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Ethnopluralismus: Kritik und Verteidigung

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Ethnopluralismus ist ein Schlüsselbegriff. Man führt ihn rasch an. Bloß: Was ist das eigentlich? Die Gegner sagen: ein versteckter Rassismus. Wir sagen: Die schwer beschreibbare, jedenfalls unbedingt verteidigenswerte Mischung aus Kultur, Geschichte, Abstammung, Charakter. Martin Lichtmesz ist der erste, der diesen Begriff, sein Potential und seinen Mißbrauch umfassend darzustellen vermag. Er hat sich über Jahre mit der Vielgestaltigkeit der Völker, mit Abgrenzung und Austausch, mit Dekonstruktion und Verallgemeinerung beschäftigt und verteidigt nun eines unserer zentralen Konzepte auf seine unnachahmliche Art. Ein eminent wichtiges Buch!

300 pages, Paperback

Published October 1, 2020

12 people want to read

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Martin Lichtmesz

14 books7 followers

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
191 reviews8 followers
August 18, 2021
Ein Magnum Opus , eine Pflichtlektüre des stets ungemein lesenswerten Martin Lichtmesz. Dieses Buch hat das Potenzial, zum Standardwerk zu werden.
Zunächst wagt sich der Autor einen Zugang zum Thema aus mehreren Perspektiven, mithilfe konkreter Beispiele. Es werden wesentliche Begriffe wie "Volk", "Nation", "Ethnie", "Rasse" - sowie ihre Korrelate "völkisch", "national", "ethnisch" und "rassisch" (sowie "rassistisch") genannt, diskutiert und historisch eingeordnet. Es stellt sich heraus, dass diese zentralen Begrifflichkeiten im oft allzu ideologisch aufgeladenen öffentlichen Diskurs beliebig ausgetauscht und semantisch ausgehöhlt oder verteufelt werden, je nach Zielsetzung der Diskutanten.
Sowohl klassische wie neuzeitliche Denker kommen in der Zusammenschau zu Wort; besonders lesenswert sind die Ausführungen zum Raisonnement der Nouvelle Droite mit ihren Gallionsfiguren Alain de Benoist und Guillaume Faye.
Grundsätzlich geht es bei den Betrachtungen immer um die beiden Pole Universalismus und Partikularismus , die in der einen oder anderen Form in der Geschichte stets nachzuweisen sind. Paradoxerweise führt gerade ein Übermaß am einen zwangsläufig zum anderen, wie treffend ausgeführt wird. Ein Zuviel an Isolation und Abschottung führt zu Erstarrung, ein Offen-für-alles-und-jeden-Sein für ein Verschwinden des Besonderen, sowie zu Beliebigkeit.
Ethnopluralismus, der anerkennt, dass Völker, Ethnien und Nationen verschieden sind, wie sie sind, anstatt sie als bloße Projektionsfläche des Eigenen zu sehen, gerade weil er die (echte) Vielfalt statt zur Schau gestellter Diversity ™ liebt, ist weitaus realitätsnäher als das, was einem im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts okzidentweit an propagandistischer Diarrhö eingetrichtert wird.
Ein mehr als bemerkenswertes Werk, umso mehr in Zeiten von Multikulturalismus und einer Open-World-Ideologie.
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27 reviews10 followers
February 2, 2023
Guter Überblick über die Debatte ums "Volk"

Die Besonderheit des Buches liegt vor allem darin, dass der Autor Lichtmesz die Wörter Ethnie, Volk, Rasse, Nation und Kultur aus verschiedenen (politischen/ideologischen) Blickwinkeln betrachtet und sie dadurch ideengeschichtlich einordnet sowie miteinander verknüpft und voneinander abgrenzt.
Dabei kommt sehr gut zum Vorschein, mit welchen Methoden "die Linken" diesen Kampf offensichtlich führen.
Das Konzept Ethnopluralismus hingegen wird weniger betrachtet. Kurz gesagt findet der Autor es gut, aber sieht das Problem, dass es in der modernen Welt politisch nicht umsetzbar ist.
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