Diese literarische Autobiographie in zwei Teilen ist eine global-arabische Geschichte und schildert aus der Sicht und dem Erleben einer Nur-als-Mädchen-Geborenen eine Jugend im kulturellen und religiösen Schmelztiegel Libanon mit allen Umbrüchen und Radikalisierungen in den 70er-Jahren. Schließlich, als junge Frau und Studierende, im „Sicherheit“ verheißenden Europa findet sie ihre Heimat in der Sprache.
Der zweite Teil des Romans wurde aktuell auf Deutsch verfasst, und der freche und entlarvende Blick des jungen Mädchens hat sich verdichtet zu einem Spiegel auch unserer heutigen Gesellschaft, der global-westlichen.
In seinem Nachwort bettet STEFAN WEIDNER diese Geschichte ein in einen erhellenden Abriss der historischen, politischen und auch literarischen Phänomene – bis zur Explosion im August 2020 – denen Beirut seine Sonderstellung in der arabischen Kultur verdankt.