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Mein Sommer als Heidi

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Rare Book

Hardcover

Published July 20, 2017

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Alexa Hennig von Lange

47 books17 followers

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Community Reviews

5 stars
1 (6%)
4 stars
7 (46%)
3 stars
4 (26%)
2 stars
2 (13%)
1 star
1 (6%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for ♡ Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,587 reviews679 followers
June 30, 2023
Isla ist ein elfjähriges Mädchen, das mit ihrer Mutter in Berlin lebt. Ihren Vater kennt Isla nicht. Ihre Mutter ist ziemlich "verrückt". Ihr aktueller Plan ist es, mit Isla nach Ibiza auszuwandern. Dafür muss Isla nun zunächst für zwei Wochen bei ihrem Opa in der Schweiz bleiben, damit ihre Mutter alles vorbereiten kann. Ihren Opa kennt Isla allerdings auch noch nicht. Der lebt irgendwo einsam in den Bergen...
Die ganze Geschichte erinnert an eine moderne Art der "Heidi"-Erzählung von Johanna Spyri, und das soll sie ja auch.
Ich mag Heidi und war zunächst skeptisch, ob die Geschichte auch modern erzählt gut sein kann. Aber ja, mir hat sie tatsächlich gut gefallen!
Es ist humorvoll erzählt, hat aber mehr Tiefgang als zunächst erwartet. Das Ende ist sehr berührend und auch zwischendrin gibt es immer mal wieder Szenen, die nicht kalt lassen.
Ein schönes Kinderbuch für junge Leser/Leserinnen ab zehn.
Profile Image for Yoyomaus Die Büchereule.
2,347 reviews29 followers
July 3, 2018
Zum Inhalt (Booklet):
„Ehrlich! Seit Mama nach Ibiza auswandern will, mache ich mir Sorgen! Und zwar eine ganze Menge Sorgen! Ihr Plan bedeutet nämlich, dass ich übergangsweise zu meinem Opa in die Berghütte muss, irgendwo in den Alpen. Mama meint: Ist doch toll! Da holst du frisches Wasser aus dem Bach und melkst Ziegen. So, als sei es das Normalste der Welt. Für sie Vielleicht, aber ich bin ein Großstadtkind!“

Cover:
Das Cover ist auf jeden Fall sehr ansprechend. Knallige Farben, die viel Sommer und viel Spaß versprechen und mitten drauf die Heldin des Buches – sichtlich frustriert, auf einem Koffer sitzend. Die Begeisterung für das, was sie erwartet, die kann man ihr regelrecht ansehen und gerade wegen dem bockigen Blick, finde ich, ist das Cover umso ansprechender. Das ist irgendwie jugendlich frisch und durchaus fetzig. Wirklich ein schöner Blickfang, vor allem auch für junge Leser, für die dieses Buch eigentlich gemacht ist.

Eigener Eindruck:
Das elfjährige Großstadtkind Isla lebt mit ihrer flippigen Mutter allein in Berlin. Während ihre Mutter oft durcheinander scheint und Isla schon oft sehr erwachsen sein muss, um die Dinge zu regeln, liebt sie es in der Großstadt zu leben. Überall gibt es etwas zu erleben und außerdem wohnt auch hier ihre beste Freundin Jana. Dass sie nun Knall auf Fall für 14 Tage, während der Schulzeit, zu ihrem Großvater in die Schweiz soll, das findet Isla gar nicht lustig. Und warum das Ganze? Ihre Mutter hat es sich in den Kopf gesetzt, dass sie und Isla bald auf Ibiza leben werden, wo ihre Mutter Muschelketten entwerfen und mit Isla das süße Inselleben genießen will. Was Isla davon hält, das hat sie nicht einmal gefragt… denn das junge Mädchen findet die Idee ihrer Mutter mehr als blöd. Sie will nicht weg aus Berlin, möchte nicht auf einer Insel leben, deren Sprache sie nicht einmal versteht und ganz bestimmt will sie nicht zu ihrem Großvater, den sie noch nie gesehen hat. Isla macht sich wirklich sorgen, denn sie weiß nicht, was das alles werden soll. Und ehe sie sich versieht, sitzt sie im Auto einer Mitfahrgelegenheit und fährt ihrem Abenteuer in der Schweiz entgegen. So schlimm kann es schon nicht werden in vierzehn Tagen, denkt sich Isla. Doch dann meldet sich plötzlich ihre Mutter nicht mehr…

Das Buch „Mein Sommer als Heidi“ aus der Feder von Alexa Hennig von Lange hat mich ehrlich gesagt mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Ich schwanke immer wieder zwischen Begeisterung und zwischen absoluten empört sein.
Die Schreibweise der Autorin ist wirklich sehr angenehm. Die Sätze sind einfach und verständlich formuliert, sodass auch junge Leser verstehen, was passiert. Dabei versteht die Autorin es sehr gut mit Details zu spielen. Man ist ab der ersten Seite in dem Buch gefangen und kann sich sehr gut in das Denken und Handeln von Isla hinein versetzen.
Die Thematik die die Autorin hier verarbeitet ist in meinen Augen etwas heikel. In meinen Augen ist Islas Mutter leider eigentlich so gar nicht fähig ein Kind zu haben. Immer wieder bekommt man durch Islas Sicht die Dinge so vermittelt, dass ihre Mutter scheinbar nicht wirklich einen Plan für das Leben hat. Das Mädchen muss sich oft um Dinge selbst kümmern oder wird unvorbereitet vor vollendete Tatsachen gestellt – wie zum Beispiel der Umzug nach Ibiza. Dass ihre Mutter scheinbar organisatorisch eine absolute Vollnull ist, bemerkt der aufmerksame Leser spätestens an der Stelle, als Isla mitten im WINTER ohne eine richtige Winterjacke oder ordentliche Schule bei ihrem Opa in den Schweizer Alpen abgeladen wird. Verantwortungslos. Das war mein erster Gedanke und es wurde einfach nicht besser. Mir tat die arme Isla wirklich leid. Das Ganze gipfelte dann, je weiter die Geschichte fortschritt darin, dass die Mutter sich einfach nicht mehr meldete – ehrlich? Ein absolutes Unding und ein absoluter Sympathiekiller. Man wird wie Isla und Opa richtig wütend auf die Mutter.

Gut fand ich in dem Buch die positiven Erfahrungen die Isla trotz ihres unfreiwilligen Exils erlebt. Sie lernt neue Freunde kennen und lernt das Bergleben lieben und schätzen. Klar, dass sich Isla erst anpassen muss, doch je länger sie bei ihrem Opa in der Schweiz ist, desto mehr gefällt ihr das ländliche Leben. Außerdem setzt sich Isla mit ihrer Freundschaft zu ihrer Freundin Jana auseinander – wenn auch unfreiwillig. Das ist ein wichtiger Lernprozess, den alle Kids in ihrem Leben nicht nur einmal durchmachen. Was mir auch sehr gut gefallen hat war die Art, wie die Menschen auf Isla im Allgemeinen zugegangen sind. Immer freundlich, immer hilfsbereit. Man hat sich selbst in dem kleinen Bergdorf ganz willkommen gefühlt. Wirklich gut gemacht. Und was mich richtig begeistert hat war der Charakter Peter. Er ist immer so grummelig, aber wenn es darauf ankommt, dann ist er Isla ein wirklich guter Freund, der ihre auch einmal in Rekordzeit das Schwimmen beibringt – wollen wir nicht alle einen Ziegen-Peter haben?

Was mich wiederum irritiert hat war die Zeit der Handlung. Entgegen dem Titel „Mein Sommer als Heidi“ spielt die Hauptzeit der Geschichte einfach mal im Winter. Ehrlich gesagt habe ich immer wieder auf die Sommerpassage gewartet und fand es irgendwie unpassend, dass er einfach nicht kam.

Isla als Charakter ist eine wirklich ganz wunderbare Wahl gewesen. Sie ist zwar schon ein recht selbstständiges junges Ding und weiß eigentlich, wo der Hase langläuft, aber sie ist nicht hochnäsig, sondern versucht immer mit allen Menschen auszukommen und neue Dinge dazu zu lernen. Obwohl ihr zum Heulen zumute ist, versucht Isla stark zu bleiben und macht das Beste aus ihrer Situation. Sie will einfach nicht den Kopf in den Sand stecken und das finde ich, ist eine ganz tolle Charaktereigenschaft. Dass sie sogar noch Verständnis für ihre Mutter aufbringen kann, obwohl diese sich dann plötzlich nicht mehr meldet, das ist schon fast mehr als gütig. Man muss Isla also einfach mögen, es geht gar nicht anders.

Fazit:
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall nur wärmstens empfehlen. Die Geschichte von Isla ist humorvoll, berührt aber auch. Besonders für junge Leser ist das Buch geeignet. Es ist nicht überdreht, sondern ist fast ein bisschen wie aus dem Leben gegriffen. Wäre diese unerträgliche Art der Mutter nicht gewesen, dann hätte ich diesem Buch sogar volle Punktzahl geben können, aber die Mutter ging einfach mal gar nicht, auch wenn es ein Happy End gibt. Aber sowas macht man einfach nicht.

Idee: 5/5
Details: 4/5
Emotionen: 4/5
Logik: 4/5
Lesespaß: 5/5

Gesamt: 4+/5
230 reviews10 followers
October 18, 2017
Inhalt
Ab in die Berge? Isla kann sich was Besseres vorstellen. Per Mitfahrzentrale geht es von Berlin nach Süddeutschland. Und zwar ohne Mama, weil die sich gerade nicht um sie kümmern kann! Plötzlich findet sich Isla in einer vollkommen fremden Welt wieder: Berge, soweit das Auge reicht. Und eine einsame Holzhütte, in der ein grummeliger, alter Mann wohnt. Ihr Großvater! Bei ihm soll sie die nächsten Wochen verbringen. Hier gibt es nichts als Ziegen, weiten Himmel, rauschende dunkle Tannen. So viel Natur ist nicht auszuhalten! Isla will abhauen, zurück in die Großstadt. Doch gerade, als sie ihren Plan in die Tat umsetzen will, trifft sie Trinus. Die Begegnung mit dem Jungen aus dem Alpendorf ändert alles. Isla lässt sich ein auf das Abenteuer Bergwelt ein - und erlebt eine unerwartete Familienzusammenführung.

Charaktere
Isla ist ein sehr zurückhaltendes Mädchen. Sie ist etwa naiv und sehr eingeschüchtert. Des Weiteren ist sie sehr stur und mutig. Isla ist sehr ehrlich und direkt. Außerdem ist Isla sehr tapfer.

Peter ist ein sehr engstirnig denkender Junge. Vor allem steckt er die Leute gerne in Schubladen. Mit seinen Geschwistern geht er sehr liebevoll um, aber er kann auch zur Furie werden. Böse Kommentare bekommt man von ihm oft zu hören. Er ist sehr stur und manchmal auch freundlich.

Viola ist ein sehr aufgewecktes und ehrliches Mädchen. Sie ist sehr hartnäckig und liebevoll. Außerdem ist Viola sehr fürsorglich und mutig.

Meine Meinung
Das Buch weißt deutliche parallelen zu der Heidi Sendung auf. In dem Buch werden einige Probleme thematisiert, die für junge Menschen eine große Herausforderung werden können. Es geht um einen Umzug, Probleme, Freundschaften, eine neue Klasse und so weiter.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht. Man konnte das Buch in einem Rutsch lesen und es war sehr angenehm. Ich bin auch ziemlich schnell in meinen gewohnten Lesefluss gekommen.

Zur Autorin
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie für Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.

Empfehlung
Ich kann das Buch Mädchen ab 10 Jahren empfehlen und ich kann es auch empfehlen, wenn man eine Geschichte braucht, in der die Protagonistin mit einigen Veränderungen klar kommen muss.
Profile Image for Brina.
2,053 reviews120 followers
November 8, 2017
Mit den Büchern von Alexa Hennig von Lange habe ich bislang mal gute, mal schlechte Erfahrungen gemacht, von daher war ich anfangs ein wenig skeptisch, als "Mein Sommer als Heidi" bei mir eingezogen ist. Meine Erwartungen waren somit nicht zwingend hoch, allerdings muss ich sagen, dass ich am Ende positiv überrascht wurde, denn die Geschichte hat mich letztendlich gut unterhalten.

Der Schreibstil ist zwar hier und da etwas holprig und kam mir stellenweise zu gewollt vor, allerdings wird die Geschichte rund um Isla letztendlich doch sehr flüssig und unterhaltsam erzählt. Die Dialoge sind vielleicht nicht immer ganz gelungen und oftmals zu aufgesetzt, allerdings werden Isla und die anderen Figuren letztendlich recht sympathisch dargestellt.

Isla ist ein absolutes Stadtkind, das nun notgedrungen zu ihrem Großvater in die Schweiz geschickt wird. Hier erleidet Isla mehr oder weniger einen Kulturschock, da sie sich weder mit der frischen Bergluft, noch den Tannen oder den Menschen großartig anfreunden kann und lieber zurück nach Berlin möchte. Dies alles ändert sich jedoch, als sie auf Peter trifft, der ihr die Berge und die Umgebung schmackhaft macht. Gleichzeitig lernt Isla auch immer mehr sich zu öffnen, sodass man auch mehr über ihre Gefühle, Ängste und Sorgen erfährt.

Wer davon ausgeht, dass man es hier mit einer modernen "Heidi"-Geschichte zu tun bekommt, liegt nicht ganz falsch, denn hier gibt es durchaus Parallelen, die ich allerdings gar nicht so schlimm fand, da man so bereits im Vorfeld wusste, worauf man sich bei "Mein Sommer als Heidi" ungefähr einlässt.

Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und fasst Islas Situation perfekt zusammen, sodass man hier einen tollen Hingucker erhält. Die Kurzbeschreibung ist mir dagegen etwas zu lang und verrät schon fast zu viel, sodass man im Laufe der Geschichte nur noch wenig überrascht wird. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Kurz gesagt: "Mein Sommer als Heidi" ist insgesamt eine recht gute Geschichte mit interessanten und sympathischen Figuren, die zwar hier und da stellenweise holprig daherkommt, aber dennoch durchaus überzeugen kann.
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