Seit sie die einzigartigen Klänge der Kult-Band „Fury in the Slaughterhouse“ 1999 zum ersten Mal vernommen hat, ist Illi Hinzberg Fan mit Leib und Seele. In diesem Buch erzählt sie abenteuerliche Erlebnisse, witzige Anekdoten, von der Liebe zur Musik und von besonderen Fanmomenten.„Illi hätte damals wirklich alles Mögliche werden können. Ein Tracky, ein Starwars-, Fallout- oder FC Irgendwas-Fan, aber ihr Herz schlug dann wohl doch für etwas ganz Anderes. Nämlich für unsere Band Fury in the Slaughterhouse, deren unstetes Treiben sie fortan genauestens verfolgte. So nahm ihr Leben in diese Richtung extrem Fahrt auf und es kam, wie es kommen Konzertbesuche, zum Teil unter seltsamen Vorzeichen, und mehr Konzerte, und noch mehr Konzerte, viele nette Bekanntschaften und neue beste Freunde.“ – Gero Drnek, Fury in the Slaughterhouse
Fury in the Slaughterhouse sind seit 30 Jahren ein Teil meines Lebens. Zum ersten Mal gehört habe ich die Band Anfang der 1990er Jahre, die erste CD habe ich Ende 1991 gekauft (pur live) und dann sind wir mit den Freunden über Jahre zu jedem Konzert im Umkreis von 100 km gefahren. Ähnlich wie die Autorin war auch ich einmal während eines Fury-Konzerts der Ohnmacht nahe, als mein damaliger Freund mir beim Tanzen direkt vor der Bühne aus Versehen den Ellenbogen ins Gesicht rammte. Und genau wie die Autorin ist auch eins meiner absoluten Lieblingslieder der Band „Jericho“. Dann hören die Gemeinsamkeiten allerdings schon auf. Während meine Fury-Hochphase Mitte der 90er Jahre etwas abflaute (1997 war ich bei meinem vorübergehend letzten Live-Konzert) fängt hier die Fangeschichte in dem Buch erst an.
Diese fehlenden Gemeinsamkeiten mögen der Grund sein, dass es mir doch sehr schwer gefallen ist, mich in die Erzählungen und Rückblicke einzufinden. Anekdotenhafte Erinnerungen, die teilweise ganz unterhaltsam, mir meist jedoch etwas fremd waren, finden sich im Buch wieder. Und als es aus meiner Sicht wieder spannend wird, (ja, ich war auch auf der Abschiedstournee und selbstverständlich auf dem Klassentreffen auf der Expo-Plaza), wechselt die Sicht auf die Geschehnisse, denn aus dem größten Fan der Band (und den Status will ihr sicher niemand streitig machen), wird irgendwie ein Teil der Band, eine Insiderin... auch mit sehr spannenden Einsichten ins Bandleben, aber dann doch wieder anders als ich erwartet hatte.
Meine Erwartungshaltung und die 14 Jahre Altersunterschied zwischen mir und der Autorin waren leider der Grund, weshalb ich mich mit diesem Buch etwas schwer getan habe. Ich kann mir aber vorstellen, dass viele Fury-Fans an den Erinnerungen und Ausführungen viel Freude haben, da ihre eigenen Erinnerungen ganz ähnlich sind.