Im Zentrum dieses Buches steht das Verhältnis von Recht und Moral. Der Rechtspositivismus behauptet, dass beides zu trennen sei. Sowohl der Begriff des Rechts als auch der Begriff der Rechtsgeltung seien moralfrei zu definieren. Robert Alexy versucht zu zeigen, dass diese These falsch ist. Es gibt erstens begrifflich notwendige Zusammenhänge zwischen Recht und Moral, und zweitens sprechen normative Gründe dafür, die Begriffe des Rechts und der Rechtsgeltung so zu definieren, dass sie moralische Elemente einschließen. Deshalb muss der Rechtspositivismus als umfassende Theorie des Rechts scheitern. Diese Thesen werden in dem angefügten Artikel »Die Doppelnatur des Rechts« zu einem System der Institutionalisierung der praktischen Vernunft weiterentwickelt, das alle Elemente des demokratischen Verfassungsstaates erfasst.
Hab das Buch für die rechtsphilo Klausur gelesen und alle höheren Semester meinten man müsse nur das Buch lesen und man wird automatisch die Klausur bestehen. Nun kann ich aus eigener Erfahrung sagen: LÜGE.
Legit nichts verstanden was Alexy mir sagen wollte und erst NACHDEM ich alle Handouts von Borowski durchgearbeitet habe und dann nochmal die einzelnen Kapitel zu den ganzen Theorien gelesen habe, wurde alles verständlicher. Ab da hat es dann auch direkt viel mehr Spaß (kein 5-Sterne-Spaß, aber genug für 3) gemacht das Buch zu lesen (wow es macht mehr Spaß nen Buch zu lesen wenn man versteht was gesagt wird, wer hätte gedacht??).
Würde es nicht empfehlen das Buch in seiner Freizeit zu lesen oder falls man etwas verstehen möchte in Rechtsphilo (dafür würde ich eher empfehlen die handouts im Internet durchzulesen (zumindest wenn man vor hat rechtsphilo zu bestehen), weil es irgendwie am Anfang nicht genau genug erklärt wird und geisteskrank lost nicht mal nen Ausdruck dafür ist wie ich mich am Anfang des Buches gefühlt habe (Spoiler: ich wurde auch nicht weniger lost desto mehr ich gelesen habe, wie ich es mir erhofft hatte ;-;). Aber das Buch ist ne gute Ergänzung und nochmal um am Ende es zu lesen und zu gucken ob man alles verstanden hat. Ich hoffe außerdem, dass niemand sich sowas wirklich in seiner Freizeit gibt (es sei denn man ist so Prof oder will Prof für rechtsphilo werden, in dem Fall do your thing😀)
Musste es im Rahmen des Jurastudiums für Rechtsphilo im 1. Semester bei Borowski lesen. Teilweise spannend, meistens war ich verwirrt. Ich schreibe die Klausur in knapp einer Woche, ich entscheide dann wie brauchbar es war.
Trotzdem schon 4 Sterne, weil ich Sachbücher eigentlich hasse und für ein Sachbuch war es nur halb so schlimm👍