeit mit Lukas und seinen Gedanken. Es ist ein philosophisches Buch, dass auch Stoff bietet zu reflektieren und inne zu halten. Mir hat es ganz gut gefallen.

Fazit:

Ungewöhnlich
Profile Image for Kirschkompott .
58 reviews
February 24, 2021
Das Buch "Aus der Mitte des Sees" von Moritz Heger habe ich gerne gelesen. Schon die Leseprobe zum Buch hat mir sehr gut gefallen und umso glücklicher war ich als ich das Buch in den Händen hielt. Im Buch geht es um den Protagonisten und Mönch Lukas, es beschreibt seine Gedanken zum Beispiel über den ausgeschiedenen Bruder Andreas der nun verheiratet ist und ein Kind hat aber auch über andere Mönche. Hierbei ist der See der zum Kloster gehört sein Rückzugsort den er auch ganz gerne zum Schwimmen nutzt. Man erfährt auch vieles über Lukas Glaube und spürt auch seine Zweifel. In dieser Zeit lernt er auch Sarah kennen die sich über den Sinn des Lebens Gedanken macht und auf der Suche danach ist. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten.

Mein Fazit: Ich gebe dem Buch 5 Sterne, denn ich habe es sehr gerne gelesen und würde es auch ohne zu zögern einer guten Freundin empfehlen.
Profile Image for Bookandtalk.
62 reviews
April 1, 2021
Am Anfang habe ich mir von dem Buch tiefe Einblicke in das Leben eines Mönches erhofft und seine Gedanken und Gefühle bezüglich Gott. Teilweise habe ich diese Elemente auch gefunden, sie wurden jedoch sehr schnell wieder beendet. Das Buch lässt sich, bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten, recht gut lesen und beschreibt den inneren Kampf von Lukas. Seine Handlungen und Entscheidungen konnte ich, besonders am Ende, nicht nachvollziehen. Es gab einige Wiedersprüche und immer noch offene Fragen, die mich beschäftigten. Mit den Charakteren bin ich ebenfalls nicht warm geworden. Die Metaphern und vielen offenen Gedankengänge von Lukas mochte ich jedoch gerne. Besonders der See hat es mir sehr angetan. Es war etwas gleichzeitig beruhigendes und düsteres, was den See umgab und das gab dem ganzen Buch eine einzigartige Stimmung.
Profile Image for Avalonia's Lesereich.
378 reviews2 followers
March 30, 2023
3,5 Sterne = gut, würde ich weiter empfehlen

Tatsächlich geht es weniger um die Geschichte von unserem Protagonisten Lukas und dem Infragestellen seines Lebensweges, sondern viel mehr um viele Gedanken und Erinnerungen rund um das Thema Mönch sein, Glauben und Kirche. Oft handelt es sich um mehrere aneinander gereihte Gedankenstränge von Lukas, was manchmal etwas wirr wirkt, aber seine gedanklichen Ansätze sind wirklich realistisch, menschlich und nachvollziehbar. Ich hätte mir eher Gewünscht, manche Ansätze etwas länger und ausführicher zu verfolgen, aber dann kam schon wieder der nächste Gedankenfetzen.
Das Buch war jetzt kein Highlight und es passierte auch wirklich nicht viel, aber ich bin Lukas' Gedanken irgendwie doch recht gerne gefolgt und es hat mich nicht gelangweilt, sondern weitestgehend gut unterhalten und an einigen Stellen auch zum Nachdenken angeregt.
Profile Image for yellowdog.
881 reviews
February 24, 2021
Momente am See

Aus der Mitte des Sees ist ein ruhiges, sehr reflektierendes Buch, auf das man sich einlassen muss, sonst wird es zum Geduldspiel.

Der Mönch Lukas, ca. 39, ist der jüngste im Benedikterkloster.
Es gab noch Andreas, der jünger war und ein Freund, aber er hat das Kloster verlassen und eine Familie gegründet.

Es ist eine innere Zwiesprache, die Lukas hält. Zuerst mit Andreas, aber auch mit anderen, insbesondere mit Sarah, die zu Gast in der Umgebung ist.

Es gibt viele Passagen am See oder beim Schwimmen, die etwas meditatives haben, aber es gibt auch Gedankengänge von Lukas, bei denen man seine Unruhe spürt.

Moritz Heger besitzt eine bildreiche Sprache, die er entsprechend fein einzusetzen weiß. Für mich war das gerade in dieser Form sehr ansprechend.
Profile Image for Jessi.
255 reviews
April 9, 2021
Wir begleiten Mönch Lukas durch rund 14 Tage seines Lebens, lesen von seinem inneren Konflikt, von seinem Gedanken. Er nimmt uns mit uns Leben in einem Kloster. Klingt ja erst mal interessant. 

Im ersten Abschnitt hatte ich damit zu kämpfen, dass Bruder Lukas sehr selbstmitleidig und eifersüchtig daher kam. Das wurde im Laufe der Geschichte etwas besser, aber alles in allem wirkte er weiterhin, als würde er sich lieber die Rosinen rauspicken, als schwierigeren Weg zu gehen. Also im allgemeinen ein recht wankelmütiger Charakter. 

Der Schreibstil ist gut und gerade die letzten beiden Abschnitte lassen sich sehr flüssig lesen. Ein Buch, das man durchaus lesen kann. Man verpasst aber auch nicht viel, wenn man es nicht tut. 
Profile Image for Saskia.
36 reviews1 follower
May 26, 2021
Aus der Mitte des Sees von Moritz Heger ist ein sehr philosophische Roman. Der Mönch Lukas stellt sich viele Fragen rund um seinen Lebensweg, nachdem sein mit Bruder Andreas das Kloster verlassen hat. Der Klappentext verspricht viel philosophisches, was das Buch letzten Endes aber leider nicht liefert. Heger schneidet viele verschiedene Punkte an, arbeitet sie aber nicht vernünftig aus und erlaubt dadurch auch keine philosophische Diskussion, schon allein das reine „weiter drüber nachdenken“ wird nicht wirklich animiert. Ich fand das Buch deshalb leider eher mittelmäßig. Darüber hinaus ist auch der Schreibstil von Heger nicht zwingend anregend, man kämpft sich wirklich durch.
Profile Image for Li.
71 reviews
July 13, 2022
ich fand das Buch sehr interessant
es war nur an ein paar Stellen ziemlich deutlich dass es von einen Mann geschrieben wurde (bsp: Beschreibung von Sarah)
aber es hat trotzdem ein paar wichtige Themen behandelt
Profile Image for Michael Madel.
603 reviews13 followers
April 6, 2021
Ich habe leider keinen Zugang zu dem Buch gefunden, sodass mich nur die Sprache des Autors begeistern konnte.
Profile Image for Mari.
58 reviews1 follower
January 18, 2025
Die Geschichte hat mich nicht so abgeholt, die Sprache jedoch SEHR!
Profile Image for Christoph Moser.
156 reviews
March 16, 2026
Interessantes Thema und gutes Setting mit stimmigem Ende. Teilweise etwas fahrig aber poetisch und sehr bildhaft - insgesamt eine spannende Leseerfahrung.
Profile Image for Syndala.
58 reviews3 followers
February 24, 2021
In "Aus der Mitte des Sees" wird das Leben des seit sechzehn Jahren im Benediktiner Kloster lebenden Bruder Lukas beleuchtet.
Im Verlaufe der Handlung ringt der Protagonist mit dem Klosteraustritt seines besten Freundes Bruder Andreas, hinterfragt seinen Glauben zu Gott und versucht diesen in Einklang zu bringen mit der neuen weiblichen Bekanntschaft die er gemacht hat.
Moritz Heger schafft mit diesem Roman tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt des Protagonisten. Nicht alle Fragen, die im Verlaufe aufgegriffen werden, werden auch beantwortet. Was für mich aber nur in der Natur dieser Fragen begründet ist. Zudem besticht die Handlung für mich durch ihre plastischen, landschaftlichen Beschreibungen und ihre Naturmetaphern.
Das Werk regt zum Nachdenken über sich selbst, die eignen Einstellungen und Vorstellungen zum Leben, sowie den Glauben an einen Gott an.
Einziges Manko für mich war das etwas abrupte Ende. Mir persönlich hätte eine Aussprache oder ein letztes Zusammentreffen vor dem Ende von Lukas und Sarah gut getan.
Profile Image for Katrin Faulhammer.
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March 7, 2021
Lukas, um die 40, lebt bereits sehr mehr als 16 Jahren in einem Benediktinerkloster. Das Buch beginnt damit, dass sein Freund Andreas vor einiger Zeit das Kloster verlassen hat um eine Familie zu gründen. Dies wirft für Lukas einige Fragen auf, ob er sich noch aufgehoben fühlt im Kloster. Auch habe ich den Eindruck Lukas ist vielleicht sogar neidisch auf seinen Gefährten. Lukas ist auch der jüngste Mönch im Kloster was zur Folge hat, dass er als Nachfolger des Abtes gesehen wird, etwas für das er sich innerlich eigentlich nicht bereit fühlt. Dann taucht auch noch die Schauspielerin Sarah auf, die sich langsam an Lukas herantastet und mit ihm ins Gespräch kommt. Man merkt das Lukas mit seiner Wahl ins Kloster zu gehen nach wie vor hadert, es wirkt auch so, als wäre diese Entscheidung auch eine Art Flucht gewesen.
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Das Buch beschreibt einen Zeitraum von 14 Tagen und die Handlung beschreibt vor allem die inneren Monologe von Lukas. Somit bekommt man einen tieferen Einblick in seine Gedanken und Gefühle. Sinnbildlich und metaphorisch wird dies in Kombination mit dem See beschrieben, in dem Lukas täglich schwimmen geht.
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Sprachlich ist es sehr ruhig und poetisch. Auch wenn der Autor Evangelische Theologie studiert hat und das Buch in einem Kloster spielt, geht es in dem Buch weniger um Gott und Glaube, sondern mehr um Selbstzweifel und die Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken und Gefühlen. Ich fand das Buch sehr entspannend zu lesen, unaufgeregt und trotzdem tiefgründig.
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Das Buch habe ich bei @vorablesen gewonnen. Danke an die Plattform und den @diogenesverlag.
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