Jump to ratings and reviews
Rate this book

Gerechtigkeit muss anders kommen!: Meistererzahlungen

Rate this book
Text: German

383 pages, Hardcover

Published January 1, 1981

About the author

Heinrich Federer wurde als Sohn von Johann Paul Federer, von Beruf Holzschnitzer und Lehrer, sowie der Verena geb. Nägeli in Brienz geboren. Aufgewachsen in Sachseln, besuchte er von dort aus 1881 bis 1887 das Gymnasium in Sarnen. Nach einem weiteren Jahr am Kollegium in Schwyz schloss er dort 1888 mit der Matura ab. Nach dem Studium der Theologie in Eichstätt (1888), Luzern (1888–1890) und Freiburg im Üechtland (1890–1892) wurde er 1893 zum Priester geweiht und war danach Kaplan in Jonschwil.

Aus gesundheitlichen Gründen – er litt unter Asthma – wurde Federer 1900 in ein Frauenheim nach Zürich versetzt und arbeitete als Chefredaktor bei den katholischen Neuen Zürcher Nachrichten. Zuvor war ihm die Aufnahme in das Benediktinerkloster Einsiedeln wie auch bei den Jesuiten verwehrt worden, da kirchenintern seine homosexuellen Neigungen wohl bereits bekannt waren. Im sogenannten «Stanser Pädophilenprozess» von 1902 wurde Federer wegen einer angeblichen homosexuellen Handlung an dem ihm anvertrauten zwölfjährigen Privatschüler Emil Brunner in erster Instanz wegen «Erregung öffentlichen Ärgernisses» verurteilt und verlor seine Reputation und seine Arbeitsstelle bei der Zeitung. Federer war zwei Tage nach seiner Verhaftung von der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) vorverurteilt worden. In zweiter Instanz wurde er jedoch vom Obergericht freigesprochen. Erst 20 Jahre später wurde er in der NZZ durch einen Artikel von Eduard Korrodi rehabilitiert.[1][2]

Mit Berge und Menschen sowie den Lachweiler Geschichten gelang ihm 1911 der literarische Durchbruch. Federer wurde zum bekanntesten Autor der katholischen Schweiz. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerieten Leben und Werk Federers jedoch nach und nach in Vergessenheit, bis Pirmin Meier in der «erzählerischen Recherche» Der Fall Federer (2002) vor allem Federers angebliche Homosexualität und deren literarische Spuren wieder zum Thema machte.

Heinrich Federer lebte zwischen 1919 und 1928 im Oberstrass-Quartier an der Bolleystrasse 44 in Zürich, wo eine Gedenktafel noch heute an seine letzten Jahre erinnert, sein Grab liegt auf dem Zürcher Friedhof Rehalp (FG 96090). Sein Nachlass befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
0 (0%)
4 stars
0 (0%)
3 stars
0 (0%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
No one has reviewed this book yet.

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.