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Sprachkampf: Wie die Neue Rechte die deutsche Sprache instrumentalisiert

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Deutsch ins Grundgesetz? Verbot für Fremdwörter? Gendern oder nicht? Deutsch in der EU?
Sprachpolitik hat sich in den letzten Jahren als ein lohnendes Politikfeld etabliert. Von den Sprachschlachten im 17. Jahrhundert bis zu aktuellen sprachpolitischen Verschwörungstheorien - dieses Buch analysiert die Auseinandersetzungen zum Thema Sprache und Politik. Es zeigt, welchen hohen Stellenwert das Thema Sprache im Programm der AfD einnimmt. Was steckt dahinter? Und was kann der Vereinnahmung der Sprache für politische Zwecke entgegengesetzt werden?

192 pages, Hardcover

Published March 8, 2021

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About the author

Henning Lobin

25 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Mehmet Aydın.
1 review
April 3, 2021
Lobin zeigt, wie gut sich der Kampf gegen politische Korrektheit oder andere sprachliche Themen (Fremdwörter, Rechtschreibreform…) für die rechte Identitätspolitik der AfD (und auch schon der NPD) instrumentalisieren lässt und dass der VDS dabei nicht etwa zufällig ähnliche Meinungen in Bezug auf Sprache vertritt, sondern oft mit den gleichen Argumenten geradezu politisch unterstützend wirkt.
Das Buch ist kein Plädoyer für das Gendern, Fremdwörter oder andere Änderungen in der Sprache, sondern vielmehr dafür, Diskussionenn darüber im Rahmen sprachwissenschaftlicher Erkenntnisse zu führen anstatt sie für politische Zwecke zu missbrauchen, womit es meines Erachtens einen wichtigen Beitrag leistet.
Profile Image for mtl.
76 reviews12 followers
May 2, 2021
Dieses Buch bietet an vielen Stellen Anlass, herzlich zu lachen:
"Der wortinterne Glottisschlag widerspreche den Regeln der deutschen Rechtschreibung (was für die gesprochene Sprache einen sehr überraschenden Kritikpunkt darstellt), der Rat für deutsche Rechtschreibung habe sich bereits gegen das Gendern ausgesprochen (was weder korrekt noch dessen Aufgabe ist) und überdies seien 'maskuline Personenbezeichnungen [...] grundsätzlich generisch, wie wissenschaftliche Grammatiken des Deutschen [...] klar belegen' - eine rundheraus falsche Aussage. Schließlich bringt er noch ein Gerechtigkeitsargument vor: Männer könnten beim sprechsprachlichen Gendern überhört werden, was ungerecht sei, schließlich seien sie etwa die Hälfte der Beitragszahlenden des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Nur am Rande sei erwähnt, dass an anderer Stelle von Krämer verwendete Sprachbeispiele wie Belege für das Gegenteil wirken, etwa die Verwendung des Wortes 'Bäckerinnung', das in der Mitte genau den glottalen Knacklaut enthält ('Bäcker-Innung'), der bei 'Bäcker-Innen' angeblich so unaussprechlich ist."
(S. 75 f.)

Ach. Ich habe sehr gelacht, auch das Gerechtigkeitsargument, Männer könnten "überhört" werden, dabei sind sie doch die Hälfte der Beitragszahlerinnen? Echt ein schönes Ding vom VDS (Krämer ist Vorsitzender des Vereins). Fast hätte er etwas verstanden. Fast.

Dieses Buch sollte überall kostenlos ausliegen. Im Gegensatz zu dem Propaganda-Schmierzettel vom VDS, den der Verein seit Jahren unaufgefordert an unseren Lehrstuhl schickt. Ich schließe daraus, dass der VDS es bei allen anderen germanistischen Lehrstühlen/Professuren/Instituten an Universitäten in D, aber vielleicht auch außerhalb von D, genauso macht. Unbedarfte Poststellenmitarbeiter:innen legen das Käseblatt dann im Flur aus, wo Student:innen die Wahl ihres Studiengangs in Zweifel ziehen, wissenschaftliche Mitarbeiter:innen darüber lachen und Reinigungspersonal es mit der restlichen "Rundablage" entsorgt. Ich finde, der VDS sollte für jede gedruckte Ausgabe einen Baum pflanzen und sich bei allen anderen Bäumen persönlich entschuldigen. Auf der Buchmesse sollte der VDS, anstatt zu versuchen, unbescholtene Bürger:innen an seinen Stand zu locken, ihnen im Vorbeigehen ein aufrichtiges und herzliches "Tut uns leid!" hinterherrufen.

Aber zurück zum Thema. Das einzige, was Lobins Buch noch besser machen könnte, ist wenn es noch einmal als wissenschaftlicher Text herauskäme, so dass man (ich) es als wissenschaftliche Quelle zitieren kann, statt nur als Diskursbeitrag.
Author 4 books1 follower
August 14, 2021
Ich tue mich bei der Bewertung hier etwas schwer. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und deckt die verbreiteten Debatten ab, ist jedoch für das was ich erwartet hatte zu oberflächlich. Jedoch kann ich das Buch nicht schlecht bewerten, nur weil es meine Erwartung enttäuscht hat. Schiebe ich diese beiseite bleibt lediglich das Problem, dass zwischendurch ein gewisser Zentrismus hervorkommt, der linke und rechte in ihren Kämpfen gleichsetzt und dadurch die reale Gefahr rechtsradikalen Gedankenguts relativiert. Für einen ersten Ein- und Überblick ist es ein gutes Buch.
Profile Image for Oliver.
66 reviews1 follower
March 27, 2021
Treffende Beschreibung der im Titel erwähnten Problematik. Wer in den Medien arbeitet, sollte sich unbedingt diese Problematik bewusst machen. Dazu taugt dieses Buch bis auf weiteres als Standardwerk.
Profile Image for Susi.
215 reviews
Read
March 23, 2022
Der Text mit der Überschrift „Politische Korrektheit oder Rücksichtnahme?“ sprach mir tatsächlich aus der Seele.
Nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass ich dieses Buch noch einmal lesen muss, um den Inhalt richtig aufnehmen zu können.
Profile Image for soymarleen.
85 reviews2 followers
July 1, 2024
Bringt viele der Diskussionen und Sprachkämpfe gut auf den Punkt und demonstriert die Gefahr, die von ihnen ausgehen gut. Außerdem unterhaltsam geschrieben!
Displaying 1 - 6 of 6 reviews