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Die Quellen von Malun #3

Die Quellen von Malun - Blutschicksal

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"Er war der Herrscher über die Monster, auferstanden aus der Asche seiner Vergangenheit. Die letzte Etappe des Krieges gehörte ihm" Die letzte Schlacht um Ruann und das versiegende Wasser steht kurz bevor. Böse Magie treibt das Heer von Sapion vor die Grenzberge von Malun. Nur mit Alias Hilfe kann es Dorgen noch gelingen, den vernichtenden Schlag gegen das Land der Götter zu verhindern. Feyla kämpft derweil auf Leben und Tod, um ihre Sippe und Dorgens Kinder vor ihrem grausamen Vater Walerius zu retten. Doch letztendlich hängt alles an Tailin. Nur gemeinsam mit Leymon kann er die verschollene Maluna wiederfinden und die Seele der Wassergöttin heilen. Aber Leymon hat einen schrecklichen Verrat begangen ...

752 pages, Paperback

First published February 26, 2021

32 people want to read

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Daniela Winterfeld

8 books3 followers
Daniela Winterfeld ist das Pseudonym der deutschen Autorin Daniela Ohms, die sonst Fantasy für Jugendliche schreibt.

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Community Reviews

5 stars
8 (29%)
4 stars
7 (25%)
3 stars
6 (22%)
2 stars
5 (18%)
1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Letanna.
1,956 reviews61 followers
February 26, 2021
Der finale Kampf steht bevor, jetzt geht einzig darum, Ruan in eine bessere Zukunft zu bringe. Doch nur gemeinsam schaffen das die Gottgeborene und leider stehen sie nicht alle auf derselben Seite.

Bei diesem Buch handelt es sich um den 3. und letzten Teil der Trilogie. Mit 752 Seiten ist der letzte Teil deutlich dicker als die vorangegangenen und inhaltlich auch deutlich epischer und detaillierter.

Erzählt wird die Handlung wieder aus verschiedenen Perspektiven und mittlerweile sind einem die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Charakteren auch deutlich klarer. Wieder einmal schildert die Autorin ihre Geschichte auf eine sehr brutale Art und Weise, was man ja bereits aus den anderen Büchern kennt. Es gibt deutlich mehr Magie und auch einen tieferen Einblick in die Vergangenheit der Charaktere. Außerdem gibt es immer wieder kurze Kaptal, in denen die Vergangenheit von Ruann beschrieben wird.

Mir haben diese vielen Informationen auf jeden Fall geholfen, die Hintergründe zu verstehen. Außerdem bringt die Autorin einem die Charaktere so viel näher. Besonders interessant fand ich den Konflikt, in dem der Blutsohn steht. Diesen hat die Autorin sehr eindringlich erzählt. Aber auch über die anderen Charaktere erfährt man deutlich mehr. Wieder lässt die Autorin ihre Charaktere ganz schön leiden und das nicht im übertragenen Sinne.

Mit dem Ende der Reihe bin ich auf jeden Falls sehr zufrieden, die Autorin gibt uns einen kleinen Blick in die Zukunft, der eine völlig neue Welt zeigt und eine neue Geschichte erzählt. Von mir gibt es für den 3. Teil wieder die volle Punktzahl.
97 reviews4 followers
March 17, 2021
Auf diesen abschließenden Teil der ungewöhnlichen Trilogie habe ich mich wirklich sehr gefreut. Zu sehr, wie es scheint.
Weiter tobt Krieg in Ruann. Der Waldgürtel ist abgebrannt, der Blutsturm tobt, entfesselt vom grausamen Sapionas. Nichts scheint sich Sapion im Kampf um das letzte Wasser entgegenstellen zu können, doch der Widerstand gibt nicht auf.

In den ersten beiden Büchern gab es so viele vielschichtige, interessante Persönlichkeiten. Die Charaktere sind hier zwar noch da, haben aber an Vielschichtigkeit eingebüßt. Alia ist nur noch allmächtig, Tailin nur noch freundlich, Leymon nur noch gereizt und Dorgen nur noch hilflos. Obwohl alle Gottgeborenen unglaublich overpowered wirken, Alia allen voran, geht ewig lange nichts voran, sie drehen sich im Kreis und kommen zu nichts außer dazu, die ewig gleichen Fragen neu zu erörtern. Als einzige nicht-Gottgeborene war Feyla bisher stets eine angenehme Abwechslung zu der ganzen Magie, doch auch sie ist in diesem Buch farblos und bleibt dem Leser fern.

Die Handlung ist unglaublich verschwurbelt. Es geht seitenlang um das Wirken der Magie und warum man bestimmte Dinge tun oder nicht tun kann, und dann entscheiden sich die Charaktere sprunghaft und unglaubwürdig für irgendeine Übersprungshandlung, von der sie dann natürlich Magiefieber bekommen. Die Handlung geht und geht nicht voran. Der Zauber und die Faszination, die den ersten beiden Büchern innewohnten, ist in diesem dritten Teil völlig verloren gegangen.

Auch Sapionas, das menschengemachte Monster, dessen Darstellung in den Vorgängerbänden so gelungen war, stumpft hier zu einer irren Maschine ab. Aus seinem inneren Konflikt hätte man so unglaublich viel machen können – stattdessen wird er neuerdings als triebgesteuertes Tier dargestellt. Dass Alia mit ihm anbandelt, nachdem er sie im ersten Teil vergewaltigt hat, genügt mir eigentlich schon, um von diesem Buch unfassbar genervt zu sein.

Es gibt viele Abründe in diesem Buch, und Tailin rechtfertigt zu viele davon. „Er hatte keine Wahl, seine Magie hat ihn dazu gezwungen“ – wie bitte? Natürlich geht es auch darum, sich seiner Vergangenheit und seinen Fehlern zu stellen, und warum Menschen zu Monstern werden, aber leider auf eine Art und Weise, die von langatmig-anstrengend zu obszön-widerlich und zurück schwankt. Um die Handlung irgendwann doch mal voranzutreiben, gibt mehr Deus ex Machina-Szenen, als ich zählen kann, und dazwischen zieht sich alles wie Kaugummi. Ganz zu schweigen von dem Ende, das mir viel zu kitschig und unrealistisch ist.
Was für eine Enttäuschung, wirklich.
Profile Image for faanielibri.
846 reviews64 followers
August 15, 2021
Ich liebe es ja, wenn ich viele verschiedene Handlungsstränge habe und diese dann irgendwann zusammengeführt werden. So, als ob sich der Kreis endlich schließen würde. Und das ist Daniela Winterfeld mit ihrem Trilogiefinale ‚Blutschicksal‘ wahrlich meisterhaft gelungen. Ich bewundere Autor*innen für diese logische und logistische Meisterleistung jedes Mal auf’s Neue. Umso mehr bei einer derart komplexen Welt, wie sie Winterfeld hier über drei Bände präsentiert hat. Die Historie, die Ruann geformt hat, die ganzen Zusammenhänge aus Grausamkeit, Tod und Wiederauferstehung haben ein würdiges Finale voller Epik bekommen. Der Schluss hat mich ziemlich zufrieden gestellt, vorab wurden noch einige Weichen für die Zukunft des Kontinents gestellt, Altes begraben und ein paar Überraschungen enthüllt. Vor allem letztere haben nochmal ein runderes Bild der ganzen Geschichte ergeben, selbst, wenn ich mir die Enthüllungen teils schon zusammengereimt hatte. Ja, der Kreis hat sich geschlossen, doch der Weg dahin war erneut voller Blut, Tod und Gewalt. Aber selbst dort, an einem derart trostlosen Ort, findet man Hoffnung und Liebe, Loyalität und Freundschaft. Und den Mut, gegen die Unterdrücker zu kämpfen. Ein klassischer Trope, doch die Kunst ist, was man daraus macht. Daniela Winterfeld hat etwas Großes geschaffen, eine Reihe, die ich uneingeschränkt empfehlen möchte.
Doch trotz der meiner Freude über das große Ganze, das in einem ausschweifenden Finale richtiggehend zelebriert wird, hat mich der Finalband nicht ganz so abgeholt wie die beiden Vorgängerbände. Vor allem zu Beginn von ‚Blutschicksal‘ fand ich mich in der Geschichte überhaupt nicht zurecht, ich hatte das Gefühl, die Autorin verliert sich in Details, Wiederholungen und Unwichtigkeiten. Somit war mein Start ins Finale mitnichten das, was ich erhofft hatte und das Lesen ging unglaublich zäh voran. Doch da ich die beiden Vorgänger so gern mochte, habe ich nicht aufgegeben. Und Gott sei Dank ist der Knoten dann irgendwann geplatzt und die Geschichte konnte mich so fesseln, wie sie es eigentlich seit dem ersten Teil konnte.
Zur Handlung und den Charakteren selbst will ich gar nicht viel sagen, bei einem dritten Teil spoilert fast schon jedes Wort. Nur ein paar Gedanken, dich mich während des Lesen beschäftigt haben, möchte ich noch loswerden. Zum Beispiel, dass ich mich mit Leymon und Tailin in diesem Band am wenigsten wohl gefühlt habe. Die Beziehung, die ich in den Vorgängerbänden zu den beiden aufgebaut hatte, ist im Laufe dieses Bandes irgendwie verpufft. Wie konnte das passieren? Sie blieben mir hier zu unnahbar und ihr Erzählstrang auf überwiegend geistiger Ebene war für mich derart abstrakt und dadurch war ich schnell gelangweilt. Es gab Kapitel, in denen es besser war, aber im Großen und Ganzen hat sich der Erzählstrang um diese beiden für mich persönlich am negativsten entwickelt. Es mag mitunter auch daran gelegen haben, dass Leymon Dinge offenbart hat, die ich erst mal verdauen musste – nachdem er gefühlt das ganze Buch nicht darüber sprechen wollte und eigentlich nur mies drauf war.
Dahingegen mochte ich die Handlungen um Alia und Feyla wieder sehr, zwei Frauen, die in dieser frauenverachtenden und vor sexualisierter Gewalt strotzenden Welt ihren Platz nicht nur finden, sondern auch bis auf’s Blut dafür kämpfen. Und Thia hat mich fasziniert – auf eine Art, die ich nicht genau beschreiben kann. Einerseits bewundere ich sie und andererseits kann ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen. Einfach, weil sie so krass ist! Abgebrüht, berechnend, mutig, stark.
Die anderen Charaktere haben mich natürlich auch auf ihre Weise beeindruckt, denn eigentlich alle Figuren wurden vielschichtig gezeigt und mit einer meist grausamen Vergangenheit ausgestattet. Doch fast jeder Charakter hat seine Entwicklung durchgemacht, mal größer, mal kleiner, mal schwerer erkämpft, mal weniger. Auch dafür liebe ich die Trilogie, denn sie zeigt die Abstufungen zwischen Weiß und Schwarz und dass es nicht immer einfach ist, Gutes zu tun. Bestes Beispiel dafür ist der Blutsohn, der mich mit seiner Entwicklung doch enorm beeindruckt hat – auch wenn ich ihn nie wirklich mochte.
Und da mich Bookstagram sensibilisiert hat, würde ich mir für eine eventuell erscheinende neue Auflage noch etwas für die Trilogie wünschen: Eine Triggerwarnung. Auch wenn es ein Dark-Fantasy-Roman für Erwachsene ist und man Brutalität und sexualisierte Gewalt erwarten könnte, ist es meiner Meinung nach wichtig, die Explizitheit dieser herauszustellen. Denn manche Szenen und Beschreibungen haben selbst mich an meine Grenzen gebracht, ohne getriggert zu werden. Denn Kindesmissbrauch braucht keinen Trigger.
Auch wenn mich ‚Blutschicksal‘ nicht vollends überzeugen konnte, sind ‚Die Quellen von Malun‘ eine Dark-Fantasy-Reihe, die ich uneingeschränkt empfehlen möchte. Aber nur, wenn du bereit bist für eine epische Geschichte in einer wirklich brutalen Welt, die dabei aber so unglaublich faszinierend ist und mitreißt. 3,5 Sterne für ‚Blutschicksal‘.

Profile Image for Sandra.
42 reviews38 followers
May 6, 2021
Dieses Buch hat es mir schwer gemacht. Erst dachte ich, es gefällt mir besser als Band 1 und 2, aber ab der Hälfte bzw dem letzten Drittel ist es leider absolut eingebrochen und das Ende war nur noch enttäuschend.

Nach wie vor wird nicht klar, was eigentlich das übergeordnete Ziel der Reihe ist. Müssen alle Götter getötet werden? Geht es darum, die Dürre zu beenden? Am Ende ist es wohl eine Kombination aus beiden, die leider nur bedingt durchdacht ist.
Die Charaktere bleiben leider sehr oberflächlich, eine wirkliche Entwicklung lässt sich eigentlich nicht erkennen. Darüber hinaus sind sie allesamt vollkommen triebgesteuert. Es geht nur um Sex. Die eine heilt durch Sex, der andere liegt im Sterben und denkt an Sex, zwei schauen sich an und haben sofort Sex. Sex ist scheinbar die Lösung für alles. Beispiel: "Plötzlich wünschte er sich, doch noch zu leben. Er wollte mit ihr zusammen sein, sie noch einmal fühlen, noch einmal mit ihr schlafen, und wenn es das letzte Mal war, bevor ihre Seelen für immer in die Dunkelheit zogen." Natürlich denke ich, wenn ich gerade im Sterben liege, an Sex. Und natürlich ist das erste, was ich tue, wenn ich dem Tod vor einer Sekunde von der Schippe gesprungen bin, Sex zu haben.

Was auch irgendwann nur noch genervt hat, sind diese ewigen "Rückfragen": "...Wollten sie aneinanderkoppeln. Oder abstoßen?" "...spürte Rabanus eine Veränderung in der Temperatur. Oder in der Luft?"

Manche Szenen oder Schreibweisen haben mich zudem dann doch stark an andere Bücher erinnert. Einmal wird fast wörtlich die Bibel zitiert. Eine Szene ist m.E. ein Abklatsch von Herr der Ringe: "Monster", die eine fremde, uralte Sprache sprechen, die Bäume entwurzeln, Feuer machen und Waffen schmieden. Kommt zumindest mir sehr bekannt vor.

Aber am schlimmsten war tatsächlich dieses 0815 Ende. Potential war da: Einige hätten Opfer bringen müssen für das Wohl der Menschheit. Aber nein, das wäre ja zu einfach. Stattdessen überleben ausnahmslos alle und alle finden ihr persönliches Ende. Ich muss nicht betonen, dass während des Höhepunkts natürlich auch alle Sex hatten, alle Damen dabei geschwängert wurden, alle das nach 5min natürlich auch schon wissen und sich total auf das Baby freuen.

Am Ende hat es dann doch nur noch für 2 Sterne gereicht. Geschichte mit Potenzial, aber leider echt mies umgesetzt und am Ende ein echter Totalreinfall. Schade.
This entire review has been hidden because of spoilers.
2,988 reviews18 followers
September 2, 2022
Die letzte Schlacht um Ruann hat begonnen. So wie Band 2 geendet hat, so geht es im letzten Band auch weiter. Unsere Figuren stehen auf dem Schachbrett bereit und wir wissen aber nicht, wohin uns der nächste Zug führt und ob wir bald Schach matt sind. Es war schon vorher brutal, grausam und hat so einige tiefe Wunden aufgerissene. Doch das, was hier kommt, habe ich nicht erwartet. Hier werden alle Seelen, unserer Figuren auseinander genommen und wieder zusammen gesetzt. Manche überstehen es ohne Schaden, andere wiederum überleben es nicht so gut. Auch als Leser wird man immer tiefer in die seelischen Abgründe gezogen. Das Grausame ist hier nicht die Schlacht oder gar der Krieg. Nein, es geht hier um die seelische Verletzung, das, was alle hier erlebt haben. Kann man sich selbst verzeihen? Kann man mit seinen Entscheidungen leben? Darum geht es am meisten und die wichtigste Frage, kann eine Seele heilen? Das Buch hätte ich in einem Rutsch durchgelesen, wäre da nicht die aufwühlende Szenen. Dadurch musste ich immer wieder Pausen einlegen und das gelesene erst verarbeiten. Ja, mir ist klar, dass es eine fiktive Geschichte ist. Jedoch wurden die Emotionen in diesem Buch von der ersten Seiten an so real beschrieben, dass ich mich jetzt in Band 3 wie ein Teil des Netzes von den Charakteren fühle und mit ihnen fühle. So als wäre sie meine besten Freunde, was wir alles schon erlebte und durchgemacht haben. Der Verdacht, wie es endet, kommt ab ungefähr der Hälfte des Buches auf und mit diesem Ende habe ich doch nicht gerechnet und hat mich geschockt zurückgelassen. Gleichzeitig habe ich es gefeiert und geliebt.
Profile Image for Miss Pageturner.
428 reviews32 followers
November 18, 2022
Die Quellen von Malun war 2019 die Entdeckung für mich, umso gespannter war ich auf das Reihenfinale dieses Jahr, zumal es am Ende von Band zwei immer noch kaum abzusehen war, wie der ganze Konflikt gelöst werden soll.

Eine Welt versinkt im Krieg
In Ruann tobt der Krieg. Waren in band eins die Fronten noch verhärtet und kam es “nur” gelegentlich zu Scharmützeln, kommt es nun zur Endphase des Krieges und der letzten großen Entscheidungsschlacht. Im Falle des Sieges der Sapioner droht Malun und ganz Ruann vernichtet zu werden und wie wir es eigentlich schon bei dieser Reihe gewohnt sind, sieht die Lage nicht gut aus. Dieses Damoklesschwert des drohenden Untergangs erzeugt von Beginn an eine elektrisierende Spannung in dem Buch. Auch hatte ich dieses Mal, im Gegensatz zu Band zwei das Gefühl leichter wieder in die Geschichte einzusteigen, was vor allem daran lag, dass die meisten Handlungsstränge mittlerweile schon gut zusammengeführt wurden und man nicht mehr so viele Schauplätze gleichzeitig hat.

Gut gefallen hat mir auch weiterhin das Worldbuilding. Ich habe es schon in meinen Rezensionen zu den beiden Vorgängern erwähnt und auch auf die Gefahr hin, mich wie eine kaputte Schallplatte anzuhören, möchte ich es trotzdem wiederholen: Die Komplexität des Gesellschaftssystems und die Darstellung der systematischen Gewalt und deren Auswirkungen sind großartig. Auch Band drei hält sich in der Schilderung von Gewalt, Missbrauch und Folter nicht zurück, aber weiterhin hat man nicht das Gefühl, dass diese Elemente nur zum Schocken da sind, wie bei einem Splatterfilm. Vielmehr wird die scheinbare endlose Spirale von Hass und Gewalt dargestellt. Wie Gewalt in den meisten Fällen zu noch mehr Gewalt führt und was für Auswirkungen Traumata haben können. Gleichzeitig setzt gerade dieser Band der Reihe auch Zeichen der Hoffnung und setzt der Gewalt und dem Hass auch Liebe und Vergebung gegenüber.

Die letzten Fragen klären sich
Ein weiterer Punkt, der mir an diesem Finale gut gefallen hat, war, dass man noch etwas mehr über die Vergangenheit von Ruann erfährt, vor der Vorherrschaft der Sapioner. Diese Hintergrundinformationen vervollkommnen das Bild von Ruann und ich persönlich empfand sie als sehr interessant. Tatsächlich waren die Chronik von Galeja Passagen mit meine liebsten, nach denen von Feyla, (die bis zum Schluss mein Lieblingscharakter war, vor allem da sie ein der wenigen war, die keine besonderen Kräfte hatte)

Doch wie es so ist, alles hat ein Ende und auch die fest gefahrendste Situation muss bei einem Finale letztendlich gelöst werden. In dieser Hinsicht konnte mich Blutschicksal leider die völlig überzeugen. Der Hauptgrund dafür: Es war zu viel und zu wirr. Im letzten Drittel des Buches überschlagen sich die Ereignisse, alles kommt zusammen und gefühlt alle drei Sekunden taucht, wer oder etwas Neues auf und am Ende hatte ich einfach nur noch das Gefühl von Chaos. Dabei sind die einzelnen Handlungsaspekte, Lösungen und Ereignisse für sich genommen nicht schlecht, doch ihnen wird zu wenig Raum gegeben. Stattdessen wird alles gleichzeitig erzählt, was es schwierig machte einzelnen Figuren zu folgen. Hier hätte man einer Meinung nach im Mittelteil kürzen können, um dafür dem Ende und der Auflösung mehr Platz zu geben. Auch der Epilog stellte mich nicht ganz zufrieden, viel kann ich hier ohne Spoiler nicht verraten, doch passte er für mich nicht ganz zum Stil der ganzen Geschichte zuvor. Wer es gelesen hat, weiß wahrscheinlich worauf ich hinaus will.

Fazit:
Mit viel Spannung kommt hier eine Reihe zum Abschluss, die sich vor allem durch ihre Düsterheit und dem komplexen Worldbuilding auszeichnet. Den Charakteren wird es alles andere als leicht gemacht und man braucht gute Nerven für diese Reihe, doch wird man mit einer spannenden tiefgründigen Story belohnt. Lediglich das Ende konnte mich nicht zu hundert Prozent überzeugen, die Reihe kann ich dennoch jedem Fan von High und Dark Fantasy ans Herz legen.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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