Eigentlich werden ja nur die Anderen immer älter - an einem selbst geht die Zeit vollkommen spurlos vorüber. Zumindest solange, bis plötzlich diese Falten auftauchen und man die Speisekarte im Restaurant in den Nebenraum stellen muss, um sie ohne Brille lesen zu können. Auch als Alexandra Reinwarth die 40 überschritt, waren das die ersten Anzeichen dafür, dass sich etwas veränderte und wie sich im Laufe der Zeit herausstellte, war es nur der Anfang. Denn plötzlich gehört man eben nicht mehr zu den jungen Wilden, für die Spaß, Karriere, die Suche nach dem perfekten Partner und die Verwirklichung der Lebensträume ganz oben auf der Agenda stehen. Im Gegenteil setzt man sich damit auseinander, wie das Leben bisher gelaufen ist, man muss sich von Träumen verabschieden, man verliert Menschen, die einem nahe stehen, Ehen werden geschieden, Kinder werden groß, Eltern alt – das erste künstliche Hüftgelenke im Freundeskreis gibt es auch schon. Und natürlich ist der behandelnde Arzt jünger als man selbst.In ihrer unnachahmlichen humorvollen Art widmet sich Bestsellerautorin Alexandra Reinwarth in ihrem neuen Buch dem großen Thema Älterwerden. Und weil es eben Alexandra Reinwarth ist, bleibt auch in ihrem neuen Buch kein Auge trocken, es darf wie immer gelacht und auch sonst jedes Gefühl gezeigt werden.
OK, das Buch soll leicht sein, und das schafft es auch. Im Plauderton erzählt Alexandra Reinwarth von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Älterwerden. Mir gefallen auch einige Anekdoten und Erkenntnisse, die sie zum Besten gibt. An anderen Stellen wiederum finde ich es einfach zu schlicht. Sie. fängt stärker an, zum Ende hin lässt der Text an Pointiertheit, Witz und insbesondere Originalität deutlich nach. Alles in allem ein leichtes Buch für zwischendurch. Neue Erkenntnisse für die Leserin oder den Leser dürften sich in Grenzen halten, aber zumindest teilweise wir man recht angenehm unterhalten. Absolut kein 'must-read'.
Ist ganz unterhaltsam, manchmal auch witzig, aber vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Besonders die vielen Zitate und Verweise auf ihr anderes Buch fand ich unnötig.