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Geschlechtermetaphorik Und Gottesverhaltnis (Wissenschaftliche Untersuchungen Zum Neuen Testament 2.Reihe)

Die historischen Wurzeln einer weithin anerkannten Trennung zwischen Sexualitat und Religiositat bzw. erotischer Menschenliebe und mystischer Gottesliebe werden in den biblischen und urchristlichen Schriften selbst gesehen. Aber ist die Gottesliebe prinzipiell unerotisch und leidenschaftslos? Oder sind die Liebesbeziehungen unter Menschen ungeeignet, um den Charakter religioser Ergriffenheit und Liebe abzubilden? Ruben Zimmermann weist durch die Analyse biblischer und insbesondere urchristlicher Texte nach, daa eine Wechselbeziehung zwischen der geschlechtlichen Mann-Frau-Relation und der Gottesbeziehung gerade auch den judisch-christlichen Glauben durchdringt. Eine Uberlagerung zwischenmenschlicher Geschlechterrelation und Gottesbeziehung wird vor allem dann sichtbar, wenn Aussagen aus dem Bereich der Mann-Frau-Relation zur Beschreibung der Gottesbeziehung herangezogen werden. Die Liebessprache des Menschen wird hierbei also im ubertragenen Sinn zur religiosen Sprache, zwischengeschlechtliche Kategorien werden zum bildspendenden Bereich eines theologischen Metaphernkomplexes. Derartige Bildertexte mit religioser Geschlechtermetaphorik konnen nun aber umgekehrt auch in den zwischengeschlechtlichen Bereich zuruckwirken, die religios gedeutete Geschlechterrelation wird zum Modell fur zwischenmenschliche Liebesbeziehungen.

804 pages, Paperback

First published August 1, 2001

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Ruben Zimmermann

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