Kabul, Paris, Los Angeles. Die Schicksale dreier Helden, die ihre Identität suchen, finden und wieder verlieren, rasant verknüpft mit politischem Weltgeschehen. Ein spannender Roman, der poetisch und mit surrealem Humor von der Sehnsucht nach Zugehörigkeit erzählt.
Sommer 2001. »Survivor« von Destiny’s Child geht um die Welt wie ein Omen für kommende Ereignisse. Im Pariser Penthouse von Hasir Zaman, einem wohlhabenden Exil-Afghanen, tanzt zu der Melodie die mysteriöse Frau, die er verführen möchte. Beyoncés Stimme schleicht sich in die sündigen Gedanken seines Ne_ en Sameer, der im Waisenhaus von Kabul aufwächst. Der Song schallt aus dem Lautsprecher eines geheimen Trainings - lagers, wo Leutnant Ryder, ein US-Marine, für einen internationalen Spezialeinsatz ausgebildet wird. Und die Hymne übertönt das Surren der Drohnen im Hindukusch, als sich dort die Schicksale der drei ›Überlebenden‹ untrennbar verstricken. Eva Munz erzählt von Zugehörigkeit und Identität in einer aus den Fugen geratenen Welt, von trügerischen Wahrheiten im Zerrbild der Medien, von der Unzuverlässigkeit der Erinnerung und einer fragwürdig gewordenen Männlichkeit. Wer ist Freund, wer Feind? Vor allem: Wer bin ich und wer darf ich sein?
Munz' debut novel (she collaborated with my favorite writer Christian Kracht on The Ministry of Truth: Kim Jong-Il's North Korea and contributed a short story to Mesopotamia. Ein Avant Pop Reader) was published in German, but originally written in English and titled "Father Tongue" - probably not the best idea the author has ever had, considering Kracht's debut was titled Faserland and she probably doesn't aim to stand in his shadow forever. "Oder sind es Sterne" is set in 2001 and tells the story of the beginning of the war in Afghanistan from three different perspectives: There is Sameer, a 13-year-old teenager living in an orphanage in Kabul; there is Hasir Zaman, a French-Afghan businessman who resides in Paris and is Sameer's uncle; and then there's Lieutenant Ryder, a Marine who joins a counter-terrorism force.
As the story progresses, their destinies become intertwined, and all of them change continents at least once. Munz uses this set-up to talk about Afghanistan, a country affected by British colonial interests, the Soviet-Afghan war, and the Afghan Civil War that lasted until the U.S. and U.K. invasion of Afghanistan in October 2001, she talks about the role of the Taliban, Pakistan and Al-Quaeda. Showing three characters influenced by very different cultures and belief systems, she asks questions about faith, identity, purpose and manipulation.
The perspectives change from one chapter to the next, and while Sameer speaks in the first person singular, Hasir is portrayed in the second person singular (which works surprisingly well) and Ryder in the third person singular. As Munz studied film, she uses images, photographs and movie concepts to evoke ideas and atmospheres, and while the title-giving metaphor of the stars is overused and underspecified, the film-related imagery works pretty well. Unfortunately, there's a Native girl who remains a plot device, and when it comes to Sameer's voice, I simply cannot judge whether this has any semblance of authenticity for an Afghan teenager. It also has to be said that some twists in the story are rather...well: far-fetched.
But don't get me wrong: This is an interesting book, as Munz dives into the question of the sources and ramifications of 9/11 both from a Western and from an Afghan perspective, thus adding a point of view that still gets overlooked. The structure is ambitious and the story is engaging, so I hope that although Corona is a real nightmare for debut authors, this novel will gather some attention. It sure did in our latest podcast episode.
White Gaze bullshit. Sie schreibt über das exotische und zurückgebliebene Land mit vollkommen eindimensionalen Charakteren und wenig Verständnis über die Kultur. Es wirkt dabei so, als ob sie sich über viele Traditionen lustig macht und darauf herabsieht. Dabei schmückt sie die Geschichte als Actionfilm aus, nach dem Motto: Hier lieber Westen, lasst uns zusehen wie Menschen in Afghanistan leben, ohne Empathie oder Verständnis. Die Art wie sie ihre weiblichen Charaktere aufbaut ist geschmacklos: die kaltherzige, egoistische Feministin die ihr Kind im Stich lässt oder die mysteriöse, verführerische Kellnerin.
Als erstes möchte ich auf die Charaktere eingehen. Alle drei Männer sind stets durch die Kapitel getrennt und wechseln in der Erzählung ab.
Besonders spannend sind dabei die Erzählperspektiven: Sameer, der Waisenjunge, wird in der Ich-Form erzählt - Ryder, der Soldat, wird in der klassischen Dritten Person erzählt - Hasir, der Geschäftsmann, wird in der spannenden Du-Form erzählt.
Nach zwei drei Kapiteln habe ich mich an den Charakter-Wechsel gewöhnt und der Wechsel der Erzählperspektive hat sogar geholfen die Personen klar abzutrennen.
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Das Konzept des Buches ist tatsächlich sehr spannend. Alleine Sameers Geschichte ist sehr emotional - ein Waisenjunge in Kabul 2001. Die Geschichte beginnt vor dem 11. September und geht darüber hinaus. Die 'Drehorte' sind neben Kabul auch Paris, LA, Las Vegas und San Diego.
Immer wieder laufen die Schicksale der drei Männer zusammen und auseinander, auf unterschiedlichen Kontinenten.
Die 'Zusammenhänge' waren mir teilweise ein kleines bisschen zu 'gestellt'. Vielleicht wäre das Buch auch ohne den ein oder anderen Zusammenhang ausgekommen...
Ich habe alle drei Schicksale gespannt bis zum Schluss verfolgt.
Das Buch war für mich deshalb schön zu lesen, weil es mal etwas anderes war. Es wird weder zu politisch noch zu religiös und erzählt die Geschehnisse um den 11. September aus Sichtweisen die meinst ungehört bleiben.
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Irgendwo zwischen Afghanistan und LA im Jahr 2001. Fesselnd und emotional.
the cover of this book is beautiful but that was the best thing about it the definition of an "it was okay" book, tackled some interesting topics and semi-compelling characters, but in the end it kinda fell flat for me because the plot felt very constructed and the book leaves us without any conclusions (on purpose), which is fine, but left me feeling like i had wasted my time a little