Arnd Zeigler liebt den Fußball, vor allem seine unterhaltsamen, manchmal auch skurrilen Seiten. Der bekannte TV- und Radio-Moderator erzählt in seinem neuen Buch von legendären Toren und Sensationen, großen Emotionen, bekannten und weniger bekannten Helden und Schurken, Söldnern und Schauspielern, schlechten TV-Kommentatoren, schräger Werbung, taktischer Langeweile und dem neuesten Regel-Chaos. Und er fragt sich immer Mögen wir das oder hassen wir das – und wenn ja, warum? Seine launigen Betrachtungen unseres Lieblingsspiels dekoriert der Bremer mit lauter wunderbaren Dingen, die das Herz jedes Fußballfans aufgehen alte Sammelbilder, kuriose fußballkulturelle Zeitdokumente, merkwürdige Zeitungsausschnitte, alte Werbung und Poster. Sein Buch ist ein höcht sinnlicher Blick auf den Fußball – nicht von der Kanzel, sondern aus der Kurve. man muss Fußball einfach lieben!
Und noch ein Fußballbuch über die große Liebe und Leidenschaft zu diesem Sport. Aber: endlich ein Fußballbuch, das ehrlich, kritisch und mit genauem Blick analysiert, was am Sport und Phänomen Fußball in der heutigen Zeit vielleicht nicht mehr so viel Liebe und Leidenschaft entfacht und dabei die komplizierten Beziehungen zwischen Fans, Vereinen, Medien und Funktionären untersucht und dabei nicht nur meckert und kritisiert, sondern auch Lösungen aufzeigt. Es ist wichtig, dass solche Analysen von jemandem kommen, der den Fußball wirklich liebt, denn ihm kauft man die Leidenschaft und den ehrlich Wunsch ab, das zu tun, was der Untertitel des Buchs besagt: (wieder) mehr Spaß im Fußball finden. Denn da möchte man als Leser/Fußballfan einfach nur sagen: Danke, dass das alles mal von jemandem ausgesprochen (oder in dem Fall: zu Papier gebracht) wurde. Was das Lesen dieses Buchs ebenfalls zu einem absoluten Vergnügen gemacht hat: Der herrliche Humor, der immer wieder zwischen den Zeilen aufblitzt und der in keinem Moment hämisch oder gemein jemandem gegenüber ist. Auch das ist selten. Ein tolles Buch!
Ohne groß auf den Klappentext zu achten, habe ich das Buch des Stadionsprechers meines Lieblingsvereins angefangen. Statt einer weiteren skurrilen Sammlung von Fussballanekdoten beschäftigt sich Arnd Zeigler sehr ausführlich und ernsthaft mit den Aspekten des Lieblingssports und der oftmaligen Entfremdung durch immer mehr Geld und Kommerz, ohne dass man vom Phänomen Fansein weg kommt. Das hat Essay-Qualität, viel Wahres, aber auch einiges Kontroverses. Zu unserem erträumten Fußball wird man nie zurückkehren, aber vielleicht lässt sich an Stellschrauben drehen, auch und gerade als Fan.
Eine melancholische Liebeserklärung an die schönste Nebensache der Welt, gespickt mit kultigen Sprüchen und Fotos von Fußballern vergangener Generationen. Ziegler gibt Anregungen, wie man das Verhältnis zum Fußball wieder auf ein gesundes Fundament bringen kann. Als Fußballliebhaber liest man das in einem Rausch voller Freude durch.