Die Danjela, das ist eine, die Licht ins Leben anderer Menschen bringen kann. So wie in das ihres Willibald, der ihr endlich den langersehnten Antrag gemacht hat. Seine Holde plant ein Fest mit großem Tamtam und quartiert ihn vor der Hochzeit aus der Wohnung aus, "weil steigert Vorfreude und Spannung!" Doch dann, kurz vor dem Ja-Wort, ist es plötzlich vorbei mit der Romantik: Ein bedrohlich aussehender Kerl betritt die Kirche. Danjela lässt den erstarrten Willibald vor dem Altar stehen - und verschwindet.
Der Metzger fällt in ein tiefes Loch. Nur der Gedanke, dass sie vielleicht einen guten Grund für ihr Verschwinden hatte, dass sie ihn möglicherweise sogar schützen wollte, lässt ihn weitermachen. Die verzweifelte Suche nach Danjela führt den Metzger gar nicht so weit weg, und doch in eine völlig andere Welt: hinein in die erbarmungslosen Machenschaften eines hiesigen Familienclans, mit dem Danjela ganz offenbar in irgendeiner Art von Verbindung steht.
Und als hätte der Metzger nicht schon genug Probleme, taucht auch noch ein Kopfloser auf und bereitet ihm Kopfzerbrechen …
Nach seinem abgeschlossenem Studium der Mathematik und Sportwissenschaften unterrichtet Thomas Raab an einem Wiener Gymnasium.
Wird als Quereinsteiger im Literaturbetrieb 2007 mit seinem Debüt-Kriminalroman „Der Metzger muss nachsitzen“ bekannt und für seinen witzig philosophischen Sprachstil sowie seine Lese-Performances geschätzt. Raab lebt als freischaffender Buchautor und Musiker in Wien.
Dies ist erst mein zweite Metzger-Roman, und den vorherigen habe ich bereits vor 12 Jahren gelesen. Da ist so gut wie nichts hängen geblieben. Ich glaube jedoch, dass gewissen Vorkenntnisse hier hilfreich sind - vor allem um die vielen Namen und ihre Rollen besser zuordnen zu können.
Aber man kann sich auch, so wie ich, reinschmuggeln in die Geschichte. Sie machte es mir allerdings nicht gerade leicht, denn Thomas Raab Schreibstil ist doch recht gewöhnungsbedürftig. Vor allem bedient er sich sehr gern verschiedenster Erzähltechniken (am wenigsten verständlich dabei waren für mich die Funk-Dialoge von Habicht, Taube, Adler). Die Rückblenden in die Kindheit und Jugend von Anjeza hingegen waren spannend, wenn leider auch sehr grausam.
Die ständigen Referenzen auf österreichische "Adabeis" gefielen mir ebenfalls, genauso wie das Mundart reden einiger Figuren. Wie erfolgreich Thomas Raab damit allerdings auf dem deutschen Markt ist weiß ich gar nicht. Ich bin jedoch der Meinung, wenn ein Buch schon in Wien und/oder Österreich spielt, dann sollten dort auch nicht alle Hochdeutsch reden, denn genau diese Dialekte und der Lokalkolorit machen das Besondere ja aus.
War für mich ein guter, wenn auch vom Stil her sehr eigenwilliger Krimi. Wobei ich hier fast eher "Drama" sagen möchte, bei all den persönlichen Abgründen die sich im Dunstkreis von albanischer Mafia, Gesetz der Ehre und Rache bis aufs Blut auftun. Und ich bin gespannt, ob Raab hier noch einen weiteren Band nachschießen wird, oder ob es das jetzt gewesen ist. Mit der Frau Huber hat er ja schon ein weiteres Eisen im Feuer.
Willibald, der Metzger, will heiraten, natürlich seine Danijela Djurkovic. Alles ist vorbereitet, auch kleidet sich der Metzger neu ein, was seinen Freund Petar wundert. Nicht dass er etwas kauft, sondern was er kauft. Auch seinen alten Schulkollegen Fleischauer Dornhauer. Alle seine Freunde und alle anderen sind anwesend für das Ja-Wort, doch Danijela, die schon vorher etwas komisch war, verlässt in Begleitung eines Mannes ihre Hochzeit. Metzger macht sich auf die Verfolgung, aber eigentlich sucht er nur das Vergessen und landet mit einem kompletten Black-out bei der Polizei. Doch seine Verlobte taucht immer noch nicht wieder auf, dafür wird Willibald von einem Abenteuer in das nächste getrieben, doch er wird überhaupt nicht schlau aus dieser Situation. Warum ist Danijela abgetaucht? Mit Hilfe seines Freundes Petar kommt er Danijelas Geheimnis langsam auf die Spur. Dieser Krimi ist ein sehr ungewöhnlicher Krimi, aber sehr unterhaltsam. Schön ist auch der immer wieder auftauchende Wiener Slang, ganz extrem vom Polizisten Friedemann! Unglaublich was man alles wie ausdrücken kann. Auch der gepflegte Slang von Danijela zieht sich nicht nur durch diesen Roman, sondern durch alle dieser Reihe. Also Sprache ist ein Thema, das sich durch diesen Roman zieht, wie auch die zwischengeschobenen Unterhaltungen, die auf eine Observation schließen lassen, stümperhaft, aber etwas ungewöhnlich. Auch die Frage, wer wen observiert wird nicht ganz klar. Auch warum die geplante Hochzeit wird nur Schritt für Schritt aufgeklärt, aber spannend sind dieser Rückblenden schon. Diese Methode zieht sich durch den ganzen Roman, alles wird wie ein Puzzle nacheinander aufgedeckt, manchmal passen auch die einzelnen teile scheinbar nicht zusammen, aber am Ende ist das Bild trotzdem komplett. Das schafft der Autor phänomenal! Alles in allem finde ich diesen Roman von Thomas Raab sehr interessant. Es ist nicht mein erstes Buch der beiden Protagonisten Willibald Metzger und Danijela Djurkovic und deshalb hat mich dieser Schreibstil auch nicht überrascht. Ja manchmal gab es einige Fragezeichen, doch für mich ist es wichtig, dass am Ende alle Fragezeichen beseitigt sind und das geschieht hier total glaubhaft. Ist halt Wien und der Metzger!
Zugegeben, kurzweilig liest sich dieser Kriminalroman nicht, was jedoch kaum etwas von der Qualität abzwackt. Ich war heilfroh einmal einen Krimi in die Hand zu bekommen, der nicht im typischen zwei-Perspektiven Hin-und-Her mit den üblichen Floskeln („Der Mann geht um die Ecke, dort sieht er Dies und Jenes“…) geschrieben ist. Aus verschiedenen Perspektiven, bekommt der Leser, auch aufgrund der unterschiedlichen Stile (Funkkommunikation, Dialoge, Bühnenstück, etc.), ein wunderbares Kopfschauspiel geliefert. Dies alles wird noch perfekt ergänzt, durch den genialen Wortwitz und den schwarzen Humor, der hin und wieder durchscheint. Dies war mein erster Metzger Roman, aber ich konnte sehr gut einsteigen. Nötige Informationen aus den Vorgeschichten werden wunderbar in die Erzählung eingeflochten. Obwohl Clan-Geschichten häufig nicht in meinem Krimi-Interessensfeld liegen, fand ich das Thema in diesem Roman sehr gut aufbereitet und auch (vermutlich?) ziemlich authentisch dargestellt. Möglicherweise ist mir deswegen das Thema diesmal ganz gut bekommen. Auch die Hintergrundgeschichte zur Figur der Danjela fand ich sehr gut aufbereitet, auch wenn ich glaube, dass ein paar Vorkenntnisse die Figur nochmals in ein anderes Licht gerückt hätten. Die Geschichte fand ich sehr gut durchdacht und, was mich immer besonders freut, auch nicht vorhersehbar. Ständig gab es hier und dort neue kleine Offenbarungen und Überraschungen. Ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen. Zugegeben, am Anfang ist es mir etwas schwer gefallen in die Handlung zu finden, jedoch war ich nach den ersten 30 Seiten sehr gefesselt.
Metzger will heiraten, seine Angebetete lässt ihn vor dem Altar stehen und dann überschlagen sich die komischen und irrtümlichen Ereignisse, Leichen und Elefanten und allerhand anderes treten in Szene. Zu Beginn dachte ich, dass ich nicht ins Buch finde, weil ich die Vorgänger nicht kenne, aber ich bin sicher, dass das nicht das Problem war. Das Buch ist aus meiner Sicht einfach nur ein einziges, furchtbares Chaos - dabei hatte die Grundidee durchaus Potential. Die Art die Geschichte zu erzählen war jedoch einfach nur nervig, wenig unterhaltsam und nicht ansprechend. Gewöhnlich mag ich Zeitsprünge und verschiedene Textarten, hier sorgte es nur für Verwirrung. Zudem hat der österreichische Einschlag nicht gerade für meine Begeisterung gesorgt, der Humor war nicht immer meins – wobei es da schon manchen Lichtblick gab, aber kurz danach war der Effekt immer verpufft. Der Schreibstil ist – ich nenne es mal vorsichtig – nicht meine Welt… Nur aufgrund der Kürze habe ich das Buch überhaupt beendet und es gab ja immer noch die Hoffnung, dass der Autor das Ruder rumreißen würde, vielleicht einen roten Faden finden würde. Aus meiner Sicht ist das misslungen. Ich habe noch nie was vorher von Metzger oder gar dem Autor gelesen und ich bin jetzt schon sicher, dass ich kein weiteres Buch von ihm lesen werde. Mir war der Schreibstil zu chaotisch, viel zu konfus und Spannung musste ich mit der Lupe suchen. Schade um die an sich gute Idee, die dem Schreibstil zum Opfer fiel.
Neuling für mich Bisher kenne die Reihe um Metzger bisher nicht. Die LP war etwas kurz , um mir einen echten Eindruck zu verschaffen, aber sehr humorvoll, die Figuren wirklich skurril. Ich war gespannt, wie es weiter geht und ob ich Fan dieser Reihe werde. Mein Fazit: Ein netter Krimi für kurzweilige Leseabende. Aber ich bin kein Fan von Thomas Raab geworden. Vielleicht sollte ich aber noch andere Bücher von ihm lesen. Die Geschichte an sich ist recht nett , aber ich fand sie nicht überragend. Sie beginnt ganz banal mit dem Kauf des Hochzeitsanzuges von Willibald Metzger. Dabei trifft er seinen verhassten Sandkasten– und Schulkameraden. Das ist kein guter Anfang für den Metzger, aber es kommt noch schlimmer… Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, außer dass die Djurkovic seine Zukünftige ist und plötzlich verschwindet. Thomas Raab schreibt witzig und kurzweilig, lässt einen oft schmunzeln. Gewöhnungsbedürftig ist allerding die Verwendung der deutschen Sprache. Vollständige Sätze – oft Fehlanzeige. Sein Krimi liest sich schnell mal zwischendurch. Mir fehlt etwas Tiefgründigkeit.
Willibald Adrian Metzger hat Großes vor: er will endlich seine Danjela heiraten. Er kauft sich einen neuen Anzug - sein alter muss irgendwie eingegangen sein - und tritt vor den Altar. Leider kommt es nicht zur erwünschten Eheschließung, denn ein fremder Mann taucht auf und nimmt Danjela mit, die das wortlos geschehen lässt. Willibald hat keine Erklärung für dieses Verhalten und sucht verzweifelt nach seiner großen Liebe. Dadurch gerät er in die grausamen Verwicklungen zweier Familienclans aus Albanien und es gibt Leichen am laufenden Band ...
Der skurrile Schreibstil, gewürzt mit jeder Menge Wortwitz gefällt mir bei dem Autor immer sehr gut, so auch hier. Nur am Anfang war ich doch etwas verwirrt von dem Durcheinander von Szenen und Personen mit Decknamen. Das besserte sich aber immer mehr und am Ende war alles klar! Der arme Willi konnte einem schon leidtun, doch zum Glück hat er ja seinen guten Freund Petar an seiner Seite, der ihn tatkräftig unterstützt. Ich habe mich auch von seinem neuesten Fall wieder gut unterhalten gefühlt.
Für mich war es das erste Metzger Buch, ich hatte auch vor dem lesen gar nicht begriffen das es tatsächlich schon der achte Band ist. Ich denke sehr viel ausgemacht hat es trotzdem nicht weil ich mir die nötigen Informationen aus den vorigen Büchern zusammenreimen konnte oder sie genannt wurden. Zuerst einmal mag ich das Cover des Buchs sehr gerne, es zeigt nicht viel aber irgendwie mag ich den Stil, dieses "schrullige". Der Metzger möchte in diesem Band nach einer langen Beziehung seine Danjela heiraten. Allerdings ahnt er nicht viel von ihrer Vergangenheit. Sie lässt ihn tatsächlich vor dem Traualtar stehen und geht mit einem anderen Mann nach Albanien. Für mich war es anfangs schwer in die Geschichte rein zu kommen. Das mag allerdings auch daran liegen das ich die vorigen Bücher nicht kenne. Ganz allgemein hat mir die Spannung absolut gefehlt, weswegen ich auch nur drei Sterne für das Buch gebe.
Ich kannte den Autor bisher nicht. Mit dem Buch Djurkovic und ihr Metzger konnte ich lange nichts anfangen. So schwer bin ich bisher selten vorangekommen. Die Handlung läuft auf mehreren Ebenen : 1. Gegewart: die Hochzeitsvorbereitungen - dabei Sinnieren des Protagonisten und Ausquatieren wegen Vorbereitung, dann das Sitzenlassen und Nachsinnieren und dann die Krimihandlung. Dabei schlechtes Deutsch, zum Teil Schreiben in unverständlichem Dialekt. 2. Vergangenheit: die junge Danijela , im Clangeschehen in Albanien, daß sie in der Hochzeitsvorbereitung einholt. 3. irgeneine Funkverbindung, deren Sinn ich bis zuletzt nicht verstand. Also dieses Buch mit 164 Seiten hat mir viel Kraft gekostet und nach meinem Durchhalten passierte dann endlich an Seite 100 etwas Handlung , vorher nur Gejammer, Sinnieren und Fehde. Es ist keine Spannung in dem Buch, dafür viel Lärm , viel Kraftprotzerei, es fehlen Ruhepole.
Meinung: Ich habe so viel gutes über diese Reihe gehört, dass ich so neugierig war und dieses Buch "Die Djurkovic und ihr Metzger" unbedingt lesen musste. Doch leider muss ich sagen, dass ich mit dem Schreibstil des österreichischen Autors Thomas Raab so überhaupt nicht zurecht kam, denn dieser ist wirklich überaus speziell, nur auf das nötigste reduziert und wirkt dadurch sehr minimalistisch, abgehackt und wurde so für mich eher zu einer Herausforderung als zu einem Lesevergnügen.
Hinzu kam eine so verwirrende Geschichte, in der ein roter Faden oder eine zusammenhängende Basis der Geschichte kaum zu erkennen war, welche durch den sehr einfachen und auch sehr seltsamen Schreibstil nochmals gesteigert wurde. So war dies für mich leider ein absoluter Flop des Jahres, dessen Sinn ich nicht verstehen konnte und dessen Schreibstil für mich nicht einleuchtend oder angenehm war.
Leider ein ziemlich enttäuschender Abschluss (zumindest denke ich, dass es das letzte Buch der Reihe ist) der Metzger-Reihe. Auch wenn ich die Sprache noch immer liebe und manche Weisheiten wirklich umwerfend sind, so ist der Plot doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Offensichtlich ist mehr Wert auf ein gutes Ende als auf die Glaubwürdigkeit gelegt worden.
Auch wenn sich der Fokus der Bücher von den Kriminalfällen immer stärker auf die soziokulturellen Kommentare des Erzählers verschoben hat, sind letztere doch so unterhaltsam wie immer und machen auch diese Ausgabe der Metzger'schen und Djurkovic'schen Abenteuer sehr lesenswert.