Drei brillante Novellen über drei Künstler, hinter denen der große Erfolg liegt und die sich nun nicht einem Publikum, sondern dem Geheimnis der Zeit zu stellen haben. Hartmut Lange beschreibt den Einbruch des Magischen in das alltägliche Leben. Wie unter Zwang streben seine Figuren danach, sich in diesen Abgrund hinter der Realität zu stürzen und ihr als normal definiertes Leben hinter sich zu lassen.
Die Erzählungen drehen sich um die Gegenwärtigkeit des Todes, der in verschiedenen Gestalten leise und unauffällig durch die Geschichten wandelt. Dabei verwischen, wie so häufig bei Lange, die Grenzen zwischen Realität und Fantasie, und was eine besondere Qualität der hier vorgelegten Texte ist: nie wird der Tod/das Tödliche aufdringlich oder aggressiv, viel eher bleiben seine Inkorporationen melancholisch und ephemer, der Zeit und dem Raum enthoben. Die beiden kürzeren Erzählungen entfalten keine so große Wirkung, weil ihnen Lange nicht genügend Raum zugesteht; so begeistert vor allem die Titelstory und lässt die beiden anderen als überflüssige Zugaben erscheinen.