Ich weiß nicht, ob hier der Rezenz-Effekt zu tragen kommt, aber aus irgendwelchen Gründen finde ich das aktuelle Buch/die aktuelle Reihe, welches/welche ich gerade von Ivan lese, am Besten.
So ist es auch hier.
Es passiert so viel, es wird nicht ein einziges Mal um den großen Brei herum geredet, BAMM BAMM BAMM, Kapitel auf Kapitel geht es Schlag auf Schlag weiter.
Der "Klamauk", von dem häufig die Rede ist, unterhält mich unheimlich. Die Referenzen auf Personen, Orte und Ereignisse suchen ihresgleichen.
Sei es die Kraft der Roten Bullen, die Demok-Ratten, der orange (oder der gelbe!) König, die Schiffe "Blaubär" und "Hein", Nugul mit Sonnenkugeln und Mutander... an jeder Ecke zaubert Ivan ein Schmunzeln auf dein Gesicht.
Besonders toll fand ich die Episode um die Geschichte Ilgars sowie den feuchtfröhlichen Ausflug.
Eines meiner nächsten Bücher wird auf jeden Fall Teil 3 sein.
Lieblingsstellen:
"»Ich könnte den Walaker beschwören.«
Halbar war sich nicht sicher, ob die Vorstellung einer weiteren Beschwörung durch die Geistersprecherin ein Hoffnungsschimmer war - oder eine handfeste Drohung.
»Was ist dieser Walaker?«
Sacheen setzt zu einer Erklärung an, zögerte, blickte einen Moment lang in den Himmel - und zuckte schließlich mit den Schultern.
»Er ist der Walaker, der Ranger von Talaxas. Manche sagen, dass er einst ein Mensch war, andere glauben, dass er die Verkörperung, die Essenz der Wüste selbst ist. Es ist schwierig, ihn zu beschwören, und das Ritual ist streng geregelt. Ein einziger Fehler genügt, um in das Rundhaus getreten zu werden. Was auch immer das bedeuten mag.«"
"»Ja, und das ist noch das kleinste Problem an deiner Erscheinung. Du strahlst Bildung und Intelligenz aus, und davor fürchten sie sich. Nein, wir brauchen einen stiernackigen, leicht zurückgebliebenen Fettsack oder Muskelprotz mit fragwürdiger Gewandung. Jemanden, den man es abnimmt, die trumpen Lügen des orangenen Clown-Königs zu glauben, ihm selbst nach Jahrhunderten noch nachzutrauern.«
Halbar fühlte vier Augenpaare plötzlich auf sich gerichtet, teilweise von vielsagendem Grinsen begleitet. Wer solche Freunde hatte, brauchte keine Feinde mehr."
"Ihre Blicke trafen sich, und sie senkte leicht den Kopf, versuchte seinem Starren auszuweichen, während ein Hauch von Rot über ihre Wangen huschte.
So viel Unausgesprochenes.
So viel Ungesagtes.
So viel voreinander Verborgenes."