Eigentlich will die junge Pflegerin Lotte nur eine leichtere Arbeit haben, als sie 1942 in der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch kündigt. Sie findet sich jedoch als Aufseherin im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück wieder. Dort muss sie sich in einen von Grausamkeit und Unmenschlichkeit geprägten Tagesablauf integrieren. Unter den Häftlingen entdeckt sie eine ehemalige Klassenkameradin und versucht, deren hartes Leben zu erleichtern. Doch der Zwiespalt, in den sie sich dadurch begibt, droht sie zu zerreißen. Statt ihrem Kündigungswunsch stattzugegeben, wird sie jedoch nach Lublin ins KZ Majdanek versetzt, wo sie eines der schrecklichsten Massaker in der Zeit der nationalsozialistischen Lager erleben muss. Doch noch im größten Grauen kann die Liebe erblühen. SS-Unterscharführer Ernst Müller wird nach einer Kriegsverletzung nach Majdanek als Aufseher versetzt. Lotte und Ernst heiraten, doch bald schon ist die Frischvermählte wieder allein, weil Ernst zurück an die Front muss. Ein Wiedersehen ist ungewiss. Wegen des Vormarschs der Roten Armee flieht Lotte im April 1944 zusammen mit zehntausenden Häftlingen nach Auschwitz. Wieder holt sie ihre Vergangenheit ein. Wird es ihr gelingen, der jüdischen Cellolehrerin einen Platz im Mädchenorchester zu verschaffen? Lotte begreift allmählich, dass ihre Bemühungen um eine menschliche Behandlung der Häftlinge nicht ausreichen, um sie von der Schuld reinzuwaschen, die auch sie mit ihrem Handeln auf sich geladen hat. Sie befü Die Abrechnung wird nach dem Ende des Krieges folgen. (Nach einer wahren Geschichte.)Das Buch wurde für den Selfpublishing-Buchpreis 2021 nominiert (Longlist).
An dem Buch fand ich interessant, dass es mal aus einem anderen Blickwinkel ist. Es gibt viele Bücher aus der Sicht der Opfer, aber nie aus der Sicht der Aufseher.
Das Buch beruht auf einer wahren Person, aber ist trotzdem teilweise fiktiv und scheint auch etwas beschönigt zu sein.
Grundsätzlich hat mir das Buch gefallen, aber ich hatte immer das Gefühl, dass es irgendwie nicht passt. Keiner kann in so einer Situation so "menschlich" und gleichzeitig auch irgendwie so gleichgültig sein.
Grausam und unmenschlich, auch wenn Lotte nicht immer ein Engel war versuchte sie doch Vielen Frauen das Leben im KZ leichter zu machen Gut geschrieben, sehr emotional Wer sich für die zeit interessiert sollte dieses Buch auf jedenfall lesen
Das Buch ist inhaltlich gut und sehr interessant geschrieben. Allerdings verwendet die Autorin öfters einen politisch inkorrekten Begriff für Sinti und Roma, was mich gestört hat.